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MVs Notrufleitstellen

Ein besorgter Blick in die Zukunft

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Lesedauer: ca. 10 Minuten

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„Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst. Wo ist der Notfallort?“ Diesen Satz sagen die Disponent:innen der Leitstelle in Schwerin circa 150-mal am Tag. Und das hat einen guten Grund: Es ist am allerwichtigsten, zuerst den Ort des Notfalls abzufragen, erklärt Leiter Alexander Gabler. So könne auch Hilfe losgeschickt werden, sollte die hilfesuchende Person am Telefon zum Beispiel plötzlich nicht mehr ansprechbar sein. So etwas kommt vor, weiß er.

Als Fachgruppenleiter der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg ist Alexander Gabler nahezu immer erreichbar. (Foto: Patrick Hinz)

Ist dieser Punkt geklärt, wird nach standardisiertem Protokoll fortgefahren. Die Disponent:innen fragen die Situation weiter ab, fragen nach Verletzungen beziehungsweise Beschwerden und zur Person selbst. Durch die Abfrage entsteht eine ID im leitstelleneigenen Computersystem, sagt Gabler. Diese gibt automatisch und genau aus, wer in welcher Situation alarmiert werden muss. Ein Rettungswagen beispielsweise oder aber ein zusätzlicher Notarzt, wenn Brustschmerzen im Telefonat angegeben wurden.

Das System deckt jedes Szenario ab, erklärt der Leitstellenleiter. Die Disponent:innen schauen vor der Alarmierung dann noch einmal drauf. Macht die Alarmierung so Sinn? Wenn ja, dann geht der Alarm an die Einsatzkräfte raus. Manchmal auch mit zusätzlichen Hinweisen per Funk – zum Beispiel zu besonderen örtlichen Gegebenheiten. „Da braucht es das Bauchgefühl der Mitarbeiter“, erklärt Gabler. Es gebe eben Schritte, die der Computer nicht übernehmen könne.

Anstieg um bis zu zehn Prozent erwartet

Im Jahr 2021 zählte die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg insgesamt 93.007 Notrufe, aus denen 60.627 Einsätze resultierten. Ein Großteil davon, etwa vier von fünf, im Bereich der medizinischen Rettung. „Eigentlich müsste es Rettungsdienst und Feuerwehr heißen und nicht umgekehrt“, kommentiert Leitstellenleiter Gabler. Dieses Bild zeigt sich auch an anderer Stelle im Land. So etwa im Landkreis Rostock, wo die Leitstelle 43.173 Rettungseinsätze und „nur“ 688 der Feuerwehr registrierte. Oder in Vorpommern-Rügen mit 43.422 Rettungen und 3.744 Feuerwehreinsätzen.

Darüber hinaus ist bei den Einsatzzahlen in den vergangenen Jahren ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. Waren es etwa im Zuständigkeitsgebiet der Leitstelle Mecklenburgische Seenplatte 2019 noch 62.922 Einsätze, so stieg diese Zahl 2020 auf 64.119 und 2021 weiter auf 70.234. Ein ähnliches Bild bei Alexander Gabler in der Leitstelle Westmecklenburg: Dort gab es 2021, im Vergleich zu 2019 mit 57.192 Einsätzen, 3.435 Einsätze mehr, nämlich 60.627. Als KATAPULT MV die Leitstelle im September 2022 besuchte, wurden für das laufende Jahr bereits nahezu so viele Einsätze registriert wie 2019 insgesamt. Und das Jahr war da noch nicht vorbei. Die Zahlen würden weiter steigen und das höher als 2021, waren sich die Verantwortlichen schon damals sicher. Gabler ging von einer Steigerung um vier bis fünf Prozent für den Einsatzbereich Westmecklenburg aus. Gleiches vermeldete auch der Landkreis Rostock. In Vorpommern-Greifswald hielten die Verantwortlichen sogar eine Steigerung um zehn Prozent für möglich. Die Stadt Rostock bewertete die steigende Anzahl der Einsätze bei sich schon damals als „problematisch“.

Diese Prognosen stellen sich mit Blick auf die nun vorliegenden Zahlen für 2022 als weitestgehend korrekt heraus. So vermeldet die Stadt Schwerin für den Bereich der Leitstelle Westmecklenburg 81.574 Einsätze. Das sind über 1.000 Einsätze mehr als im Jahr zuvor. Ähnliches in der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort stieg die Einsatzzahl sogar um fast 30.000 auf insgesamt 90.294. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald meldet auf Nachfrage 53.749 Einsätze – rund 4.000 mehr als 2021. Lediglich in der Stadt und dem Landkreis Rostock zeigt sich ein negativer Trend. So sank die Einsatzzahl im Landkreis von 45.045 in 2021 auf 43.907 im vergangenen Jahr. Der Landkreis Vorpommern-Rügen machte trotz mehrfacher Nachfrage keine aktuellen Angaben.

Zahl der Anrufe weiter steigend

Dass die Einsatzzahlen in allen Landesteilen seit Jahren kontinuierlich zunehmen, hängt auch mit der Zahl der Anrufe in den Leitstellen zusammen. So heißt es etwa aus Vorpommern-Greifswald, dass hinsichtlich der Anrufer:innen „der Trend der Jahr für Jahr steigenden Zahlen“ nach einem „durch die Corona-Lockdowns verursachten Rückgang“ nun wieder anhalte. Waren es im ersten Coronajahr 2020 noch 142.200 Anrufe in der Leitstelle, so stieg die Zahl 2021 wieder auf 149.344. Für 2022 lag die Prognose im Herbst bei 165.000 Anrufen – ein erneuter Sprung nach oben. Auf Nachfrage meldete der Landkreis nun für das vergangene Jahr sogar insgesamt 169.390 Anrufe, deutlich mehr als vorhergesagt. Für die Leitstelle Westmecklenburg gilt Ähnliches. Hier hatten die Verantwortlichen einen Anstieg auf bis zu 85.000 Notrufe prognostiziert, schlussendlich registrierte man jedoch 119.392. Der Landkreis Rostock erfasst ebenfalls weit mehr Anrufe als im Jahr zuvor – 100.504 meldete der Kreis auf Nachfrage. Dort ordnete man die Anrufe im Herbst bereits als „stabil“, aber „auf hohem Niveau“ ein.

Fehlende medizinische Versorgung wirkt sich aus

Die Verantwortlichen sehen für die Entwicklung der Anruf- und Einsatzzahlen in den vergangenen Jahren nicht nur einen Grund. Vielmehr gebe es viele, erklärt die Stadt Rostock. „Vielschichtige“ Gründe, so nennt es der Pressesprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte auf Nachfrage. Dazu zählen der demografische Wandel – das Durchschnittsalter der Bevölkerung in MV steigt –, aber auch lange Wartezeiten im Gesundheitswesen oder der Mangel an Hausärzt:innen in der Fläche. Aus dem Landkreis Rostock heißt es außerdem, dass der ärztliche Bereitschaftsdienst, der medizinische Hilfe auch außerhalb von Sprechzeiten anbietet – bundesweit erreichbar unter 116117 –, von den Menschen leider nicht richtig genutzt werde. Aus scheinbarer Ermangelung an Alternativen werde oft der Notruf gewählt.

Notfallerziehung schon in der Schule gefordert

Vielen scheinen die Bedeutung und Rolle des Notrufs nicht so recht klar zu sein. Sowohl Alexander Gabler von der Leitstelle Westmecklenburg als auch der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte weisen darauf hin, dass die Zahl der Anrufe ohne echte Notfallindikation zunimmt. So erinnerte MVs Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages 2022 daran, den Notruf nur bei „echten Notfällen“ zu rufen.

Die Frage, wie viele der in seiner Leitstelle eingehenden Anrufe keine „echten Notfälle“ seien, möchte Gabler gegenüber KATAPULT MV nicht beantworten. Mit der Nennung einer solchen Zahl tue man sich keinen Gefallen, so die Begründung. Dafür formuliert er aber konkrete Forderungen. „Wir müssen dahin, dass die Leute einschätzen können, was ein echter Notfall ist“, erklärt er. Manche wählten die 112, weil sie etwa Bauchschmerzen haben, die sie nicht zuordnen können, oder einfach einsam sind. Dafür müsse möglichst früh angesetzt werden, am besten bereits in der Schule, bei den Jüngsten. Bei der Branderziehung habe das bereits sehr gut funktioniert. Jetzt müsse eben auch die Notfallerziehung Thema werden, findet er.

Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Anruf- und Einsatzzahlen sei das wichtig. Der aktuelle Trend müsse schnellstens durchbrochen werden. Ansonsten führe dies auf lange Sicht zu noch höheren Personalkosten und einem zusätzlich gesteigerten Bedarf an Rettungsfahrzeugen. Dabei nicht außer Acht zu lassen: Natürlich müsse auch die hausärztliche Versorgung flächendeckend gegeben sein. Denn an ihre Hausärzt:innen wendeten sich die Menschen bei medizinischen Problemen zuallererst, und so solle es auch sein.

Drohender Personalmangel auch in den Leitstellen

Die meisten Notrufe gehen am Morgen und in den Abendstunden ein. Je besser die Disponent:innen regionale Eigenheiten kennen, desto schneller können sie Hilfe zu den Unfallorten schicken. (Foto: Patrick Hinz)

Dass bei mehr Anrufen in den Leitstellen zwangsläufig irgendwann auch mehr Personal gebraucht wird, ist den Verantwortlichen bewusst. Regelmäßig werde überprüft, ob die Personalbesetzung den Rahmenbedingungen entspricht, heißt es aus allen Landkreisen und der Stadt Rostock – zum Beispiel anhand des Einsatzaufkommens, der Veränderungen der Fallzahlen und des Aufwands der Fallbearbeitung. So könne der Personalbedarf entsprechend angepasst werden.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ging im September davon aus, die Zahl der Disponent:innen mittelfristig erhöhen zu müssen. Und auch Alexander Gabler aus Schwerin gab zu verstehen, dass perspektivisch bereits über eine Erhöhung des Personals der Leitstelle Westmecklenburg nachgedacht werde.

In Rostock konnte die Zahl der Notrufe trotz des Anstiegs noch vom bereits vorhandenen Personal bewältigt werden, hieß es aus der Hansestadt. Dabei waren in der Leitstelle von 20 Planstellen im Herbst nicht mal alle besetzt. Drei Stellen waren frei und wurden „durch den verstärkten Einsatz der Reservedisponenten“ ausgeglichen. Auch bei der Leitstelle Vorpommern-Greifswald war ein:e Leitstellendisponent:in ausgeschrieben. Aufgrund der von anderen Mitarbeiter:innen beantragten Teilzeit hätten sich freiwerdende Stellenanteile ergeben, so der Landkreis. Die Position sollte zeitnah neu besetzt werden.

Freie Stellen gab es in vergangenen Jahr ebenfalls in Westmecklenburg. So waren bei den Disponent:innen zwei Jobs vakant. Zum Jahresende 2022 sollten es sogar fünf werden, erzählte der Leitstellenleiter damals. Aktuell sind noch drei Stellen vakant, bestätigt Gabler auf erneute Nachfrage.

Personalgewinnung problematisch

Neues Personal zu finden, gestaltet sich schwierig. „Wir haben es bisher gerade geschafft, die normale Fluktuation auszugleichen“, so Gabler. Sein Blick gehe deshalb „wirklich sorgenvoll in die Zukunft“. So müssen sich die Leitstellen, wie auch andere Bereiche, auf eine Renten- und Pensionierungswelle einstellen. Zusätzlich habe es vor zehn Jahren eine Einstellungsdelle gegeben. Heißt: Es sind damals aus politischen und finanziellen Gründen nicht genug Leute eingestellt worden. Die fehlen jetzt. Außerdem suchen zurzeit viele Arbeitgeber fittes und gesundes Personal. Man konkurriere deshalb etwa mit der Polizei um den gleichen Kreis potenzieller Mitarbeiter:innen, erklärt Gabler. Dass das Problem der Personalgewinnung „in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes“ akut ist, räumt auch die Stadt Rostock auf Nachfrage ein. Davon betroffen sei dort „das Brandschutz- und Rettungsamt Rostock und somit auch die Leitstelle“.

Einem höheren Personalbedarf stehen zudem „gleichbleibende beziehungsweise abnehmende Bewerberzahlen gegenüber“. Und das, obwohl sich etwa die Leitstelle Westmecklenburg hinsichtlich der Anwerbung Interessierter breit aufstelle. So sei man zum Beispiel auf Berufsmessen präsent oder werbe auf verschiedenen Webseiten, berichtet Alexander Gabler. Doch die Arbeitsbedingungen – zum Beispiel das Schichtsystem rund um die Uhr in den Leitstellen – und auch der zeitintensive Ausbildungsweg scheinen bisher wenig attraktiv.

Um Leitstellendisponent:in zu werden, müssen Bewerber:innen entweder Notfallsanitäter:innen sein oder aus dem mittleren Dienst der Feuerwehr kommen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht neben einer Prüfung durch den Verfassungsschutz noch die leitstellenspezifische Ausbildung von fünf Wochen vor Ort an. Diesen Ausbildungsweg zur Disponentin oder zum Disponenten sieht die Stadt Rostock als Möglichkeit zur Entlastung und führt „die Einführung des Ausbildungsberufes ‚Disponent*in der Leitstelle‘“ als Idee an. So könnten nach Angaben der Stadt auch Rettungssanitäter:innen der Feuerwehr mit entsprechender Ausbildung in der Leitstelle arbeiten.

Die Leitstelle Westmecklenburg strebt zudem die Ausbildung von Reservedisponent:innen an. Bisher gibt es solche in Schwerin nicht. Im ersten oder zweiten Quartal 2023 sollten die ersten Lehrgänge beginnen, so der Leitstellenleiter. Zwar werde diese Zeit dann für die bestehenden Kräfte noch einmal stressig, denn durchgeführt werden müssen die Lehrgänge ja auch vom Personal. Doch Gabler ist sich sicher: Am Ende zahlt sich das durch mehr verfügbare Leute aus.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe 13 von KATAPULT MV. Er wurde am 13. Juni aktualisiert und ergänzt.

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Fußnoten

  1. Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg ist zuständig für die Landkreise Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und die Landeshauptstadt Schwerin. Die anderen Landkreise in MV und die Stadt Rostock betreiben jeweils eigene Leitstellen.
  2. E-Mail der Pressestelle der Stadt Schwerin vom 12.10.2022.
  3. E-Mail des Koordinators Rettungsdienst des Landkreises Rostock, Sven Wisoschinski, vom 26.9.2022.
  4. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Vorpommern-Rügen vom 30.9.2022.
  5. E-Mail der Pressestelle der Stadt Schwerin vom 12.10.2022.
  6. E-Mail des Koordinators Rettungsdienst des Landkreises Rostock, Sven Wisoschinski, vom 26.9.2022.
  7. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald vom 30.8.2022.
  8. E-Mail der Pressestelle der Stadt Rostock vom 7.9.2022.
  9. E-Mail der Pressestelle der Stadt Schwerin vom 23.3.2023.
  10. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte vom 13.4.2023.
  11. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald vom 24.3.2023.
  12. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Rostock vom 6.4.2023.
  13. E-Mails der Pressestelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald vom 30.8. und 7.10.2022.
  14. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald vom 24.3.2023.
  15. E-Mail der Pressestelle der Stadt Schwerin vom 12.10.2022.
  16. E-Mail der Pressestelle der Stadt Schwerin vom 23.3.2023.
  17. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Rostock vom 6.4.2023.
  18. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Rostock vom 6.10.2022.
  19. E-Mail der Pressestelle der Stadt Rostock vom 7.9.2022.
  20. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte vom 9.9.2022.
  21. Ebd. / E-Mail der Pressestelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald vom 15.9.2022 / E-Mail der Pressestelle der Stadt Rostock vom 7.9.2022.
  22. E-Mail der Pressestelle der Stadt Rostock vom 7.9.2022.
  23. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport MV (Hg.): Anstieg bei Rettungseinsätzen in M-V: Drese mahnt zu besserer Abwägung bei Notrufen, auf: regierung-mv.de (9.9.2022).
  24. E-Mail der Pressestelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte vom 9.9.2022.
  25. Ebd.
  26. Reservedisponent:innen sind „Springer“, die neben ihrer Arbeit im Brandschutz oder beim Rettungsdienst auch in der Leitstelle einsetzbar sind.
  27. E-Mail von Alexander Gabler vom 12.6.2023.
  28. E-Mail der Pressestelle der Stadt Schwerin vom 12.10.2022.

Autor:innen

Redakteurin bei KATAPULT MV.

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