Zum Inhalt springen

Corona-Maßnahmen

Meck-Vorp zwischen Orange und Rot

Von

Artikel teilen

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist erkältet, darum stellte ihre Stellvertreterin Simone Oldenburg (Linke) heute mit Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) die am Donnerstag in Kraft tretenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor.

Da die Corona-Ampel an fünf Tagen in Folge die Warnstufe „Orange“ angezeigt hatte, gilt seit dem 6. Dezember für MV die 2Gplus-Regel für Veranstaltungen und Gastronomie im Innenbereich, private Zusammenkünfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Tourismus und Messen. Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik- oder Tattoostudios erfordern ebenfalls einen tagesaktuellen Negativtest. Ausgenommen von der Regel sind Friseurdienstleistungen und medizinisch und pflegerisch notwendige Behandlungen.

In die Corona-Landesverordnung wurden heute die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz von Donnerstag und der Landtagssitzung von Freitag aufgenommen. Aus der Bund-Länder-Runde resultieren laut Gesundheitsministerin Drese vier Änderungen:

  • Kontaktbeschränkungen ab Stufe Orange: Ein Haushalt darf sich mit maximal zwei weiteren Personen treffen. Geimpfte, Genesene und Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen
  • Nichteheliche Lebensgemeinschaften gelten als ein Haushalt, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben
  • 2G gilt nun bundesweit im Einzelhandel. Ausnahmen: Einzelhandel mit Lebensmitteln, Büchern oder Zeitungen, Blumenläden und Weihnachtsbaumverkauf, Bau- und Gartenmärkte, Tier- und Babyfachmärkte, Wochenmärkte. Direktvermarkter, Abhol- und Lieferdienste, Hörgeräteakustiker, Optiker, Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser und der Großhandel
  • Keine öffentlichen Feuerwerke zu Silvester, Kommunen benennen Plätze, an denen das Abbrennen von Feuerwerkskörpern erlaubt ist. Der Bund will Verkauf von Feuerwerkskörpern verbieten und kann auch von einem Ansammlungsverbot an Silvester Gebrauch machen

Der Kurs der Landesregierung werde von einer breiten Mehrheit im Land getragen, so Drese.

Für Veranstaltungen gilt ab Donnerstag:

Warnstufe Orange:
- maximal 50 % Auslastung
- im Innenbereich bis zu 200, draußen bis zu 1.000 Zuschauer:innen

Warnstufe Rot:
- maximal 30 % der vorhandenen Plätze
- im Innenbereich bis zu 200, draußen bis zu 1.000 Zuschauer:innen

Der Landtag hat beschlossen, den bisherigen Maßnahmenkatalog anzupassen für den Fall, dass ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt mehr als eine Woche auf Warnstufe Rot ist und eine anhaltende Überlastung des Gesundheitssystems droht.

 Geschlossen werden bei Warnstufe Rot: Kinos, Autokinos, Theater, Opern, Innenbereiche von Ausstellungen und Museen, Chöre, Ensembles, Weihnachtsmärkte, Volksfeste, Freizeitparks, Indoorspielplätze, Soziokulturelle Zentren und Messen, Innenbereiche Zoos, Zirkusse.

Lockerungen gibt es indes für den Vereinssport und Fitnessstudios. Diese sollen nach einem Landtagsbeschluss auch bei höheren Infektionszahlen weiterhin möglich beziehungsweise offen sein, allerdings nur unter der 2Gplus-Regel und mit stark begrenztem Publikum.

70,2 Prozent der Bevölkerung in MV haben bislang eine Erstimpfung erhalten. 250.000 Menschen wurden in den letzten Wochen bereits geboostert. Täglich verzeichnet MV momentan 3.000 Erstimpfungen, 110.000 Menschen wurden allein in der letzten Woche erstgeimpft. Laut Gesundheitsministerin Drese seien nun 16,2 Prozent der Bevölkerung dreimal geimpft. Das Infektionsgeschehen im Land sei jedoch weiterhin besorgniserregend. Weitere Maßnahmen seien zur Eindämmung der vierten Welle notwendig, vor allem für die Krankenhäuser.

Weiterlesen: Versorgungsquote auf Intensivstationen


MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Schon 5.282 Abonnent:innen

187,5 %

🎉 Ziel I:

19.000 Euro

Ziel II: 57.000 Euro

(11.400 Original-Abos)

Autor:innen

Redakteurin bei KATAPULT MV.

Neueste Artikel

Geringe Wahlbeteiligung

36,9 Prozent der Wahlberechtigten machten am Sonntag von ihrem Recht Gebrauch und bestimmten per Urnen- oder Briefwahl das neue Stadtoberhaupt.

Ein Erfolgswochenende für die Stralsunder Wildcats

Der Hipe-Train rollt weiter: Im Topspiel der zweiten Volleyballbundesliga konnten sich die Stralsunder Wildcats gegen den BBSC Berlin mit 3:0 (25:10, 25:18, 25:21) durchsetzen. Auch im zweiten Spiel am Sonntag gingen sie gegen den VCO Berlin (25:18, 25:14, 25:16) in der heimischen Diesterweghalle als Siegerinnen vom Feld. Somit bleiben sie in der aktuellen Spielzeit auch im neunten Spiel in Folge ohne Niederlage. Der BBSC bleibt trotz der Niederlage weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz, verliert jedoch Boden auf die Mannschaft von Trainer Robert Hinz.

Kröger ist neue Oberbürgermeisterin

In der Stichwahl setzt sich Eva-Maria Kröger (Die Linke) gegen Michael Ebert (parteilos, unterstützt von FDP, CDU, UFR) durch. 58,4 Prozent der Rostocker Wähler:innen wollen Kröger als Oberbürgermeisterin. Die Wahlbeteiligung lag bei lediglich 36,9 Prozent. Das Endergebnis ist noch vorläufig.