Zum Inhalt springen

Bündnis #unteilbar mv

Mehr als 200 Menschen in Neustrelitz versammelt

Von

Artikel teilen

„Eine demokratische Alternative zu Schwurblern und Demokratiefeinden“ wollten die Veranstalter:innen mit der Kundgebung des Bündnisses #unteilbar mv am Mittwochabend auf dem Neustrelitzer Marktplatz bieten. Mit den mehr als 200 Teilnehmenden seien sie zufrieden, trotz einiger Gegendemonstrierenden.

Mit Fahnen und Plakaten protestierten am Mittwoch mehr als 200 Menschen auf dem Makrtplatz in Neustrelitz für mehr Solidarität. Auch Montagsdemonstrierende waren vor Ort. Ein Ziel war laut den Veranstalter:innen, auch sie zum Gespräch einzuladen.

Die Energie- und Wirtschaftskrise treffe die Mehrheit der Menschen, sagen sie. Die soziale Schere aber müsse sich schließen, damit die Gesellschaft eine Grundlage hat, ihren Zusammenhalt zu bewahren. Dabei würden „radikale Angstmacher von Thema zu Thema springen“. Deren Ziel sei es nicht, Probleme zu lösen, sondern Unsicherheit zu verbreiten, hieß es im Vorfeld in einer Pressemitteilung.

Auch Schilder zum Gegenprotest gab es vereinzelt. Unter anderem hat Stadtpräsident von der Wense (CDU) in seinem Redebeitrag aufgefordert, diese Schilder runterzunehmen.

Dagegen müssten Zeichen gesetzt werden. Deshalb organisierten sie die Kundgebung mit dem Ziel eines besseren Austauschs untereinander, für mehr Zusammenhalt, soziale Gerechtigkeit und gegen Ausbeutung, Monopolisierung und Menschenfeindlichkeit. Dafür hatten die Organisator:innen bereits im Vorfeld mehr als 80 Unterschriften gesammelt. Auf der Kundgebung kamen nach ihren Angaben noch einmal rund 200 hinzu. Gezielt wurden auch die Montagsdemonstrierenden angesprochen und zum Gespräch eingeladen.

„Wir haben in den folgenden Tagen sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Die Leute waren froh über ein Angebot dieser Art“, heißt es von den Organisator:innen.

Die Veranstalter:innen konnten vor Ort insgesamt über 200 Unterschriften für mehr Zusammenhalt, soziale Gerechtigkeit und gegen Menschenfeindlichkeit sammeln. Rund 80 gab es bereits im Vorfeld der Aktion.

Mehr als 1.000 Euro für die Tafel

Daneben sammelte das Bündnis auch Spenden für die Neustrelitzer Tafel, die sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Seit Beginn der Corona-Krise könne der Verein den Bedarf an Lebensmitteln nicht mehr decken. Insgesamt konnten 1.101 Euro eingenommen werden. Das Geld könne nun ein Stück weiterhelfen.

Eine weitere Kundgebung im Januar ist geplant – dann aber in einem weiter gefassten Format, so eine Sprecherin, und auch in anderen Stadtteilen, um noch mehr Menschen zu erreichen.

Fotos: Astrit Vatnika

MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Schon 5.285 Abonnent:innen

187,5 %

🎉 Ziel I:

19.000 Euro

Ziel II: 57.000 Euro

(11.400 Original-Abos)

Fußnoten

  1.  E-Mail von #unteilbar mv – Solidarisches Neustrelitz vom 2.11.2022.

Autor:innen

Redakteurin bei KATAPULT MV.

Neueste Artikel

Karte von Rostocks Stadtteilen, Wahlbeteiligung der OB-Wahl 2022 farblich markiert, in Prozent: Schmarl (28), Groß Klein (29), Dierkow-Neu (30), Lütten Klein (30), Toitenwinkel (30), Evershagen (33), Lichtenhagen (36), Südstadt (46), Rostock-Heide (47), Reutershagen (47), Warnemünde (48), Rostock-Ost (50), Gehlsdorf (55), Hansaviertel (55), KTV (56), Dierkow-Ost (57), Dierkow-West (57), Diedrichshagen (57), Stadtmitte (58), Gartenstadt-Stadtweide (59), Brinckmansdorf (61), Biestow (68)

Wahlbeteiligung erster Wahlgang

Noch zwei Tage bis zur Stichwahl.

Diese zwei Rostocker:innen engagieren sich für den Nachwuchs

Wie komme ich eigentlich an einen Job in der Filmbranche, was gehört alles zu einer Filmproduktion und muss ich dafür wirklich nach Berlin ziehen? Auf Fragen wie diese wollen die Rostocker Filmemacher:innen Betty Koschka und Max Gleschinski jungen, interessierten Menschen Antworten geben und ihnen den Einstieg in die Filmbranche erleichtern.

Was entscheidet das Stadtoberhaupt?

Wärmegarantie für Kitas und Schulen, kostenloser Nahverkehr, bezahlbarer Wohnraum: Die Liste an Versprechen der Rostocker OB-Kandidat:innen ist lang. Aber was kann ein:e Oberbürgermeister:in überhaupt beeinflussen?