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Corona-Pandemie

Mehr als sieben geht nicht

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Drei zusätzliche Betten kann die internistische Intensivstation an der Rostocker Unimedizin bereitstellen, vier die perioperative Intensivstation, sagt der zuständige Abteilungsleiter, Professor Christian Virchow. Unterschiede in der Versorgung gebe es dabei nicht, es handele es sich aufgrund der getrennten Räumlichkeiten nur um noch mehr Isolationsmöglichkeiten, erklärt Susanne Schimke, Sprecherin der Universitätsmedizin Rostock, auf Nachfrage.

Allerdings muss für die Bettenaufstockung das Personal aus anderen Stationen abgezogen werden. Und zwar aus dem OP-Bereich. Das führe auch dazu, dass geplante Operationen verschoben werden müssen.

Zwei Mitarbeiter pro schwerem Covid-Verlauf

Normalerweise betreut eine intensivmedizinisch qualifizierte Pflegekraft zwei Patient:innen. Bei besonders schweren Verläufen einer Covid-19-Erkrankung, bei denen beispielsweise Lungenersatzverfahren notwendig werden, nehme der Aufwand laut Susanne Schimke derart zu, dass bis zu zwei Pflegekräfte pro Patient:in nötig werden.

Der gewaltige Aufwand, der auf Intensivstationen betrieben werden muss, wäre nicht notwendig, sagte Virchow. Impfungen könnten das verhindern. Viele Patient:innen würden nicht da sein, wenn sie geahnt hätten, was auf sie zukommt.

Personalmangel wird durch Corona-Situation weiter verschärft

Dass letztendlich „nur“ sieben Betten an der Unimedizin Rostock aufgestockt werden können, liegt zum einen daran, dass auch Betten für Patient:innen ohne Corona bereitstehen müssen, zum anderen an der sowieso schon angespannten Personallage.

Auch im Intensivpflegebereich sei die Situation angespannt. Insbesondere fehle hochqualifiziertes Pflegepersonal, wie an allen Kliniken Deutschlands, sagt Schimke. Dies galt zwar auch schon vor Corona. Der gesteigerte Bedarf an intensivmedizinischer Versorgung von Corona-Patient:innen verschärfe dieses Problem jedoch.

Gestern meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales 639 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit auf 441. Sieben weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben, insgesamt sind es bisher 1.358 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. 373 Covid-Patient:innen müssen derzeit in einem Krankenhaus behandelt werden, davon 89 auf einer Intensivstation.

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Fußnoten

  1. Die neu gemeldeten Fälle können nach Angaben des Lagus auch Nachmeldungen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim enthalten, der wegen eines Cyberangriffs auf die Verwaltung bislang keine elektronischen Daten weiterleiten konnte.

Autor:innen

Redakteurin bei KATAPULT MV.

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