Über 500 Feuerwehreinsätze gab es am vergangenen Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern.1 Hervorgerufen wurden diese durch Schmelzwasser. Innerhalb eines Tages stiegen die Temperaturen bis zu acht Grad an. Die noch immer gefrorenen Böden sorgten allerdings dafür, dass das entstandene Schmelzwasser nicht einsickern konnte, heißt es dazu vom Umweltministerium. Stattdessen floss das Wasser über die Kanalisation oder Gewässer ab. Hinzu kamen ergiebige Niederschläge.2
Das zusätzliche Wasser könnte eigentlich zur Grundwasserneubildung dienen, damit die natürlichen Speicher entsprechend voll sind. In den heißen Monaten sind Teile des Landes nämlich immer wieder von Dürre betroffen.3 Für eine Grundwasserneubildung hätte es allerdings ein gleichmäßiges Abschmelzen und ein Einsickern in den Boden gebraucht.
„Solche Wetterextreme – erst starke Frostperioden, dann abrupte Tauphasen mit Starkniederschlägen – zeigen, wie wichtig ein leistungsfähiger Hochwasserschutz und eine vorausschauende Wasserstrategie sind“, erklärt Umweltminister Till Backhaus (SPD). Der Politiker gibt aber auch Entwarnung: „Inzwischen entspannen sich die Wasserstände wieder.“
- NDR (Hg.): Überschwemmungen in MV: Viele Bundesstraßen gesperrt, auf: ndr.de (23.2.2026). ↩︎
- E-Mail von Eva Klaußner-Ziebarth, Pressesprecherin des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt vom 25.2.2026. ↩︎
- Biedermann, Lilly: Wenn das Wasser knapp wird, in: KATAPULT MV, Ausgabe 46, August 2025. ↩︎

