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Umweltschutz

24.470 Tonnen Streusalz für MVs Straßen

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In der vergangenen Woche warb der zuständige Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Verkehr, Reinhard Meyer (SPD), mit einem ausreichenden Vorrat an Streusalz für den Winterdienst. In den Salzlagern der Straßenmeistereien lagerten insgesamt 24.470 Tonnen Natriumchlorid-Steinsalz. Die sollen bei Bedarf auf die insgesamt 6.450 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen verteilt werden.

Insgesamt mehr als 330 Mitarbeiter können in den 25 Straßenmeistereien mit 352 Fahrzeugen landesweit Schnee und Eis von den Straßen räumen. Streuen allerdings eben nur mit Salz.

Warum Salz?

So gibt es doch in den meisten Städten und Gemeinden Meck-Vorps ein Streusalzverbot, zumindest für Privatleute. In Rostock etwa wird sogar auf allen öffentlichen Wegen seit einigen Jahren versucht, möglichst ohne Streusalz auszukommen. Das gilt in Hamburg, Berlin und München schon seit Längerem. Die städtischen Straßenbehörden setzen auf Alternativen.

Auch BUND MV, der Naturschutzbund MV (Nabu) und das Umweltbundesamt werben dafür seit Jahren. Denn Streusalz ist besonders umweltschädlich: Straßenbäume nehmen das Salz auf und können so trotz ausreichendem Niederschlag vertrocknen oder schädlingsanfälliger werden. Über die Kanalisation kann das Salz auch in Gewässer gespült werden und den Süßwasserhaushalt beeinflussen. Für Tiere ist das Salz ebenfalls schädlich, zum einen, wenn sie es zu sich nehmen, zum anderen können sich die Pfoten dadurch entzünden. Daher bittet der Nabu auf seiner Internetseite die Bevölkerung darum, unbedingt auf die Verwendung von Streusalz zu verzichten und stattdessen umweltfreundliche Mittel zu verwenden. Empfohlen werden salzfreie, abstumpfende Streumittel wie Granulate, Split, Sand oder Kies.

Es stellt sich also die Frage, warum die Straßenmeistereien im Land ausgerechnet Salz verwenden und keine Alternativen.

Salz sei effizient und wirtschaftlich

Auf Nachfrage heißt es vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr, dass Streusalz „nach aktuellem Stand der Technik das effizienteste und wirtschaftlichste Verfahren“ darstelle. Sand und Kies seien abstumpfende Streustoffe, die nur zeitweise helfen würden. Die Unfallrate wäre höher, so die Begründung. Außerdem müssten Sand und Kies nach dem Ende der Winterperiode wieder aufgenommen, aufbereitet oder entsorgt werden. Es werde aber „in besonderem Maß auf die Minimierung der Tausalzdosierung geachtet“.

Im vergangenen Jahr wurden von den rund 24.500 Tonnen Lagerkapazität 23.800 Tonnen verwendet.

Das Problematische daran: Zwar gelten Straßen außerhalb von Ortschaften als versiegelte Flächen, die keine direkte Anbindung an Gewässer haben. Aber auch dort verursacht Streusalz laut Nabu noch Korrosionsschäden an Brücken und Fahrzeugen. Wäre es da nicht möglicherweise doch wirksamer, mal etwas anderes auszuprobieren?

Und übrigens: Bürgerinnen und Bürgern, die beim Salzstreuen erwischt werden, droht ein Bußgeld von mehreren Tausend Euro.

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Redakteurin bei KATAPULT MV.

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