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Fluchthelfer aus MV im Interview

„Es ist das absolute Chaos“

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KATAPULT MV: Du bist gerade nach einer Woche an der polnisch-ukrainischen Grenze zurück in Deutschland und fährst nach kurzer Pause heute wieder zurück ins Kriegsgebiet. Wie geht es dir?

Maik Schultz: Schwer zu sagen, ehrlich gesagt gerade sehr gut, vielleicht weil ich das Erlebte gerade ein bisschen ausblende, um mehr Energie zu haben. Seit meiner Rückkehr haben sich so viele positive tolle Ideen und Möglichkeiten durch andere Leute ergeben, dass wir ganz anders für die nächste Fahrt vorbereitet sind und nicht mehr solche Angst haben wie beim ersten Mal. Das war eigentlich nur mit Unsicherheit und Angst verbunden, da hinzufahren. Die ist jetzt eigentlich weg, auch dadurch, dass wir nun Kontakte in die Ukraine haben. Das ist sehr motivierend.

Wann kam dir die Idee, in die umkämpfte Ukraine zu fahren, und wie schnell ging es dann?

Wir waren eigentlich seit einem Monat mitten in der Planung für eine große Osteuropa-Balkan-Tour bis nach Georgien mit unserem Bus. Mitten in der Planung kam dann wie für alle absolut überraschend die Nachricht, dass die Ukraine angegriffen wird. Es folgten zwei Tage absolute Lähmung, totales Unwissen, auch darüber, was wir jetzt machen. Vor allem haben wir die Nachrichten verfolgt. Nach zwei Tagen Stillstand und An-den-Medien-Kleben war es dann einfach so, dass man gemerkt hat, irgendwie regt sich da nicht so viel. Das war zu dem Zeitpunkt, als unsere Bundesregierung noch darüber nachgedacht hat, Russland aus dem Swift-Verfahren auszuschließen. Da haben wir gedacht, wir müssen was machen. Hier sitzen und sich das angucken reicht nicht. Wir haben die Zeit, wir haben den Bus fertig und können autark damit irgendwo stehen und machen das jetzt. Wir fahren da jetzt hin. Das hat dann einen Tag Vorbereitung gedauert. Wir haben noch kurzfristig nach Sachspenden gefragt, das hat super geklappt, weil so viele Leute auch so flexibel und spontan gewesen sind. Und dann bin ich los.

Bist du allein gefahren?

Ich bin alleine gefahren. Das war für meine Freundin mit unseren Hunden und ihrer Arbeit zu spontan. Was sich dann auch – zumindest für mich – in den ersten 24 Stunden als absoluter Fehler herausgestellt hat.

Warum?

Weil ich mich total allein und verloren gefühlt habe. Ich hatte so Schiss. Die Fahrt ging, aber dann kam ich nachts um 23 Uhr im Stockdunkeln in Medyka in Polen direkt vor der Grenze an. Ohne richtige Koordinaten, wo ich hinfahren soll oder kann oder wo man helfen kann. Ich hatte den Bus voll mit Zeug, wollte das natürlich auch loswerden und wusste nicht wirklich, wo und wie. Meine erste Nacht habe ich dann etwa hundert Meter vom Grenzübergang in die Ukraine mit ganz vielen anderen Autos am Straßenrand verbracht. Ich habe kaum geschlafen. Dort war pures Chaos, auch auf der polnischen Seite – zumindest zu dem Zeitpunkt (28. Februar, Anm. d. Red.). Ich denke, jetzt ist dort alles etwas geregelter. Es war auf jeden Fall sehr hart. Am nächsten Morgen war ich wirklich am Überlegen, ob ich umdrehe, schaue, dass ich die Sachen loswerde und nach Hause fahre, einfach weil ich echt Angst hatte.

„Meine erste Nacht habe ich dann etwa hundert Meter vom Grenzübergang in die Ukraine mit ganz vielen anderen Autos am Straßenrand verbracht.“ (Foto: M. Schultz)

Was ist dann passiert?

Ich habe dann am nächsten Morgen Koordinaten bekommen, von der Tierschutzorganisation, deren Aufruf ich bei Facebook gefolgt bin. Ab da ging’s bergauf. Da waren Helfer vor Ort, die haben mich total freundlich begrüßt. Ich glaube auch, weil sie gemerkt haben, dass ich total unsicher war und nicht so richtig wusste, wohin mit mir. Da habe ich viele Kontakte knüpfen können und wir haben zusammen viel organisiert.

Dann bist du auch richtig weit in die Ukraine gefahren.

Ja, wir sind mit einem Konvoi letzten Donnerstag rüber in den Speckgürtel von Lwiw gefahren. Dort war eine Sammelstelle für Hunde und Tiere aus der Umgebung, die dort von freiwilligen Helfern und Tierschutzorganisationen abgeholt und über die Grenze gebracht werden.

Mit vollem Bus?

Auf dem Hinweg waren wir ja voll mit allem möglichen Kram. Unendlich viele Kilos Hundefutter und Kleidung für die Leute. Das wird von dort aus alles verteilt. Auf dem Rückweg hatten wir erst zwei große Hunde, einerseits den ‘Zahar‘, den ich jetzt hier bei mir habe, da er keine Dokumente hatte und ohne Besitzer nicht ausreisen durfte. Und eine Hundemama mit neun Welpen, die da gerade mal vier Tage alt waren. Unterwegs haben wir auch noch Katzen an der Grenze aufgesammelt, die zurückgelassen werden mussten. Da hatte ich einen kleinen Zoo im Auto.

Wie ging es dann weiter?

Die ganze Fahrt durch die Ukraine war schon sehr anstrengend. Es war ja nicht wirklich weit, etwa 80 Kilometer hin und über einen etwas längeren Weg zurück. Man kommt an sehr vielen Militärcheckpoints vorbei. Das ist in dem Moment beängstigend, weil man das nicht kennt und so vielen Menschen mit Maschinengewehren und Kalaschnikows begegnet, sodass man sich gar nicht richtig traut, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Dabei sind das ukrainische Leute und wohlgesinnt. Sie würden nie irgendwem etwas tun, der kommt, um zu helfen. Das haben wir schnell gemerkt, an der ersten Straßensperre, wo wir direkt mit Handzeichen gestoppt wurden. Ich hatte glücklicherweise den Jarek aus Polen bei mir im Auto, den ich dort kennengelernt habe. Er hat mit den Leuten gesprochen und am Ende war es so, dass von jeder dieser Straßensperren und Checkpoints ein Auto für uns vorgefahren ist, uns zum nächsten Checkpoint gebracht hat und von dort dann der nächste mit uns losgefahren ist. Das ging drei-, vier-, fünfmal so.

„Es war ja nicht wirklich weit, etwa 80 Kilometer hin und über einen etwas längeren Weg zurück. Man kommt an sehr vielen Militärcheckpoints vorbei.“ (Foto: M. Schultz)

Habt ihr auch Ukrainer:innen kennengelernt, die nicht auf der Flucht waren?

Ich habe vor Ort auch Nasar kennengelernt, einen von den vielen Männern, die aufgrund ihres Alters aus der Ukraine nicht ausreisen dürfen. Er pendelt täglich 200 Kilometer durch die Ukraine und sammelt überall Tiere auf, teilweise vom Straßenrand, und bringt sie zur Sammelstelle, versorgt sie mit anderen und bringt Tiere in die Klinik, soweit es noch möglich ist. Er ist die ganze Zeit in Militärklamotten unterwegs, auch weil er jederzeit eingezogen werden kann und in den Krieg ziehen muss. Ein leidenschaftlicher Tierschützer, der genauso wenig wie ich eine Ahnung davon hat, wie man eine Waffe hält. Er kümmert sich in diesen Zeiten noch mit ganzem Herzen um die Tiere. Dieser Mann hat meinen absoluten Respekt. Er ist unser Kontakt in Lwiw und Umgebung und seitdem fühlt man sich auch viel viel sicherer. Er würde uns niemals in Gefahr bringen.

Wie ist euer Plan?

Ich werde in Medyka mit meinem Freund Jarek auf eigene Faust agieren und versuchen, einen eigenen Konvoi zu stellen. Den Freitag wollen wir dann nutzen, um auf der polnischen Seite zu helfen, wo wir können. Versorgungsfahrten machen und auch dort vor Ort einfach sortieren. Vor allem das Sortieren der Sachspenden nimmt so viel Zeit und so viel Personal in Anspruch – vor allem unbeschriftete Sachen in irgendwelchen Beuteln. Wahnsinn, was wir da schon alles erlebt haben. Wir sortieren Sachen, weil die Leute es nicht schaffen, sie vorher zu ordnen. Das kann doch nicht sein. Wir müssen Personal abziehen, freiwillige Leute, die da sind und auch eine Menge riskieren. Die könnten wichtigere Dinge machen, wie Leute an sichere Orte bringen. Man muss aber helfen, zu sortieren, weil wir sonst nicht mehr Herr der Lage werden. Das verstehen die Leute nicht.

Was würdest du Leuten raten, die sich jetzt auf den Weg machen wollen?

Man muss sich definitiv vorher informieren! Auf unserem Linktree habe ich versucht, meine Erfahrungen und Tipps der fünf Tage in Stichpunkten aufzuschreiben. Was wichtig ist und was nicht. Gerade am Grenzübergang ist es auch ganz wichtig, sich vorher zu informieren, was die benötigten Dokumente betrifft. Viele kommen auch mit Autos von einem Kumpel oder den Eltern. Aber ohne Fahrzeughalter kommen sie nicht über die Grenze. Bis zur Grenze ist alles kein Problem. Die Leute wollen unbedingt helfen. Das ist auch alles total schön, aber die stehen dann an der Grenze ohne Reisepass, Grüne Karte nicht dabei, solche Sachen, die echt wichtig sind – Hammer. Vor allem vorher informieren: über die Ukraine, wie die Einreisebestimmungen sind, auch aus und in den anderen Ländern.

Hast du noch andere Tipps?

Klar. Die Grenzübergänge in Polen quellen über. Es kommt so viel Zeug – was gut ist –, aber die Leute werden halt auch schon weggeschickt, wenn sie mit unsortierten Sachen kommen. Weil einfach keine Zeit ist und weil es zu viel ist. Es fehlt an den rumänischen Grenzen und vor allem in der Republik Moldau. Es sind sehr arme Länder, die selbst nicht die Möglichkeit haben, groß zu helfen, und dort kommen sehr viele Menschen aus der Ukraine an. Die Hilfe an den Grenzen ist aber noch nicht so weit ausgebaut wie in Polen. Darum wäre es schön, wenn sich auch Menschen dorthin aufmachen würden. Ich habe selbst überlegt, aber da wäre ich wieder bei null. In Medyka bin ich sehr gut vorbereitet und werde deswegen auch wieder dahin.

Was schätzt du, wie lange du dableiben wirst?

Ich habe vor, am Dienstag zurückzufahren. Wir sind auch schon am Überlegen, ob es noch eine dritte Tour geben wird. Das wird sich vor Ort entscheiden und danach, wie sich alles entwickelt. Man hofft ja auch, dass es irgendwie mal ein Ende findet und sich alles beruhigt. Und auch, dass Putin ein Ende findet.

Letzte Woche bist du etwa 14 Stunden bis an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren.

Ja, mit meinem alten Bus, muss man dazusagen. Ich habe unseren Bus ja maßlos überladen und war dann mit 80 km/h unterwegs. Auf dem Hinweg habe ich noch einen anderen Spot in Polen angefahren, da hat die Tierschutzorganisation ihren Hauptsitz und eine Farm. Dort habe ich noch Futterspenden abgegeben. Das hat alles sehr viel Zeit gekostet. Ich denke, eine Fahrt mit einem normalen Fahrzeug von Rügen dauert etwa acht bis neun Stunden.

Du sagtest, ihr wollt mit einem Konvoi in die Ukraine fahren. Sind das Leute aus dem Grenzgebiet oder kommen noch weitere Autos aus MV mit?

Erst mal nicht von hier. Ich werde vor Ort schauen. Bei Medyka ist ein verlassener Bauernhof unser Treffpunkt. Dort kommen sehr viele Leute und auch Sachspenden an. Dort werden sich definitiv Leute finden, die mit mir mit einem eigenen Konvoi fahren. Damit sind wir einfach flexibler. Würden wir beispielsweise mit der Tierschutzorganisation fahren, fahren wir eine Koordinate an und das wird es dann gewesen sein.

Ein verlassener Bauernhof bei Medyka dient als Treffpunkt und Lager. (Foto: M. Schultz)

Was habt ihr stattdessen vor?

Wir haben in Lwiw noch eine Schule, dort sind die Kinder von alleinerziehenden Vätern untergebracht. Da fehlt es an allem. Da ist so gut wie nichts. Und wir packen für unseren geplanten Konvoi Kindersachen, Verpflegung, Nahrung, Decken. Das werden wir an der Schule abliefern und schauen, was noch benötigt wird. Wenn es heißt, „wir brauchen noch viel, viel mehr, hier kommt einfach nichts an“, werden wir am nächsten Tag noch mal fahren. Auf dem Rückweg, wenn wir das Auto leer haben, werden wir zu Nasar fahren, um weitere Tiere einzusammeln.

Ich habe über verschiedene Leute Mikrochips organisiert, die werden wir abliefern. In der Ukraine sind sie Mangelware. Die Leute kommen nicht mehr an Mikrochips. Diejenigen, die noch verfügbar sind, sind unbezahlbar. Das große Problem ist aber: Tiere ohne Mikrochips kommen nicht über die Grenze – zumindest in Polen. Für mich als Nichttierarzt und einen, der nicht viel Ahnung hat, was für gesetzliche Regelungen dahinterstehen, ist es ziemlich schwierig, an Mikrochips zu kommen. Aber eine Tierarzthelferin, die wir bei Instagram kennengelernt haben, wird am Samstag dazukommen. Über unseren Tierarzt habe ich auch noch etwa 30 bis 40 Stück bekommen. Immerhin. Ich hoffe einfach, dass sich unterwegs noch was ergibt, um an weitere Mikrochips für die Tiere zu kommen.

Glaubst du, du nimmst aus der Schule in Lwiw auch noch Menschen mit?

Ich denke mal schon, wahrscheinlich jedoch nicht aus der Schule. Ich glaube nicht, dass die Kinder weggeholt werden sollen. Das wird sich wie so gut wie alles vor Ort entscheiden. Man muss fast alles direkt entscheiden. Spätestens auf dem Rückweg von der Grenze nehmen wir Leute mit. Es ist aber auch schwierig. Man muss natürlich offiziell eingetragene Sitzplätze haben. Du darfst nicht einfach Menschen bei dir hinten reinsetzen und sagen, „komm, wir fahren mal einen Transport“.

Wie ist die Situation an der Grenze?

Es ist so schrecklich an der Grenze. Es ist das absolute Chaos. Total verstörend.

Auch durch uninformierte Autofahrer?

Das hält natürlich noch mal alles auf. Der Ablauf ist sowieso schon total stressig. Es ist nicht wie in Dänemark, dass du kurz deinen Pass zeigst und weiterfährst. Es sind zwei Grenzen: die polnische und die ukrainische. Dazwischen ist Niemandsland. Du hast auf der polnischen Seite drei oder vier verschiedene Kontrollen. Da hast du teilweise keine Ahnung, wo dein Pass ist, wo deine Fahrzeugpapiere hin sind. Die sind ewig weg. Überall Militär mit Waffen.

Es ist superbeängstigend, aber dazu muss man sagen: Es wirkt alles total chaotisch und unorganisiert – ist es aber nicht. Es hat zwar alles sehr lange gedauert, hat aber alles geklappt, weil wir alle Dokumente dabeihatten. Für die Grenzüberfahrten muss man sehr viel Zeit einplanen. Und vorher auf die Toilette gehen, das ist auch wichtig. Da waren Leute, die dann dort mitten in den Kontrollen nerven, dass sie aufs Klo müssen. Das hält einfach alles auf und ist so unnötig.

Wie bereitet ihr euch vor?

Wir haben gestern noch Spenden eingesammelt und vieles eingekauft. Zum Beispiel leere Dieselkanister. Es ist zwar zur Zeit alles teuer, aber wenn du an einem Checkpoint in der Ukraine ankommst und du Zehn-, Fünfzehn-Liter-Diesel- oder Benzinkanister dabeihast – die Leute umarmen dich. Die Menschen haben keine Versorgung vor Ort. Für die Menschen dort ist es so schwer, an Sprit ranzukommen. Darum ein kleiner Tipp: Habt Diesel oder Benzin dabei und gebt es einfach ab.

Was kann man tun, wenn man nicht selber an die Grenze fahren kann?

Das Einzige, was den Leuten vor Ort gerade definitiv hilft, besonders wenn man jemanden kennt, der auch länger bleibt: finanzielle Unterstützung. Allein für die Tankkosten – ich habe heute für den Hinweg für 2,73 Euro getankt. Es kam zwar schon etwas zusammen, aber ich werde mindestens 3.000 Kilometer unterwegs sein. Wenn ich wenigstens die Tankkosten decken kann, damit ich von dort auch wieder wegkomme, wäre ich schon glücklich. Maut – etwas, was ich auch nicht von Anfang an bedacht habe. Es gibt entsetzlich viele Mautstellen. Das Auto musste jetzt in Deutschland repariert werden, das haben wir von unserem Reisekonto genommen. Aber auch diese Quelle ist leider nicht unerschöpflich.

Deswegen hilft es den Leuten dort vor Ort, etwas zukommen zu lassen. Sei es für den Tank oder zur Verpflegung oder damit man vor Ort flexibel schauen kann, wo was gebraucht wird, um es dann dort einzukaufen. Denn die Versorgung in Polen, auch in Medyka und den umliegenden Städten, ist super und so gut wie alles zu bekommen. Es gibt viele Lebensmittelläden, Baumärkte und einen Jysk, um Decken zu kaufen.

Was ich mir noch vorgenommen habe: Aufgrund der Sanktionen bleiben ja auch die ganzen Trucker aus Russland, Belarus und der Ukraine liegen. Und die können ja für das alles nichts. Das sind wahrscheinlich die Leute, die noch am meisten durch die Medien hier vor Ort mitbekommen. Ich werde schauen, dass man sie unterwegs finanziell unterstützen kann, dass sie zur nächsten Tankstelle kommen oder mal zuhause anrufen oder was essen können. Lunchpakete sind auch nett.

Wie kann man dich jetzt am besten unterstützen?

Wenn man uns direkt unterstützen möchte, findet man unter diesem Link unseren Linktree. Neben Paypal findet man dort auch Informationen und Druckvorlagen für Schilder, die man sich ins Auto legen kann. Zum Beispiel auf Ukrainisch „Ich fahre zur Grenze – kostenlos“. Das ist sehr hilfreich, wenn man sich das im Auto hinter die Scheibe legt. Denn Englisch ist keine populäre Sprache in der Ukraine. Deutsch sowieso nicht. Man kommt mit Übersetzungs-Apps gut voran, aber es ist wirklich sehr hilfreich, wenn im Auto einfach direkt klar ist: Ich fahre da und da hin, kostenlos.

Die Reise von Maik Schultz aus Bergen auf Rügen in die Ukraine, was mit den Spenden passiert und wie man sich am besten vorbereitet, könnt ihr auf Instagram verfolgen.

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Redakteurin bei KATAPULT MV.

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