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Assistenzhunde

„Ich hätte lieber einen normalen Hund und wäre dafür nicht krank“

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Lesedauer: ca. 14 Minuten

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KATAPULT MV: Kannst du dich kurz vorstellen?
Marie: Mein Name ist Marie. Ich wurde in Rostock geboren, bin aber mit 14 Jahren nach Berlin gezogen. Dort habe ich Kindheits- und Theaterpädagogik studiert und gearbeitet. In Berlin habe ich meinen Mann geheiratet, der ebenfalls Wurzeln hier oben hat. Wir hatten Lust, wieder in der Nähe der Ostsee zu leben, und sind dann vor etwa anderthalb Jahren nach Rostock gezogen. Mittlerweile arbeite ich als Dozentin für Lehrer:innen, bilde sie fort und aus.


Warum lebst du mit einem Assistenzhund zusammen?
Ich bin eine von den Menschen, die eine unsichtbare Schwerbehinderung haben. Man sieht mir also nicht an, dass ich beeinträchtigt bin. Bei meiner Diagnose war ich 25 Jahre alt. Für viele ist das die fitteste Zeit ihres Lebens. Mein ganzer Körper funktionierte plötzlich nicht mehr wie zuvor und ich musste alle Bereiche meines Lebens verändern. Ich musste meinen Beruf aufgeben und für alle Vorgänge im Alltag herausfinden, wie ich sie ohne die gewohnten Fähigkeiten bewältigen kann.
Milla hilft mir in verschiedenen Situationen. Zum Beispiel bekomme ich Anfälle, die Milla anzeigt, bevor sie passieren, sodass ich rechtzeitig ein Medikament nehmen kann. Sie holt mir meine Medikamente, wenn meine Muskeln nicht gut funktionieren. Manchmal kann ich nicht gut atmen, auch dann hilft sie mir. So kann ich mit Milla an meiner Seite sicher das Haus verlassen, arbeiten gehen, einkaufen und selbstbestimmt und unabhängig unterwegs sein.

Assistenzhunde tragen – so wie Milla hier – während der Arbeit meist spezielle Geschirre. In solchen Situationen sollten die Hunde auf keinen Fall angesprochen, gestreichelt oder abgelenkt werden. 

Wie erkennt Milla solche Anfälle?
Es gibt verschiedene Körpersignale, die ich nicht wahrnehmen oder messen kann. Hunde können beispielsweise riechen, wenn sich Stoffe im Schweiß ändern, hören, wenn sich die Atmung ändert, oder spüren, wenn Muskeln verkrampfen. Das zeigt Milla mir an. Sie weckt mich auch nachts. Wenn ich zu flach atme, legt sie sich auf meinen Brustkorb, sodass ich wieder in die Tiefenatmung und zu mir kommen kann.


Wie verhält sich Milla, wenn sie merkt, dass sich ein Anfall anbahnt?
Sie stupst mich an. Dann weiß ich, ich muss etwas nehmen. Oder sie springt mich an. Das heißt, meine Atmung verschlechtert sich. Ich setze mich dann auf den Boden und Milla legt sich auf meinen Schoß, bis sich meine Atmung stabilisiert und mein Nervensystem sich durch den Druck beruhigt. Wenn ich dann denke, dass es wieder geht, Milla aber nicht aufsteht, weiß ich, dass ich noch sitzen bleiben muss. Wenn sie von alleine geht, kann ich sicher sein, dass ich wieder aufstehen kann. Manchmal bringt sie mir auch direkt meine Medikamententasche.


Wie fühlte es sich am Anfang an, dass Milla dir einen Schritt voraus war?
Das war sie am Anfang gar nicht. Sie hat zwar von allein meine Symptome wahrgenommen und reagiert, aber ich musste ihr Verhalten bestärken. Ich habe sie also für ihre Reaktion belohnt. Das hat Milla im Laufe des Trainings generalisiert, also von selbst immer früher reagiert. Sie hat gelernt, die Veränderungen zu erkennen, die noch vor Symptomen auftreten. Meiner Erfahrung nach liegt mittlerweile ungefähr eine halbe Stunde zwischen Millas ersten Signalen und einem Anfall. Was sich genau verändert, weiß ich selbst aber gar nicht.


Wie hast du Milla gefunden?
Als ich ursprünglich versucht habe, einen Assistenzhund zu bekommen, habe ich festgestellt, dass ich etwa 25.000 Euro für ein ausgebildetes Tier bezahlen müsste. Die hatte ich nicht. Ich habe dann gemeinsam mit einem Verein probiert, das Geld über Spenden zu organisieren. Das lief aber nicht gut.
Mein Mann hat dann vorgeschlagen, dass wir uns einfach einen normalen Hund besorgen. Weil ich mich aber schon so sehr mit dem Thema beschäftigt hatte und wusste, welche Eigenschaften ein Assistenzhund mitbringen muss, hatte ich bei der Suche einen anderen Blick. Unsere Idee war, dass unser zukünftiger Hund kein ausgebildeter Assistenzhund sein muss, es aber schön wäre, wenn wir ein paar Sachen ausprobieren könnten.
Wir haben dann nach Hunden gesucht, die ihrer Charakterbeschreibung nach passen könnten. Milla fanden wir dann über den Tierschutzverein Hundehilfe Spanien und waren sehr schnell verliebt. Damals war sie etwa anderthalb Jahre alt, mittlerweile ist Milla fünf.
Nachdem sie von Spanien nach Deutschland gekommen war, haben wir sie bei ihrer Pflegestelle kennengelernt. Ich habe dann ein paar Tests gemacht und versucht, zum Beispiel ihr Energielevel oder ihren will to please einzuschätzen. Und es hat gepasst. Wie sehr es passt, ist mir aber erst klar geworden, nachdem mich eine befreundete Hundetrainerin darauf hingewiesen hat. Sie hat mich und Milla während eines Anfalls erlebt und fand, dass Millas Reaktion darauf besonders war und wir uns für eine Selbstausbildung zum Assistenzhund eignen würden.


Wie bist du dann vorgegangen?
In den ersten drei Wochen nachdem Milla zu uns kam, hatte ich frei und habe mich nur mit Millas Training beschäftigt. Ich habe extrem darauf geachtet, wie Milla Situationen oder Dingen zum ersten Mal begegnet, damit sie von Anfang an lernt, wie sie sich verhalten soll. Davor hatte ich etliche Youtube-Videos geschaut, Bücher gelesen und Trainingspläne erstellt. Damals habe ich mich vor allem auf drei Quellen verlassen: das Buch zum Hundeführerschein des BHV, des Berufsverbands der Hundeerzieher:innen und Verhaltensberater:innen – ein toller Überblick über alle wichtigen Themen und Mythen beim Hundetraining, das Buch Doggie Language, das mithilfe von Illustrationen die Körpersprache von Hunden beschreibt, und die Videos dee US-amerikanischen Hundetrainer:innen Zak George und Emily Larlham. Bis wir die entsprechenden Prüfungen ablegen konnten, haben wir aber etwa zwei Jahre trainiert.


Was für Prüfungen habt ihr ablegen müssen?
Zuerst haben wir eine Eignungsprüfung gemacht, in der Expert:innen herausfinden, ob sich der Hund und der dazugehörige Mensch für eine entsprechende Ausbildung eignen.

Die individuellen Hilfeleistungen von Milla mussten wir erst entwickeln und haben glücklicherweise die wunderbare Hundetrainerin Vivien Grätsch gefunden, die uns dabei unterstützt hat. Sie hat uns besucht, im Alltag begleitet und beobachtet. Ihre Einschätzung war, dass Milla kaum geeigneter für eine Assistenzhundeausbildung sein könnte. Daraufhin haben wir gemeinsam damit begonnen, auf die Prüfung hinzutrainieren.
Dann absolviert man noch eine Zulassungsprüfung, eine Art Generalprobe vor der eigentlichen Prüfung. Dafür musste ich ein ausführliches Gesundheitszeugnis über Milla einreichen und eine Tour durch unseren Alltag zusammenstellen: Wir waren im Baumarkt, im Supermarkt, auf einem Parkplatz, auf einem Spielplatz mit Kindern, wir sind Auto gefahren. Wir waren außerdem in einem Park mit anderen Hunden und anderen Tieren, sind Straßenbahn gefahren, haben ein Einkaufszentrum besucht, haben eine Arbeitssituation nachgestellt und waren zum Schluss noch zuhause. Milla musste außerdem ihre Hilfeleistungen in unterschiedlichen Situationen zeigen. Währenddessen wurde immer geschaut: Kann der Hund die verschiedenen Situationen entspannt meistern? Kann er seine Aufgaben zuverlässig erledigen – auch mit verschiedenen Ablenkungen? Geht es dem Hund während der gesamten Zeit gut? Belästigt er während der Arbeit andere Menschen?

Zusätzlich musste ich in der Schlussprüfung noch verschiedene Fragen zu Hundepsychologie und Training beantworten, um sicherzustellen, dass ich mich gut um Milla kümmern kann.


Ist die Selbstausbildung ein gängiges Verfahren?
Es gibt mehr Assistenzhunde, die von speziellen Hundetrainer:innen fremdausgebildet werden. Selbstausgebildete Hunde sind sehr selten, weil Halter:innen dafür die entsprechenden, zum Teil körperlichen, Ressourcen brauchen. Meine Einschränkung sieht so aus: Ich kann eigentlich alles machen, habe aber sehr viel weniger Kapazitäten. Damit konnte ich Milla ausbilden. Bin ich einen Tag unterwegs, zum Beispiel arbeiten, brauche ich danach einen Tag Regeneration. Wenn ich aber unterwegs bin, kann ich Milla auch trainieren.
Das Training ist übrigens auch für fremdausgebildete Hunde nie vorbei. Das geht eigentlich immer weiter und jeder Spaziergang ist im Grunde Training. Auch seit der Prüfung habe ich mich weiter regelmäßig mit Hundetrainer:innen ausgetauscht.

Wie wird Milla versorgt, wenn du einen Erholungstag einlegst?
Dann springt mein Mann ein. Es gibt auch eine Gruppe von Leuten, die helfen: Nachbarn, Kolleg:innen, Freunde von Milla. Einen Spaziergang pro Tag bekomme ich aber eigentlich immer hin. Zur Not gehen wir runter in den Innenhof und ich werfe Bälle mit einer Wurfhilfe, damit Milla rennen kann.


Wie sieht eigentlich die Wohnungssuche mit einem Assistenzhund aus?
Das ist eigentlich wie bei allen anderen Zugangsbeschränkungen. Formal haben wir das Recht, überall zu sein, wo normale Hunde nicht hindürfen. Ich bin ja gesundheitlich auf Milla angewiesen, deswegen darf uns niemand ihretwegen den Zugang verweigern, das wäre ein Verstoß gegen Gesetze. Das ist zum Beispiel festgehalten im Antidiskriminierungsgesetz, im Gleichbehandlungsgesetz und seit Juli 2021 ausdrücklich im Teilhabestärkungsgesetz. Das formuliert unsere Zugangsrechte noch mal explizit. Trotzdem muss ich Leuten regelmäßig erklären, dass ich ein Recht darauf habe, auch mit tierischer Begleitung dort zu sein.

Musst du dich dann auch ausweisen?
Ich habe einen Schwerbehindertenausweis und eine Karte, auf der Millas Ausbildung nachgewiesen ist. Wir dürfen damit in den Supermarkt, in Arztpraxen oder auch ins Krankenhaus. Wobei Krankenhäuser auch oft streiten, weil sie die Formulierung im Teilhabestärkungsgesetz anders auslegen. Solange es die Rechtsverordnung zum Teilhabestärkungsgesetz noch nicht gibt, die den Zugang ausdrücklich zusichert, wird es auch Assistenzhundteams geben, die nicht in Krankenhäuser gelassen werden. Das muss man sich vorstellen: Man ist auf den Hund angewiesen, befindet sich noch dazu in einer medizinischen Notfallsituation und darf sein medizinisches Hilfsmittel nicht mit in die Notaufnahme nehmen. Da kann sich dann schnell die nächste Notfallsituation anschließen, weil eben kein Hund dabei ist, der zum Beispiel einen möglichen Anfall anzeigen kann.
Wir haben mittlerweile Glück. Das war nicht immer so, aber hier in der Südstadt-Klinik, wo wir häufig zur Kontrolle sind, ist man sehr gut informiert und heißt uns immer willkommen.


Wobei doch im Teilhabestärkungsgesetz steht, dass Assistenzhunde zu allen Bereichen Zutritt haben, in die man mit normaler Straßenkleidung darf?
Richtig. Viele kommen als Erstes auf das Hygieneargument. Es gibt aber entsprechende Studien, auf die sich auch das Gesetz bezieht. Zum Beispiel vom Robert-Koch-Institut. Die zeigt eindeutig: Ein gepflegter Hund trägt nicht mehr Keime an sich als stinknormale Straßenkleidung. Wird einem Assistenzhund der Zugang zu solchen Bereichen verwehrt, ist das ein Fall von Behindertendiskriminierung. Trotzdem wird mir zum Beispiel beim Zahnarzt gesagt: Gern ins Wartezimmer, aber nicht mit zur Behandlung.


Und wie sieht so ein Zahnarztbesuch dann bei dir aus?
Ich habe lange nach einer Zahnärztin gesucht und musste ein paar Ärzte abklappern. Meine jetzige Ärztin hat sich alles von mir erklären lassen und war sehr offen. Wenn ich mit Milla unterwegs bin, habe ich immer eine kleine Decke dabei. Die lege ich dann auch im Behandlungszimmer aus und Milla wartet. Anschließend bekommt sie eine tolle Belohnung. Oft möchten sich die Zahnarzthelfer:innen zum Schluss noch von Milla verabschieden und sie streicheln.

Wie verhalten sich die Leute am besten, wenn sie auf Assistenzhunde treffen?
Während Assistenzhunde arbeiten, sollen sie bitte nicht abgelenkt werden. Das heißt: bitte nicht ansprechen, anstarren, anfassen oder fotografieren. Viele machen Geräusche, um die Aufmerksamkeit der Hunde zu bekommen. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen die Hunde ignorieren – auch wenn es spannend ist. Ich würde mir wünschen, dass den Leuten bewusst wird: Wenn ich den Hund ablenke, versetze ich die Begleitperson möglicherweise in eine gesundheitliche Risikosituation. Und das kann schlimm ausgehen. Natürlich sind die Hunde für solche Situationen trainiert, aber trotzdem erschwert es den Tieren ihre Arbeit, wenn sie den ganzen Tag angesprochen und abgelenkt werden.
Ich wünsche mir aber auch, dass Leute mit mir als Halter:in anders umgehen. Ich werde regelmäßig angesprochen und gefragt, warum ich eigentlich einen Hund brauche, weil man mir meine Beeinträchtigung nicht ansieht. Manchmal bekomme ich dann auch die Unterstellung zu hören, dass ich doch gar keine Hilfe bräuchte.
Oft werde ich auch von Neugierigen gefragt, was mir fehlt. Aber ich möchte nicht mit allen Fremden über meine Erkrankung sprechen. Grundsätzlich möchte ich nicht ständig über meine Krankheit reden. Wenn ich täglich nach meiner Krankheit gefragt werde, bin ich immer die Kranke. Dabei habe ich Milla, um wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können und wieder mehr Normalität zu erleben. Ich fühle mich oft wie eine Attraktion. Milla ist keine Attraktion, ich bin es auch nicht. Auch die Frage nach Millas Hilfeleistungen ist sehr persönlich, weil ich dann über meine Notlagen sprechen müsste.


Wie hat Milla dein Leben verbessert?
Jetzt wo ich weiß, dass Milla mein verlässliches Warn- und Hilfesystem ist, muss ich viel weniger Vorkehrungen treffen und bin wieder freier. Ich kann mich auf sie verlassen und einfach rausgehen. Ich kann einfach arbeiten gehen. Ich muss nicht mehr so viele Medikamente nehmen und habe dadurch weniger Nebenwirkungen. Milla gibt mir Sicherheit, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit.

Echt irre und berührend, was so ein Hund leisten kann.
Ja, den Gedanken verstehe ich sehr gut. Aber da muss ich auch einhaken. Natürlich freue ich mich über nette Rückmeldungen, aber das kann auch sehr unangenehm werden. Oft werden Leute ganz emotional und betroffen. Es gibt da den Begriff inspiration porn. Das tritt auf, wenn Leute ihre eigenen Gefühle zu schwierigen Themen an den Betroffenen abarbeiten. Zwischen Tür und Angel ist das oft unangebracht. Milla ist nicht dazu da, um andere zu inspirieren, sondern damit ich annähernd gleichberechtigt am Leben teilhaben kann. Man würde ja auch nicht zu einer Person im Rollstuhl sagen: „Wow, wie toll, dass du einen Rollstuhl hast und wie rührend, wie du das mit deinem Rollstuhl machst.“
Oft passiert es dann auch, dass mir die Menschen von ihren Krankheiten oder Verstorbenen erzählen. Ich möchte aber keine Zielscheibe oder Projektionsfläche für Krankheitsthemen sein. Meine Situation bleibt schwer für mich. Dass ich Milla habe, hilft mir ungemein und ich bin unfassbar dankbar. Aber wenn mich jemand fragen würde: Ich hätte lieber einen normalen Hund und wäre dafür nicht krank.


Wie würde dein Leben ohne Milla aussehen?
Ich weiß es nicht. Sehr wahrscheinlich würde ich eine Frührente beantragen müssen und könnte nicht arbeiten. Ich hätte mein Leben im Rahmen meiner Einschränkung irgendwie anders füllen müssen.

Was rätst du Menschen, die sich einen Assistenzhund in ihr Leben holen wollen?
Es zu versuchen. Ich kenne kein Assistenzhundteam, für das es sich nicht gelohnt hat. Ich glaube, die Hunde sind ein unterschätztes Hilfsmittel. Ich denke, sie könnten es vielen Menschen ermöglichen, ein sehr viel selbstbestimmteres Leben zu führen. Es gibt die unterschiedlichsten Hilfeleistungen, die Hunde lernen können. Es gibt Assistenzhunde für Traumafolgestörungen, Diabetes, Epilepsie, Autismus, Mobilitätseinschränkungen, Seh- und Höreinschränkungen und mehr.
Ich würde dazu raten, sich ausgebildete Fachleute zu suchen, die einem Mut machen und während dieses schwierigen Prozesses begleiten. Sehr gute Informationen und Ansprechpartner:innen finden sich zum Beispiel bei den Pfotenpiloten, beim BHV und bei Hunde für Handicaps.

Der Austausch mit anderen Teams kann zudem dabei helfen, herauszufinden, wie das Leben mit einem Assistenzhund aussehen kann, sodass man auf die Hürden vorbereitet ist. Es gehört eine Menge dazu, dass es dem Tier dabei gut geht. Man kann die Beziehung zum Hund nicht erzwingen.

Ich würde empfehlen, sich auf keine Ausbildung einzulassen, die nicht ausschließlich mit positiver Bestärkung arbeitet. Jede Einschüchterung oder Bestrafung hat Konsequenzen für die Beziehung und die Sicherheit, die ein Hund braucht. Man braucht ein Tier, das einem absolut vertraut. Man kann kein wirklich gutes Team bilden, wenn der Hund mit Einschüchterungen trainiert wird. Die Meinungen in der Hundewelt gehen diesbezüglich leider auseinander, aber es gibt genug Wissenschaft, die dies bestätigt, und genug Teams, die jeden Tag zeigen, was dadurch möglich ist.

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Autor:innen

Geboren in Vorpommern, aufgewachsen in Mecklenburg. Einziger KATAPULT-Redakteur mit Traktorführerschein UND Fischereierlaubnis. Layouter und Chefredakteur.

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