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Naturschutz

Hitzewelle in MV: So werden Waldbrände verhindert

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In den letzten beiden Jahren gab es deutlich mehr Waldbrände als zuvor. Geringe Luftfeuchtigkeit, hohe Temperaturen und ein Funken, der den Wald zum Brennen bringt – mehr braucht es nicht. Derzeit ist die Lage erneut kritisch.

Wer bringt eigentlich den Funken in den Wald? Die häufigsten bekannten Gründe sind Fahrlässigkeit (23,3 %), Brandstiftung (16 %) und natürliche Ursachen (6,1 %). Bei 44,1 % aller Brände ist die Ursache unklar.

In den meisten Fällen wird der Wald also höchstwahrscheinlich vom Menschen entzündet. Weggeworfene Zigarettenkippen (auch aus dem Auto heraus), Lagerfeuer, aber wohl auch heiße Abgase von Fahrzeugen können einen Wald entzünden. In fünf Landforstgebieten von MV ist bereits die höchste Waldbrandstufe vier ausgerufen, in den anderen vier Gebieten Stufe drei.

Was machen?
1. kein Lagerfeuer im Wald
2. im Wald nicht rauchen
3. keine Zigarettenstummel aus dem Auto werfen
4. bei Entdeckung eines Brandes die Feuerwehr rufen

Mittelfristig müssen die Wälder in MV insgesamt umstrukturiert werden. Ihre derzeitige Beschaffenheit ist an vielen Orten nicht in der Lage, die Erwärmung durch den Klimawandel zu verkraften. Aus den vielen Monokulturen müssen dringend Mischwälder gemacht werden. Denn reine Nadelwälder sind deutlich häufiger von Bränden betroffen - auch in MeckVorp.

Für den Nadelwald ist der Brand sogar etwas Normales. Er dient zur Verjüngung des Bestandes. Nadelhölzer speichern deutlich weniger Wasser als Laubwälder. Zudem brennen die Harze und Nadeln der Nadelhölzer besonders gut.

Das Problem: Kiefern, Fichten und Douglasien werden in bewirtschafteten Wäldern zu früh gefällt. Gleichaltrige, gleich hohe Bäume begünstigen Waldbrände. Besonders gefährdete Monokulturen gibt es in Südwestmecklenburg, aber auch auf Usedom, Rügen und südlich des Stettiner Haffs. Diese Wälder müssen dringend zu Mischwäldern umstrukturiert werden, sonst werden Großbrände wie in Lübtheen 2019 häufiger vorkommen.

Was machen?
5. Mischwälder anlegen!

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Autor:innen

Ist einsprachig in Wusterhusen bei Lubmin in der Nähe von Spandowerhagen aufgewachsen, studierte Politikwissenschaft und gründete 2021 KATAPULT MV.

Veröffentlichungen:
Die Redaktion (Roman)
Fredrich rastet aus

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