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Fehlplanungen in Rostock

Bundesgarten-Ciao?

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Sie soll mehr werden als eine Blumenschau: Fast 150 Millionen Euro von Stadt, Land und Bund möchte Rostock in den Städtebau rund um die Unterwarnow in den Stadtteilen Stadtmitte, Dierkow und Gehlsdorf investieren, um die Bundesgartenschau 2025 auszurichten. Zu den Schlüsselprojekten gehören eine Brücke über die Warnow, ein Stadtpark in Dierkow und ein neues Wohnviertel am Ostufer der Warnow.

Nach jahrelangem Diskutieren, Verschieben und Verwerfen von Vorschlägen könnte die Bundesgartenschau in Rostock nun jedoch ganz abgesagt werden: Weder Zeit- noch Kostenplan könnten eingehalten werden. Auch eine Verschiebung der Schau, wie von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) vorgeschlagen, ist laut der Bundesgartenschau-Gesellschaft nicht möglich. Für die Internationale Gartenausstellung im Ruhrgebiet zwei Jahre später rollen die Bagger bereits.

Vorbild Schwerin

Den Zuschlag zur Gartenschau bekam Rostock 2018, nachdem Schwerin und Wuppertal ihre Bewerbungen zurückgezogen hatten. 2009 richtete die Landeshauptstadt die Blumenschau aus. Insgesamt wurden damals 43 Millionen Euro investiert, am Ende blieb eine Gewinnsumme von drei Millionen Euro.

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Fußnoten

  1. Meyer, Andreas: Kosten explodieren, Zeitpläne wackeln: Verschiebt Rostock die Buga 2025?, auf: ostsee-zeitung.de (29.3.2022) / NDR (Hg.): Muss Rostock die BUGA verschieben?, auf: ndr.de (29.3.2022).
  2. Volgmann, Thomas: Der Rostocker Traum von einer Buga wie einst in Schwerin, auf: svz.de (3.3.2020).

Autor:innen

ist Redakteurin in Rostock.

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