Zum Inhalt springen

„Fridays for Future“

Tanzen für den Klimaschutz

Von

Artikel teilen

Mit einer Kundgebung wurde die Tanzdemonstration von Fridays for Future auf dem Greifswalder Marktplatz heute eröffnet. Zwei Organisator:innen der Ortsgruppe – Gwendolin und Emily – zogen Bilanz der vergangenen drei Jahre. „Wir bleiben stur und machen weiter“, sagen sie mit Blick in die Zukunft. Das ist es auch, was die Aktivist:innen positiv hervorheben. Denn mit stetiger Präsenz habe die Gruppe gezeigt, dass sie nicht nur eine Momentaufnahme des Jahres 2019 ist. Vielmehr seien sie immer drangeblieben. Und das sei auch bitter nötig. Es werde schließlich immer noch nicht genug für die Klimarettung getan.

Foto: Louise Blöß

Umso wichtiger ist den Aktivist:innen die Unterstützung und die Gemeinschaft der Mitstreiter:innen. „Lasst uns den Zusammenhalt der letzten Jahre feiern“, leitet Emily zur Tanzdemonstration über. Fridays for Future hat Musik organisiert. Der Gedanke: Jede:r, der/die möchte, kann jetzt tanzen. Wie? Egal. Es soll einfach ein bisschen Spaß für alle sein, erklärt Gwendolin im Vorfeld gegenüber KATAPULT MV. Bis es jedoch so weit ist und die Box funktioniert, dauert es noch einige kalte Minuten. 

Als es endlich losgeht, beginnen fast alle Demonstrant:innen sofort zu tanzen. Die Polizei schätzt ihre Zahl vor Ort auf etwa 100. Es sind neben Schüler:innen und Studierenden auch Erwachsene darunter. Gwendolin von Fridays for Future freut sich, dass so viele zur Demo gekommen sind.

Trotz Spaß müssen jedoch natürlich die Corona-Maßnahmen eingehalten werden. Getanzt werden darf nur mit Maske und Abstand. Darauf wies eine Ordnerin von Fridays for Future zu Beginn der Veranstaltung nochmals hin.

Gerade im Hinblick auf Corona mache sich das Fridays-Team natürlich Gedanken darüber, wie sicher ihre Veranstaltungen seien. Deshalb habe man beispielsweise auch im vergangenen Jahr ausgesetzt, nur kleinere Aktionen gemacht oder sei online aktiv gewesen, berichtet Gwendolin. Bei den stattgefundenen Veranstaltungen habe man aber die Erfahrung gemacht, dass sich die Leute an solche Hygienemaßnahmen sehr gut halten.Die Tanzdemo auf dem Greifswalder Marktplatz bestätigt das. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten tanzten die Demonstrant:innen zu einer bunten Musikmischung, sogar einmal mit gemeinsamer Choreographie, noch bis 19:30 Uhr. Dann wurde die Demonstration für beendet erklärt.

MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Schon 5.533 Abonnent:innen

196,6 %

🎉 Ziel I:

19.000 Euro

Ziel II: 57.000 Euro

(11.400 Original-Abos)

Autor:innen

Redakteurin bei KATAPULT MV.

Neueste Artikel

Keine Rotorblätter mehr aus Rostock

Bei einer Betriebsversammlung wurden die Angestellten des Rotorblattwerks des Herstellers Nordex heute über die endgültige Schließung ihres Standorts informiert. Ab Ende Juni werden damit an der Warnow keine Rotorblätter mehr gefertigt. Nach NDR-Informationen besteht für die Angestellten nun die Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln und eine Abfindung anzunehmen. Das zweite Nordex-Werk, welches Gondeln für Windräder fertigt, bleibt erhalten.

Es war der Trockenmörtel

Die Untersuchungen um die 2017 abgesackte A 20 bei Tribsees haben ergeben: Die eingebauten Säulen aus Trockenmörtel, die den Untergrund stabilisieren sollten, waren überlastet.

Neonazis nutzen illegal öffentliche Flächen

Rechtsextremisten haben im Dorf Jamel offenbar mehrere Flächen vereinnahmt, die der Gemeinde Gägelow gehören. Eines der Grundstücke dient als Lager, ein anderes als illegale Mülldeponie. Zumindest in einem Fall ist die Verwaltung bereits aktiv geworden.