Zum Inhalt springen

Rostock

Solidaritätskundgebung für Israel

Von

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Foto von der Solidemo für Israel am 12. Oktober in Rostock vor dem Rathaus

Artikel teilen

Am Donnerstagnachmittag versammelten sich 330 Menschen auf dem Neuen Markt, um ihre Solidarität für das von der islamistischen Hamas angegriffene Israel auszudrücken.

Die Veranstaltung war von der Jüdischen Gemeinde Rostock angemeldet worden. Ihr Vorsitzender Juri Rosov forderte alle Geiseln zu befreien. „Und damit meine ich auch die zwei Millionen Palästinenser, die Geiseln der Hamas sind.“

Und damit meine ich auch die zwei Millionen Palästinenser, die Geiseln der Hamas sind.
Juri Rosov, Vorsitzender Jüdische Gemeinde Rostock

Nie wieder ist jetzt

MVs Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) kündigte an, die Schutzmaßnahmen für jüdische Gemeinden im Land zu erhöhen. Sie sei erschüttert über Reaktionen in Deutschland, die die Attacken begrüßten. Gleichzeitig sollten nicht alle Muslime pauschal für das Unrecht verantwortlich gemacht werden. „Wir müssen unsere Werte verteidigen und unsere jüdischen Mitbürger schützen. Nie wieder ist genau jetzt.“

Außerdem sprachen Landesrabbiner Yuriy Kadnykov, Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn, der Landtagsabgeordnete René Domke (FDP) sowie Vertreter von Bürgerschaft und Kirchen. Ebenfalls vor Ort waren unter anderem die Rostocker Universitätsrektorin Elizabeth Prommer und der Migrantenratsvorsitzende Seyhmus Atay-Lichtermann.

Israelfeindliche Zwischenrufe

Während der Veranstaltung gab es israelfeindliche sowie pro palästinensische Zwischenrufe. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, beruhigte die Situation schnell.

Am vergangenen Samstag hat die von der EU als Terrororganisation eingestufte Hamas Israel angegriffen, knapp 1.300 Menschen wurden getötet. Seitdem fliegt Israel Luftangriffe auf den Gazastreifen, der von der Hamas beherrscht wird. Auch dort wurden seitdem über 1.000 Menschen ermordet.

Autor:innen

Geboren in Rostock.
Aufgewachsen in Rostock.
Studierte in Rostock. Und Kiel.

Neueste Artikel

15.07.2024

„Als Bürgermeisterin gehörst du zu denen da oben“

Wenn Astrid Zschiesche durch Groß Kiesow radelt, drehen manche den Kopf weg. Als ehemalige Bürgermeisterin der Gemeinde ist sie nicht bei allen beliebt. Zehn Jahre lang war sie im Amt, nun wählt fast jede zweite Person AfD. Sieht die gebürtige Krebsowerin Hoffnung?

15.07.2024

Zwei-Etappen-Wahl beendet

Fünf Wochen nach dem offiziellen Wahltermin Anfang Juni ist nun auch in Neubrandenburg die Entscheidung über die Zusammensetzung der Stadtvertretung gefallen. Aufgrund eines Druckfehlers konnte die Abstimmung im Wahlbereich 1 erst gestern stattfinden. Stärkste Kraft ist voraussichtlich die AfD. Erste Konsequenz des vorläufigen Wahlergebnisses: Der Vorsitzende der CDU, Steven Giermann, hat sein Amt niedergelegt.
Foto von der Rehkitzrettung der Unimedizin Rostock: Asl Suchkette gehen Pflegekräfte und Patient:innen ein ganzes Feld ab.

12.07.2024

Forensische Psychiatrie rettet Rehkitze

Bei einer gemeinsamen Aktion der Klinik für Forensische Psychiatrie und der Wildtierhilfe MV haben Patient:innen auf landwirtschaftlichen Flächen geholfen, Rehkitze aufzuspüren. Vor Mäh- und Erntearbeiten suchten sie die Wiesen ab. Elf Rehkitze konnten bei der jüngsten Aktion gerettet werden. Das hilft nicht nur den Tieren, sondern auch den Patient:innen.