Zum Inhalt springen

Jüdische Kultur

Erstes Greifswalder Chanukka-Festival

Von

Artikel teilen

Es war das erste Mal, dass im Greifswalder Rathaus zum Chanukka-Fest, dem jüdischen Lichterfest, Kerzen angezündet wurden. Unter Anwesenheit des Greifswalder Oberbürgermeisters Stefan Fassbinder (Grüne) und des Bischofs der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern, Tilmann Jeremias, entzündete Landesrabbiner Yuriy Kadnykov die Kerzen am achtarmigen Chanukka-Leuchter. Es sei ein sehr emotionaler und zugleich erfolgreicher Auftakt des Festivals gewesen, sagte Organisatorin Aleksandra Brandt von der Partnerschaft für Demokratie gegenüber KATAPULT MV.

Landesrabbiner Yuriy Kadnykov beim Entzünden der Kerzen (Foto: A. Brandt)

Stadtführung entlang der Greifswalder Stolpersteine

Obwohl das Programm gestern unter den 2Gplus-Auflagen stattfand, waren einige Interessierte vor Ort. Dass so viele Leute gekommen seien, zeige, dass viele der Geschichte offen denn skeptisch gegenüberstünden, so Brandt.

Im Anschluss an die Entzündung der Kerzen im Rathaus fand noch eine Stadtführung entlang der Greifswalder Stolpersteine statt. Am jeweiligen Ort wurden unter anderem persönliche Gegenstände der ehemaligen Hausbewohner:innen gezeigt.

Insgesamt finden im Rahmen des Chanukka-Festivals in Greifswald drei Veranstaltungen statt. Nach Kerzenentzünden und Stadtführung gestern sind für Freitag noch ein Puppentheater und ein Workshop geplant. Aufgrund der aktuellen Coronalage fällt das Festival insgesamt jedoch kleiner aus als ursprünglich geplant. Es sei aber ein absoluter Gewinn, dass überhaupt Veranstaltungen stattfänden und es öffentliches Interesse gebe, resümiert Brandt.

MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Schon 5.506 Abonnent:innen

195,2 %

🎉 Ziel I:

19.000 Euro

Ziel II: 57.000 Euro

(11.400 Original-Abos)

Autor:innen

Redakteurin bei KATAPULT MV.

Neueste Artikel

Streckenvergleich in Meck-Vorp

Der öffentliche Nahverkehr in Meck-Vorp ist eine weiträumige Leidensgeschichte. Wer sich über ungenügende Abfahrten ärgert, kennt immerhin Abfahrtszeiten. Nicht überall fahren Busse oder Bahnen. Dabei sollte der ÖPNV das Rückgrat der Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern sein. Doch die mobile Lebenswirklichkeit vieler Menschen im Land ist eine andere. Unzureichende Taktung und Verzahnung der Verkehrsmittel sind alltäglich. KATAPULT MV wagt den Vergleich auf drei ausgewählten Strecken.

Sieg für Gernert-Scharmacher und Barber

Jennifer Gernert-Scharmacher (rechts) und Nele Barber (links) gewinnen den Beach Cup in Binz. Sie haben sich im Finale gegen Madleen Piest und Kathleen Weiß durchgesetzt.

Grüner OB von Greifswald gewinnt erneut

In den neuen Bundesländern gibt es nur einen Bürgermeister von den Grünen. Und das bleibt nun auch so.