Zum Inhalt springen

Kultur

Kunst am Bau

Von

Artikel teilen

Bis zum 7. Januar kann man sie noch besichtigen: die zehn Beiträge der Endauswahl im Wettbewerb „Kunst am Bau“. Die staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung suchte Gestaltungsideen für die Wandflächen im Treppenhaus des Justizzentrums Greifswald. Professionell Kunstschaffende aus ganz Deutschland konnten sich mit Entwürfen zur Gestaltung des Neubaus bewerben. Unter 39 eingereichten Arbeiten kamen zehn Vorschläge zur Wandgestaltung in die engere Wahl. Bei der Endauswahl konnten die Arbeiten von Susanne Gabler, einer Absolventin der Wismarer Fachhochschule für Innenarchitektur, aufgrund ihrer Farbigkeit, Strukturvielfalt und Ausstrahlung überzeugen.

Ihre Arbeit mit dem Titel „System“ wird auf fünf Ebenen und neun Flächen zu sehen sein. Grundlage der neun Varianten ist der rechte Winkel. Susanne Gabler nutzt den rechten Winkel zu Assoziationen zu Fragen wie etwa: Wann ist man auf dem sogenannten rechten Weg, wer hat recht, wann muss Recht gesprochen werden? Gabler, eine in der Mecklenburger Kunstszene für ihre Vielseitigkeit bekannte Kunstschaffende, arbeitete bei diesem Wettbewerb nur mit dieser einen Form. Sie changiert und variiert sie aber mit einer geschickten und systematisch-abstrakten, assoziativen Bildsprache.

„Die Muster machen aus jeder Richtung sowie jedem Blickwinkel einen neuen Eindruck. Sie bestimmen die Assoziationen niemals, sondern eröffnen ein ständiges Spiel mit ihnen. So sind die Muster nie festgelegt. Wie auch Lebenswege nie festgelegt sein sollten“, erläutert Gabler die Absicht ihrer Gestaltungsentwürfe im Gespräch mit KATAPULT MV.

Der zweite Preis ging an die Rostocker Künstlerin Christin Wilken mit ihrer Arbeit „Lindenbaum“. Der dritte Preis ging nach Berlin an Jana Müller für ihre „acta-Aufzeichnungen“ titulierte Arbeit.

Bei den zu gestaltenden Flächen handelt es sich um Wände im Treppenhaus mit akustisch wirksamen Schallabsorbern. Diese Schallabsorber, mit einer Gesamtfläche von circa 100 Quadratmetern, werden mit thermisch aufgebrachten biologischen Farben bedruckt. Die Arbeiten an den Flächen sollen nun rasch beginnen und für das Frühjahr ist die Einweihung des Traktes geplant. Wer sich die zehn finalen Beiträge anschauen möchte, kann noch bis zum 7. Januar die Ausstellung im Dienstgebäude der SBL Neubrandenburg besuchen.

MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Schon 5.504 Abonnent:innen

195,1 %

🎉 Ziel I:

19.000 Euro

Ziel II: 57.000 Euro

(11.400 Original-Abos)

Autor:innen

haut als freier Journalist in Schwerin für KATAPULT MV in die Tasten. Manchmal knipst er auch.

Neueste Artikel

Orte zum Verwechseln: Mexiko-Stadt - Rostock: Drogenkartelle - Hansa-Hooligans; Drehort von "Narcos: Mexiko" - Drehort von "Polizeiruf 110"; große Kaffeeplantagen in der Nähe - großes Erdbeerfeld in der Nähe

Mexiko-Stadt vs Rostock

Einziger Unterschied: Die Regierungschefin von Mexiko-Stadt ist seit knapp vier Jahren im Amt. Der Noch-OB von Rostock hingegen wird keine drei Jahre schaffen.

Streckenvergleich in Meck-Vorp

Der öffentliche Nahverkehr in Meck-Vorp ist eine weiträumige Leidensgeschichte. Wer sich über ungenügende Abfahrten ärgert, kennt immerhin Abfahrtszeiten. Nicht überall fahren Busse oder Bahnen. Dabei sollte der ÖPNV das Rückgrat der Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern sein. Doch die mobile Lebenswirklichkeit vieler Menschen im Land ist eine andere. Unzureichende Taktung und Verzahnung der Verkehrsmittel sind alltäglich. KATAPULT MV wagt den Vergleich auf drei ausgewählten Strecken.

Sieg für Gernert-Scharmacher und Barber

Jennifer Gernert-Scharmacher (rechts) und Nele Barber (links) gewinnen den Beach Cup in Binz. Sie haben sich im Finale gegen Madleen Piest und Kathleen Weiß durchgesetzt.