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Blutspendemöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern

Alltagshelden gesucht: DRK und Krankenhäuser rufen zur Blutspende auf

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Der Vorrat an Blutkonserven im Land wird immer knapper. Das mahnten am Montag die Blutspendedienste und Krankenhäuser in MeckVorp zum Weltblutspendetag an.

In Rostock haben am Montag 42 Menschen eine Blutspende abgegeben. Der örtliche Bedarf ist aber weiterhin hoch, denn die regelmäßigen Vollblutspenden seien seit Jahresbeginn rückläufig. Ebenso an der Unimedizin Greifswald. Dort werden regelmäßige Spender aktiv angerufen und zur Spende gebeten, um den täglichen Bedarf decken zu können. Der reiche aktuell in Greifswald nicht aus, um vorausplanen zu können. Operationen müssten verschoben werden, damit die Notfallversorgung aufrechterhalten werden kann.

Potenzielle Spender mögen am besten schon in den nächsten Tagen zur Blutspende kommen, so die Greifswalder Unimedizin auf ihrer Homepage. Einige Patienten in Greifswald könnten schon jetzt nicht mehr indikationsgerecht mit Blut versorgt werden.

Wir haben gerade ganz große Probleme, wir brauchen dringend Blut.
Silke Hufen, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Mecklenburg-Vorpommern

Versorgungsengpässe nicht nur in MV

Blutknappheit ist nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern ein Problem. Ab 10.000 Blutkonserven im Bestand herrsche laut DRK Alarmstimmung. Aktuell seien im DRK-Verbund von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen noch weniger als 7.000 Konserven vorrätig. Täglich benötige man bundesweit jedoch bis zu 15.000 Blutspenden, um eine kontinuierliche Versorgung aller Patienten, von chronisch Kranken bis Verletzten, mit Blutpräparaten sicherzustellen.

Ein weiteres Problem: Jedes Jahr scheiden deutschlandweit etwa 100.000 aktive Spender aus – durch das Erreichen der Altersgrenze von 68 Jahren oder durch Krankheit. Regelmäßige Spenden sind jedoch wichtig, denn das aufbereitete Blut hält sich gekühlt nur 42 Tage. Innerhalb von zwölf Monaten können Frauen viermal, Männer bis zu sechsmal Blutspenden. Dabei hilft eine Blutspende nicht nur bis zu drei Schwerverletzten oder Kranken, auch die Spender:innen können so regelmäßig ihr Blut untersuchen und damit frühzeitig Krankheiten erkennen lassen.

Nach einer Impfung gegen Covid-19 kann bereits am nächsten Tag wieder Blut gespendet werden. Um die Versorgung vor dem Hintergrund weiterer Lockerungen und den anstehenden Sommerferien mit dem damit verbundenen Spendenrückgang weiterhin zu gewährleisten, bitten die Blutspendedienste im Land um schnellstmögliche Spendenbereitschaft.

Alle Termine und Anmeldung unter: www.blutspendemv.de und www.blutspenden.de/blutspendedienste

Weiterlesen: Diskriminierung bei der Blutspende Jeder Tropfen zählt“, auf: katapult-magazin.de

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