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Landwirtschaft

Ökologischer Landbau nimmt zu

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Der Ökolandbau hat klare Vorgaben. Darüber, wie viele Tiere maximal pro Hektar gehalten werden dürfen und wie viel Prozent des Futters von eigens bewirtschafteten Flächen stammen muss. Er setzt Standards für hohen Tierschutz und trägt mit umfangreichen Vorgaben zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bei. Das Land fördert den Umstieg auf Öko aktiv, insgesamt werden in der aktuellen Förderperiode 230 Millionen Euro ausgeschüttet.

Laut dem Fleischatlas 2021 ist man hierzulande Spitzenreiter, was ökologische Tierhaltung angeht: Mehr als zehn Prozent der Tierbestände werden in Ökobetrieben gehalten, beim Geflügel sind es sogar 16 Prozent. Deutschlandweit sind nur 5 Prozent aller Tierhaltungen nach ökologischen Standards konzipiert. Auch wenn Meck-Vorp diese ungewohnte Führungsposition guttut, bedeutet der angenehme Vergleich nicht, dass man sich entspannt zurücklehnen kann.

Bis 2030 sollen 20 Prozent der deutschen Agrarflächen ökologisch bewirtschaftet werden, so das Ziel der Bundesregierung. Dieser Zuwachs sei jedoch an hohe finanzielle Mittel gekoppelt, die vonseiten der Politik beigesteuert werden müssen. Denn Ökolandbau bedeutet oft auch weniger Erträge und diese müssen durch höhere Erzeugerpreise und Ökoprämien kompensiert werden.

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Fußnoten

  1. Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Le Monde Diplomatique (Hg.): Fleischatlas 2021. Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel (Januar 2021).
  2. Kachel, Kai-Uwe: Ökolandbau in Mecklenburg-Vorpommern, auf: regierung-mv.de (10.11.2021).
  3. Der Fleischatlas ist ein Kooperationsprojekt von Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Le Monde Diplomatique.
  4. Zukunftskommission Landwirtschaft (Hg.): Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, S. 117, auf: bmel.de (August 2021).

Autor:innen

hat Soziologie und Webwissenschaften (Medienpsychologie) studiert und sich später ins Grafikenmachen verliebt.

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