Zum Inhalt springen

Bürgerentscheid in Greifswald

Sporthalle oder Containerzimmer

Von , und

Lesedauer: ca. 1 Minuten

Artikel teilen

Egal zu welchem Ergebnis der Bürgerentscheid kommt: Der Landkreis ist dazu verpflichtet, Geflüchtete unterzubringen.

Darf die Stadt Greifswald aufgrund des Abstimmungsergebnisses keine kommunalen Flächen für Containeranlagen verpachten, müssen geflohene Menschen zur Not in Sporthallen untergebracht werden.

Auf nichtkommunalen Flächen, beispielsweise von Unternehmen oder Privatpersonen, können nach Abstimmung mit dem Landkreis dennoch Containerunterkünfte entstehen.

Drei städtische Flächen stehen aktuell zur Diskussion. Ist die Verpachtung durch die Stadt Greifswald an den Landkreis nach der Abstimmung zulässig, werden die möglichen Standorte geprüft. Der Landkreis würde benötigte Containeranlagen eigenverantwortlich errichten.

Der Landkreis strebt eine dezentrale Unterbringung an, beispielsweise in Wohnungen. Trotzdem sind größere Einrichtungen notwendig, um alle Geflüchteten unterzubringen.

Aktuell erreichen laut Pressestelle wöchentlich bis zu 15 Personen den Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Alle Bundesländer und Landkreise sind dazu verpflichtet, Geflüchtete aufzunehmen. MV muss – nach Bremen und dem Saarland – die wenigsten Menschen aufnehmen.

MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Autor:innen

Geboren in Vorpommern, aufgewachsen in Mecklenburg. Einziger KATAPULT-Redakteur mit Traktorführerschein UND Fischereierlaubnis. Layouter und Chefredakteur.

Großgeworden und ausgebildet im Norden Vorpommerns. Seit 2021 bei KATAPULT, seit 2023 bei MV. Zuständig für Logistik, Werbekram und Wortwitze.

Redaktionsleitung bei KATAPULT MV.

Ist in Greifswald geboren, hat in Augsburg studiert und zog für den Lokaljournalismus wieder zurück nach Meck-Vorp.

Neueste Artikel

Deutschlandkarte mit farblich dargestelltem Wirtschaftswachstum je Bundesland, Veränderung des BIP zwischen 2022 und 2023, in Prozent: Mecklenburg-Vorpommern 3,3, Brandenburg 2,1, Berlin 1,6, Hessen 1,2, Bayern 0,3, Niedersachsen 0,2, Thüringen -0,1, Sachsen, Baden-Württemberg, Saarland und Bremen jeweils -0,6, Nordrhein-Westfalen -1, Schleswig-Holstein und Hamburg jeweils -1,1, Sachsen-Anhalt -1,4, Rheinland-Pfalz -4,9. Ganz Deutschland: -0,3.

23.04.2024

MVs Wirtschaft wächst am stärksten

MV. Das M steht für Erfolg.
Karte mit 83 Joints. Überschrift: So viel Cannabis dürfen Erwachsene in der Öffentlichkeit bei sich haben. 25 Gramm in Joints, 1 Joint entspricht durchschnittlich 0,3 Gramm Cannabis.

19.04.2024

High sein und frei sein?

Cannabis soll entkriminalisiert werden. Erst der Konsum, später auch die kommerzielle Abgabe in lizenzierten Geschäften. So hat es der Bundestag beschlossen. Dennoch wird das „Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und der Änderung weiterer Vorschriften“, kurz CanG, weiterhin kontrovers diskutiert. Gemeinsames Fazit der kritischen Stimmen: Die Teillegalisierung ist Murks.

18.04.2024

Mission Dokumentation

Der Fotograf Martin Maleschka zieht seit zwanzig Jahren durch die ostdeutschen Bundesländer auf der Suche nach Baukunstwerken aus der DDR-Zeit. Er dokumentiert mit seiner Kamera, was noch erhalten wird, macht Fotos, wo einst Kunst war und heute nichts mehr geblieben ist. Auf einer gemeinsamen Spurensuche in Grimmen wird deutlich, was Maleschka antreibt – das kontinuierliche Verschwinden eines Teils seiner Heimat.