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Militär

Wie das ostdeutsche Militär zur Bundeswehr wurde

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Als Nationale Volksarmee – abgekürzt NVA–  wurden die militärischen Streitkräfte der DDR bezeichnet. Die NVA bestand offiziell von 1956 bis 1989 und war Teil des „Warschauer Pakts“. Das Militärbündnis bestand zwischen Albanien, Bulgarien, der DDR, Polen, Rumänien, der Sowjetunion, der Tschechoslowakei sowie Ungarn und entstand unter anderem aufgrund der Wiederbewaffnung der BRD. Ziel des Warschauer Pakts war es, ein militärisches Bündnis für den gegenseitigen Beistand zu schaffen.

Im Jahr 1989 war die NVA mehr als 170.000 Soldaten stark. Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurde die Nationale Volksarmee aufgelöst. Etwa 90.000 NVA-Soldaten wurden vorläufig in die – vormals feindliche – Bundeswehr aufgenommen. Ehemalige NVA-Generäle, Admiräle und Angehörige der Staatssicherheit gehörten nicht dazu.

Sämtliche NVA-Liegenschaften gingen, inklusive Ausstattung und Kriegsgerätschaften, an die Bundeswehr. Davon wurden rund 70 Prozent anschließend an Länder und Kommunen veräußert. Insgesamt 35 NVA-Standorte wurden auf dem Gebiet der ehemaligen DDR vollständig geschlossen – so auch in MV. 

Dennoch wurden einige NVA-Standorte in Mecklenburg-Vorpommern – darunter die Marinestützpunkte in Rostock und Parow – durch die Bundeswehr übernommen und werden bis heute genutzt.

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Geboren in Vorpommern, aufgewachsen in Mecklenburg. Einziger KATAPULT-Redakteur mit Traktorführerschein UND Fischereierlaubnis.

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