Zum Inhalt springen

Fußball

Greifswalder FC II siegt gegen VfL Bergen

Von

Artikel teilen

Das ursprüngliche Auswärtsspiel wurde aufgrund von Unbespielbarkeit der Heimspielstätte der Bergener kurzerhand in die Nachbarschaft der Hansestadt verlegt.

 19 Uhr. Anpfiff. Greifswald macht Druck und will direkt vorlegen. In der 6. Minute stürmt Niclas Gleisner alleine auf den Gästetorhüter zu und netzt unhaltbar ein. Nur zehn Minuten später können die Gäste jedoch ausgleichen. GFC-Coach Mihajlovic ist nicht sonderlich erfreut, staucht seine Mannen zusammen. In der Folge entwickelt sich das Spiel zu einem Duell zwischen den Strafräumen, in dem sich der GFC die eine oder andere Chance erspielen, aber nicht zählbar verwerten kann. Kurz vor der Halbzeit erhöht dann erneut Gleisner auf 2:1 (41.) und mit dem Pausenpfiff nimmt Philipp Sundt Fahrt auf und erzielt die 3:1-Führung (45.+1).

So gut die erste Hälfte aus Sicht des GFC geendet hat, so schlecht beginnt die zweite. Die Hausherren wechseln die halbe Mannschaft aus – in Testspielen nichts Ungewöhnliches – und ehe sich die Neuen aufeinander abstimmen können, klingelt es auch schon im eigenen Kasten. Nach einem fatalen Patzer von Torhüter Carl Claas verkürzen die Gäste von der Insel auf 3:2. Kurze Zeit später muss Claas auch noch verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Doppeltes Pech für den Greifswalder Schlussmann. Für ihn kommt Philipp Sundt in der 54. Minute zurück aufs Feld. Bergen nutzt die Unerfahrenheit des neuen Schlussmanns gnadenlos aus – 3:3-Ausgleich in der 57. Minute.

Die Verunsicherung beim GFC ist deutlich spürbar, doch nur acht Minuten später sorgt Maik Müller für etwas Entspannung und die 4:3-Führung. Anschließend erspielen sich beide Teams zahlreiche Chancen auf dem etwas zu kurz geratenen Geläuf (Zitat der Schiedsrichter vor dem Spiel: „Spielen wir heute Kleinfeld?“). In der 81. Minute dann die Entscheidung: Wieder ist es Maik Müller, der nach einem Zuckerpass von Domenike Meyer zum 5:3-Endstand einnetzen kann.

Viele Tore, aber auch viele Baustellen für Coach Peter Mihajlovic. Es gilt einiges aufzuarbeiten. Nächste Woche geht’s nach Wolgast. Wieder um 19 Uhr. Wieder mit Sonnenuntergangsstimmung. Und vielleicht auch wieder mit vielen Toren.

MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Schon 5.442 Abonnent:innen

192,7 %

🎉 Ziel I:

19.000 Euro

Ziel II: 57.000 Euro

(11.400 Original-Abos)

Autor:innen

Neueste Artikel

Forstrock-Festival zum 15. Mal in Jamel

Am 12. und 13. August heißt es wieder „Jamel rockt den Förster“. In diesem Jahr soll das Festival sogar etwas größer werden als bisher. Erstmals dürfen die Initiator:innen Birgit und Horst Lohmeyer in ihrem weitläufigen Garten bis zu 3.500 Gäste empfangen. Und auch eine zweite Bühne für lokale Acts wird es geben. KATAPULT MV hat mit Birgit Lohmeyer über das Festival und die Situation im Dorf gesprochen.

Wem gehört Jamel?

Heute ist der Ort Jamel bei Wismar überregional als „Nazidorf“ bekannt. Das kommt nicht von ungefähr. In mindestens sechs der zehn Häuser leben Neonazis. Die Immobilien wurden seit den frühen 2000er-Jahren von Szeneangehörigen offenbar gezielt aufgekauft.

Spirit Captain Johann

Johann van der Linden spielt im Greifswalder Verein „Griffins Lehre“ Ultimate Frisbee. Gerade nimmt er mit der deutschen U17 an der Europameisterschaft in Breslau teil.