So viel machen Kreuzfahrt-Reedereien für Klima- und Umweltschutz. Tabellarische Übersicht über das Nabu-Kreuzfahrtranking 2026 nach folgenden Kriterien: Klimaziel, Klima-Intensität pro Passagier:in, EU Klima-Emissionstrend, Stopp von Schweröl, Luftreinhaltung, Klima- und Effizienzmaßnahmen, Landstrom, Neu- und Umbauten. Ranking der untersuchten Kreuzfahrt-Reedereien: 1. Havila, 2. Hurtigruten, 3. Ponant, 4. Mein Schiff, 5. Aida Cruises, 6. HX Expeditions, 7. MSC Cruises, 8. Hapag-Lloyd Cruises, 9. Carnival, 10. Royal Carribbean, 11. Norwegian Cruise Line, 12. Marella.
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Aida Cruises belegt Platz 5 von 12 beim Nabu-Kreuzfahrt-Ranking

Die nachhaltigste Kreuzfahrt ist die, die nicht stattfindet. Doch wie bemühen sich Reedereien um Umwelt- und Klimaschutz? Das untersucht der Naturschutzbund jährlich in seinem Kreuzfahrt-Ranking. Dieses Jahr mit Fokus auf deutsche Kreuzfahrt-Reedereien, wie Aida Cruises mit Sitz in Rostock.
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Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat sein alljährliches Kreuzfahrt-Ranking veröffentlicht.1 Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf deutschen Kreuzfahrt-Reedereien. Die Rostocker Reederei Aida Cruises belegt dabei den fünften Platz von den zwölf untersuchten Reedereien. Sehr gut schneidet das Unternehmen bei der Ausstattung der Flotte mit Landstrom ab. Besonders schlecht hingegen bei der Nutzung von Schweröl sowie Neu- und Umbauten.

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Der Nabu sieht insgesamt Fortschritte bei der Nutzung von Landstrom und Energieeffizienz durch Neubauten und Nachrüstungen. Herausforderungen bleiben für den Nabu der Ausstieg aus fossilen Kraftstoffen wie Schweröl und LNG. Dabei seien klimafreundliche Alternativen – wie ein vollelektrisches Kreuzfahrtschiff – möglich.2

Kriterien für Klima- und Umweltschutz

Um die Bemühungen um Klima- und Umweltschutz der Reedereien zu bewerten, hat der Nabu acht Kriterien mit verschiedenen Schwerpunkten untersucht:

  • Klimaziel: Alle Reedereien haben als Ziel die Netto-Null für 2050 ausgegeben.
  • Klima-Intensität: Das Ausmaß an Klimabelastung durch Treibhausgas-Emissionen pro Passagier:in und gefahrenem Kilometer variieren je nach Reederei sehr stark.
  • EU Klima-Emissionstrend: Durch das Monitoring des europäischen Emissionshandels können die Treibhausgasemissionen aller Reedereien innerhalb der EU über die letzten Jahre abgeschätzt werden.
  • Stopp von Schweröl: Das klima- und umweltschädliche Schweröl kann durch weniger schädlichen Marinediesel ersetzt werden. Ganz auf Schweröl verzichten vier der untersuchten Reedereien. 
  • Luftreinhaltung: Stickoxid- und Rußemissionen verschlechtern die Luftqualität und gefährden die Gesundheit von Menschen. Die Hälfte der Reedereien reduzieren ihren Stickoxidausstoß entweder durch Abgasnachbehandlungssysteme oder die Nutzung sauberer Kraftstoffe. Außerdem verstärkt Ruß die Erderwärmung. Doch Rußpartikelfilter finden sich auf keinem der Schiffe.
  • Klima- und Effizienzmaßnahmen: Verschiedene Maßnahmen können zur Effizienzsteigerung beitragen, wie zum Beispiel ein verbessertes Energiemanagement an Bord, Routenoptimierungen, reduzierte Geschwindigkeit, Anpassungen von Rumpfform und Propeller, die Nutzung von Windenergie oder der Einsatz von Batterien und Brennstoffzellen.
  • Landstrom: Im Hafen kann der Energiebedarf von Kreuzfahrtschiffen vollständig durch Strom statt von laufenden Motoren gedeckt werden, solange Schiff und Hafen dementsprechend ausgerüstet sind. Bei einigen Reedereien sind bereits alle Schiffe landstromfähig, bei anderen nur einzelne. Doch wie oft die Schiffe den Landstrom tatsächlich nutzen, bleibt beim Ranking unberücksichtigt.
  • Neu- und Umbauten: Durch Neubauten und technische Nachrüstungen können Klimaemissionen gesenkt werden.

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Die Reedereien Phoenix Reisen, Viking Ocean Cruises und Nicko Cruises haben die Fragen nicht beantwortet und sind nicht Teil des Rankings. 

  1. Nabu (Hg.): Nabu-Kreuzfahrtranking, auf: nabu.de. ↩︎
  2. NDR (Hg.): Meyer Werft stellt Konzept für E-Kreuzfahrtschiff vor, auf: ndr.de (10.4.2026). ↩︎

Autor:in

  • Bild von KATAPULT MV Redakeurin Victoria Flägel

    Rostock-Redakteurin

    überregionale Lokaljournalistin, geschichtengetriebene Datenjournalistin und kinderlose Katzenlady

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