Zum Inhalt springen

Bier

Brauereien in Meck-Vorp

Von

Artikel teilen

Sind Sie eher ein Klaus Taler oder doch mehr der Typ „Musikpilzzwerg“? Das Bier, über das die beiden Experten da schreiben, ist das Schweriner Altstadtbräu Hell. Man bekommt es im Schweriner Altstadtbrauhaus „Zum Stadtkrug“. Dass es ihnen schmeckt, darüber sind sich beide einig. Was sie aber vielleicht nicht wissen: Das Schweriner Altstadtbräu wird gar nicht vom Schweriner Altstadtbrauhaus gebraut. In Meck-Vorp gibt es nur eine Handvoll echter Brauhäuser, also Brauereien mit dazugehöriger Gaststätte.

Screenshot von bierbasis.de

Überall bezeichnen sich aber immer wieder Gaststätten als Brauhaus, ohne selbst Bier herzustellen. Manchmal handelt es sich dabei um ehemalige Brauereien, oder sie nennen sich zu Marketingzwecken so und richten ihre Räume entsprechend ein. Einige lassen sich dann aber doch ein Bier von einer Brauerei produzieren und verkaufen es unter eigenem Namen.

Dieser „Etikettenschwindel“ ähnelt ein wenig dem großen Brauereibusiness. So sind drei der vier größten Brauereien in MV nicht selbständig, sondern zählen zu übergeordneten Großkonzernen: Die Mecklenburgische Brauerei Lübz und die Darguner Brauerei gehören den dänischen Brauereiunternehmen Carlsberg beziehungsweise Harboes Bryggeri. Die Hanseatische Brauerei Rostock ist Teil der Radeberger-Gruppe und gehört damit zum Oetker-Konzern. Nur die Störtebeker-Braumanufaktur ist noch unabhängig. Und natürlich die kleinen.

Dieser Artikel erschien in Druckausgabe 4. Mit Bierlogos in der gedruckten Karte!

MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Schon 5.533 Abonnent:innen

196,6 %

🎉 Ziel I:

19.000 Euro

Ziel II: 57.000 Euro

(11.400 Original-Abos)

Fußnoten

  1. Telefonat mit dem Schweriner Altstadtbrauhaus vom 12.1.2022.

Autor:innen

layoutet cheffig das KATAPULT-Magazin und lektoriert rigoros Texte.

Lieblingsbuch
55 kuriose Grenzen und 5 bescheuerte Nachbarn

Neueste Artikel

Keine Rotorblätter mehr aus Rostock

Bei einer Betriebsversammlung wurden die Angestellten des Rotorblattwerks des Herstellers Nordex heute über die endgültige Schließung ihres Standorts informiert. Ab Ende Juni werden damit an der Warnow keine Rotorblätter mehr gefertigt. Nach NDR-Informationen besteht für die Angestellten nun die Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln und eine Abfindung anzunehmen. Das zweite Nordex-Werk, welches Gondeln für Windräder fertigt, bleibt erhalten.

Es war der Trockenmörtel

Die Untersuchungen um die 2017 abgesackte A 20 bei Tribsees haben ergeben: Die eingebauten Säulen aus Trockenmörtel, die den Untergrund stabilisieren sollten, waren überlastet.

Neonazis nutzen illegal öffentliche Flächen

Rechtsextremisten haben im Dorf Jamel offenbar mehrere Flächen vereinnahmt, die der Gemeinde Gägelow gehören. Eines der Grundstücke dient als Lager, ein anderes als illegale Mülldeponie. Zumindest in einem Fall ist die Verwaltung bereits aktiv geworden.