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Windsurfen

Island Games starten am Wochenende auf Rügen

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Viel Wind, aber keine großen Wellen. Typische Boddensituation. Das Gewässer ist flach. Zweihundert Meter weiter draußen reicht es gerade bis zum Knie. Ungeeignet für den Badespaß und richtig brauchbar zum Windsurfen.

Rund um Rügen befinden sich Reviere, die zu den besten Deutschlands gehören. Weite Buchten und tolle Wellen gibt es an der Ostseeküste, während die Bodden hervorragende Bedingungen sowohl für Anfänger als auch für Profis bieten.

„Rügen hat richtig viele Spots, die alle sehr gut für die Disziplinen Freestyle und Wave geeignet sind“, erklärt Philipp Grzybowski. Der 29-Jährige stammt aus der Nähe von Bremen. Seit dem Grundschulalter surft er mit Leidenschaft und ist für das Masterstudium, aber auch wegen der guten Surfbedingungen nach Stralsund gekommen.

Am Wochenende Auftakt zur Rügenmeisterschaft 2022

Gemeinsam mit Markus Marsand und Florian Scholz hat er die „Island Games Rügen“ ins Leben gerufen, einen Windsurfwettbewerb, der sich vor allem an Amateursurfer richtet. An diesem Wochenende findet der erste Wettkampf im Freestyle statt.

Es sei ein Probelauf, meint Grzybowski, der regelmäßig entlang der verwinkelten Küstenlinie und in den verschiedenen Revieren Rügens surft. „Man surft hier immer so rum, aber man hat keine Möglichkeit, Contests zu fahren“, stellt er fest. Gerade auf der Amateurebene gebe es im Windsurfen in Deutschland keine Wettkämpfe in den Bereichen Freestyle, also Tricks vorführen, und Wave, also auf der Welle surfen. Das wollen Grzybowski, Marsand und Scholz ändern.

Auf Ummanz findet am 6. November der erste Wettkampftag statt. An der Surfstation Ummaii geht es mit Blick auf Hiddensee aufs Wasser. „Wie früh wir anfangen“, sagt Grzybowski, „hängt ein bisschen mit der Windvorhersage zusammen. Theoretisch starten wir mit Sonnenaufgang und fahren bis zum Sonnenuntergang.“ Etwa zwölf Teilnehmer haben sich bisher angemeldet. Gefahren wird im Modus „double elimination“ in einer Qualifikations- und einer Platzierungsrunde. Der Wind soll mit 17 Knoten aus Südwest kommen. Beste Voraussetzungen.

Amateurwettbewerb für alle

Der gemeinsame Spaß stehe im Vordergrund, erklärt Grzybowski. Wettkampferfahrung und ein großes Repertoire sind für eine erfolgreiche Teilnahme nicht notwendig. Auch wer nur ein oder zwei Tricks beherrscht, kann beim Freestyle-Wettbewerb mitfahren.

Grzybowski, Marsand und Scholz wollen 2022 richtig durchstarten. Eine feste Rügenmeisterschaft mit jeweils zwei Wettbewerben in den Windsurfdisziplinen Freestyle und Wave ist ihr Ziel. „Solange die Bodden eisfrei sind, gehen wir aufs Wasser“, lacht Grzybowski mit Blick auf den kommenden Winter. Für die Wettkämpfe plane er jedoch mit der Surfsaison von März bis Oktober, wenn die Temperaturen zweistellig sind.

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