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Interview

Drei Fragen – drei Antworten … mit Matthias Radtke

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Lesedauer: ca. 2 Minuten

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KATAPULT MV: Wie sehr nervt es, wenn Sie auf Ihr Alter angesprochen werden?
Matthias Radtke: Erstaunlicherweise gar nicht, denn nun habe ich die Möglichkeit zu zeigen, dass ich trotz meines jungen Alters viel bewegen kann.
Natürlich bin ich noch jung, aber ich brenne für die Zukunft von Röbel. Natürlich werde ich lernen müssen, aber das bin ich gewohnt. Natürlich muss man mich kennenlernen, um Vorurteile abzubauen, aber genau darauf freue ich mich.

Wollten Sie schon als Kind Bürgermeister werden?
Als andere Kinder Feuerwehrmann oder Polizist werden wollten, habe ich zu meiner Mutter gesagt: „Wenn ich groß bin, möchte ich Bürgermeister werden“.
23 Jahre nach dieser Aussage bin ich nun wirklich Bürgermeister unserer bunten Stadt am kleinen Meer. Eine große Herausforderung, die ich mit viel Respekt annehmen werde.

Was ist aktuell Röbels größte Herausforderung und wie wollen Sie damit umgehen?
Eine der größten Herausforderungen ist die Umsetzung der Energiewende. Ob Nahwärmenetz, Photovoltaik oder Thermosolar – das Potential ist groß und muss genutzt werden. Mit unserer Ausschreibung zur Durchführung eines Sanierungsmanagements, welche einen sogenannten Klimamanager hervorbringt, haben wir den ersten Schritt gemacht.
Nach meinem Amtsantritt möchte ich schnellstmöglich mit der Realisierung beginnen. Dabei dürfen wir nicht nur auf unsere Stadt blicken, sondern müssen auch unsere umliegenden Gemeinden auf dem Weg zur Klimaneutralität mitnehmen.

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Autor:innen

Geboren in Vorpommern, aufgewachsen in Mecklenburg. Einziger KATAPULT-Redakteur mit Traktorführerschein UND Fischereierlaubnis. Layouter und Chefredakteur.

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