Die Tür ist zu. Eingeschlossen im schmalen Kinderzimmer der kleinen Lisa, suche ich nach Hinweisen. Die Einrichtung ist übersichtlich: ein kleines Bett, ein Schreibtisch, ein Bücherschränkchen mit ein paar Schulbüchern darin. An der Wand hängen Bilder und Poster mit Walen, Wellen und Wissenswertem über die Abbaubarkeit verschiedener Abfallprodukte. Für den Notfall gibt es ein Fenster. Lisa möchte Meeresbiologin werden. In einer versteckten Notiz teilt sie ihre Sorge, wie gerne sie regelmäßig Weintrauben isst, die allerdings in Plastikverpackungen verkauft werden. Eine Packung entspricht etwa 18 Gramm Plastik. Ein Hinweis! Auf dem Schreibtisch liegt ein Taschenrechner; allein durch Lisas Weintraubenverzehr kommt aufs ganze Jahr eine beachtliche Menge an Plastikmüll zusammen. Nach kurzem Rätseln und ein paar geknackten Zahlencodes lässt sich die Tür wieder öffnen. Neben dem Eingang steht eine Tafel, auf der mit Kreide eine Bestenliste geschrieben steht – und vor der Tür bereits die nächste rätselfreudige Gruppe. Das Plastik-Escape-Game ist nur eine der Attraktionen des Umweltrummels auf dem Achterdeck – einer etwa 1.000 Quadratmeter großen Fläche mit dem Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit auf MVs größter Veranstaltung, der Hanse Sail.
Die Hanse Sail in Rostock gilt als das weltweit größte jährliche Treffen von Traditionsseglern und erstreckt sich über mehrere Standorte entlang der Warnow bis zur Ostseeküste im Norden der Hansestadt. Seit 34 Jahren ist die Hanse Sail ein großes Volksfest, wirksamer Tourismusmagnet und wichtiger Wirtschaftsfaktor – und damit längst nicht mehr auf das Bestaunen traditioneller Segelschiffe beschränkt. Nach Angaben der Stadt besuchte zwischen dem 7. und dem 10. August eine halbe Million Menschen das Spektakel. Selbst für MVs einzige Großstadt ist das ein gewaltiger Strom von Besucher:innen – und ein einschneidendes Ereignis für die Umweltbilanz der Region. Dabei stellen sich Fragen: Wie können alle Spaß haben, ohne bleibende Schäden zu verursachen? Wie sind nachhaltige Großveranstaltungen überhaupt möglich? Einige Akteur:innen der maritimen Schau beteiligen sich deshalb aktiv an Pilotprojekten zur Nachhaltigkeit.
Kollektive Lernprozesse
Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Hanse Sail lädt der Rostocker Verein Kultur und Bildung unterm Sternenzelt (KuBuS) verschiedene Akteur:innen aus Politik, Wissenschaft und gemeinnützigen Organisationen zur Auftaktveranstaltung rund um das Thema „Nachhaltigkeit auf Großveranstaltungen“ ein. Geplant ist ein fachlicher Wissensaustausch mit anschließendem Segeltörn auf einem Rostocker Traditionsschiff zur Vernetzung. Treffpunkt ist die Containerbar der Hafendommel im Stadthafen, deren Gelände KuBus auch in diesem Jahr mit mehreren Partner:innen als Achterdeck bespielt. Für ihr Engagement für eine nachhaltige Transformation der Hanse Sail nahmen Sascha Hofmann und Samuel Drews als Vorsitzende des Vereins stellvertretend für ihre Initiative erst kürzlich den Umweltpreis des Landtags von MV entgegen.1
Für gute Ideen und bewährte Methoden schauen die Projektpilot:innen aus MV auch über den Tellerrand. Seit letztem Jahr sind die Initiative Plastikfreie Stadt sowie die Hochschule Wismar Teil des internationalen Projekts Strive, das sich – gefördert von der EU – für nachhaltigen Tourismus durch anpassungsfähige und innovative Festivals einsetzt. Die Partner:innen aus Dänemark, Deutschland, Litauen, Polen und Schweden besuchen sich gegenseitig auf den Veranstaltungen und tauschen sich über Pilotprojekte, über praktisch getestete Ideen, deren Umsetzung und (Miss)Erfolge aus. Sie sehen Großveranstaltungen und Volksfeste als geeignete Experimentierflächen, um herauszufinden, wie die Umweltbelastung verringert werden kann, der Charakter der Feste jedoch gewahrt bleibt. Über die Vorbildfunktion öffentlicher Großveranstaltungen erhoffen sich die Projektpartner:innen, bestehende Standards zu beeinflussen. Die Pilotprojekte und Besucher:innenbefragungen, die unmittelbar während der Events durchgeführt werden, konzentrieren sich dabei vor allem auf Kreislaufwirtschaft, Abfall, Sanitäranlagen und alles, was wiederverwendbar sein kann.
Denkanstöße aus der Praxis gibt es zur Auftaktveranstaltung auch von Green Events aus Hamburg. Der gemeinnützige Verein unterstützt seit zehn Jahren Unternehmen und Veranstaltungen darin, nachhaltiger zu werden – mithilfe eines besonderen Gütesiegels. „Wir haben das Siegel ins Leben gerufen, weil es so viele motivierte Leute in der Veranstaltungsbranche gibt, die keine Lust mehr darauf haben, auf Kosten der zukünftigen Generation zu leben“, erklärt Lena Hansen, Leiterin und Vorstand von Green Events. „Wir wollen einen leichten Einstieg und eine Orientierungshilfe bieten.“ Grundlage ist ein Managementtool, also ein Werkzeugkasten bestehend aus 112 praktischen Maßnahmen, die alle direkt umsetzbar und möglichst effektiv sind, erläutert Lukas von Schuckmann, zuständig für die Entwicklung und Beratung rund ums Green-Events-Siegel.
Am Beispiel der Anpassung von Pfandrückgabe und der Toilettensituation führt von Schuckmann konkrete Maßnahmen vor, die dem Siegel entsprechend auf Großveranstaltungen in Hamburg realisiert werden konnten. Je nachdem, wie viele Punkte die Veranstaltenden letztendlich umsetzen, werden sie in drei unterschiedliche Siegelstufen eingeteilt und zertifiziert. Die umsetzbaren Punkte seien jedoch flexibel und an jede Veranstaltung individuell angepasst, ergänzt Hansen. Mit diesem niedrigschwelligen Ansatz wollen sie motivieren und es allen Veranstaltenden ermöglichen – unabhängig von ihren vorhandenen Ressourcen –, anzufangen. Bei so vielen, oft unüberschaubaren und kleinteiligen, Baustellen können die Agenturen und ehrenamtlichen Helfer:innen, die die Veranstaltungen organisieren, tatsächlich jede Unterstützung und Handreichung gut gebrauchen, weiß Hansen aus der Praxis.
Die Veranstalter:innen der Hanse Sail nehmen bisher an keinem Zertifizierungsprogramm teil, hier übernimmt bislang die Plastikfreie Stadt die Beratung.

Tausend Tonnen Müll
Im Durchschnitt werden pro Besucher:in auf Großveranstaltungen wie der Hanse Sail zwei Kilogramm Müll verursacht, erklärt Ute Fischer-Gäde (Grüne) – Senatorin für Infrastruktur, Umwelt und Bau – in ihrer Ansprache zur Auftaktveranstaltung auf dem Achterdeck. Bei einem Aufkommen von 500.000 Gästen entspricht das bis zu tausend Tonnen Müll, die allein durch die Besucher:innen an einem Wochenende anfallen. Wie reagiert man in Rostock auf eine solche Bilanz?
Seit zwei Jahren arbeitet das Büro der Hanse Sail mit der Initiative Plastikfreie Stadt zusammen, um das größte Volksfest MVs nachhaltiger zu gestalten. Einige angestoßene Maßnahmen konnten im letzten Jahr bereits umgesetzt werden, wodurch das Abfallvolumen um etwa die Hälfte verringert werden konnte, fasst Mila Zarkh von der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde zusammen. Dies sei vor allen Dingen durch den Umstieg auf Mehrwegbecher ermöglicht worden, sowie die Wiederverwendung von Material aus den vergangenen Jahren, wie alten Bannern und Fahnen. Weiterhin habe das Hanse-Sail-Büro die Standards für Printprodukte angepasst und eine jährliche Baumpflanzaktion ins Leben gerufen, um auch ein symbolisches Zeichen für mehr Nachhaltigkeit zu setzen.
Die Stadt Rostock hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden – aber wie lässt sich Nachhaltigkeit, besonders im Tourismus, überhaupt messen? Zurzeit erarbeite die Tourismuszentrale dazu einen Leitfaden, aus dem sich konkrete Kennzahlen ableiten lassen, die somit greifbarer werden, erklärt Zarkh. Dazu gehören beispielsweise die Auslastung des ÖPNV und das Müllaufkommen. Hinzu komme die Klimabilanzierung der Destination, also die Gesamtheit der Emissionen, die durch An- und Abreise der Tourist:innen entstehen. Anfallender Müll sei nämlich nicht das einzige Problem: Eine weitere große Herausforderung stelle die Mobilität dar – insbesondere bei der Hanse Sail, wo sich die Standorte mehr als 25 Kilometer über die ganze Stadt verteilen. Die Nachhaltigkeitsmanagerin betont den unterschätzten Stellenwert von CO2-Emissionen, die bereits ins Gewicht fallen, bevor Tourist:innen die Stadt Rostock oder das Veranstaltungsgelände überhaupt erreicht haben. Insgesamt mache die Anreise der Tourist:innen in MV mehr als 56 Prozent des CO2-Ausstoßes pro Kopf aus. Idealerweise sollten Besucher:innen auf das Auto verzichten, denn „erst recht im Stadtgebiet kann man sich gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad bewegen. Und wenn man mit der Bahn anreist, haben wir schon eine Menge für das Klima erreicht“, so Zarkh.
Umweltrummel und nachhaltiger Konsum
Das Fest ist in vollem Gange, die Stadt pulsiert und bei schönstem Sonnenwetter ziehen ein paar Schäfchenwolken über den Himmel und ausgelassene Besucher:innenströme über das Hafengelände. Hat man es bis zur Kaikante geschafft, liegen dort Traditionssegler dicht an dicht, laufen Richtung Ostsee aus und kehren wieder zurück. Über einhundert dieser Schiffe paradieren an diesem Wochenende über die Warnow.
Zwischen Haedgehalbinsel und Stadthafen liegt der Umweltrummel des Achterdecks, unmittelbar neben dem großen Jahrmarkt der Schausteller:innen mit seinen blinkenden Lichtern, den bunten Spielbuden und lauten Fahrgeschäften. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Samuel Drews, Vorsitzender von KuBuS, stört sich aber nicht daran. Er sagt, er wisse um die Familien, die nicht die Möglichkeit hätten, einen Jahresurlaub zu unternehmen, und stattdessen auf den großen Jahrmarkt sparen und sich freuen, mal rauszukommen und etwas zu erleben. Mit dem Achterdeck wollen sie vielmehr zeigen, wie es auch nachhaltiger und fairer gehen kann.
Erst auf den zweiten Blick fallen die auf dem Areal verteilten Strohballen auf, über denen bemalte Schilder und Stempelkissen montiert sind. Drews erklärt freudig, dass sich Kinder eines der selbstgebauten Steckenpferde und eine Stempelkarte nehmen können, um die einzelnen Stationen des Achterdecks mit dem Steckenpferd zu erkunden. „Wenn sie alle Stempel gesammelt haben, können sie sich eine der Rummelattraktionen aussuchen und müssen nichts dafür bezahlen.“ Das soll – ganz ohne Geld – Spaß machen und es Familien ermöglichen, das Achterdeck spielerisch kennenzulernen. Mitgebracht wurde die Idee vom Malmöfestivalen in der schwedischen Hafenstadt.
Janika Ballhöfer, Projektmanagerin der Initiative Plastikfreie Stadt, beschreibt, was der Umweltrummel zu bieten hat. Hier gibt es abgewandelte Rummelklassiker neu zu entdecken: Entchenangeln, Dosenwerfen, einen Greifautomaten, das Escape Game und den Greiferfisch, der an einen Sandbagger wie auf Spielplätzen erinnert. Die Kosten für die angebotenen Spiele sind gering und als Spendenempfehlung formuliert, sodass auch Menschen „mit kleinem Geldbeutel“ sich den Spaß leisten und dabei trotzdem die Bildungsarbeit der Initiative unterstützen können.
Beim Entchenangeln beispielsweise will sie dafür sensibilisieren, dass zu viel Müll in Gewässern landet. Die Biologin und Bildungsreferentin Ballhöfer resümiert am dritten Tag der Hanse Sail ihren Eindruck: „Die Kinder verstehen viel schneller als die Eltern, dass es darum geht, den Müll aus dem Wasser zu holen und nicht die Entchen oder Fische.“ Beim selbstgebauten Greifautomaten wurde darauf geachtet, dass mit etwas Geschick allen Kindern ein Erfolgserlebnis ermöglicht wird. „Uns war der Mehrwert hinter den Bildungsmodulen besonders wichtig, die Kinder sollten Spaß haben und es sollte auch fair zugehen“, so Ballhöfer. Auch beim Dosenwerfen, wo die Dosen auch tatsächlich umfallen, wenn man sie trifft.
Die Preise, die es bei den Spielen zu gewinnen gibt, sind bisher noch einzigartig auf der Hanse Sail und das Ergebnis besonderer Kooperationen. Die Kuscheltiere, die im Glaskasten des Greifautomaten stecken oder am Container des Dosenwurfstands, sind allesamt second hand. „In jedem Kinderzimmer liegen so viele Kuscheltiere rum, da weiß man manchmal gar nicht, wohin damit. Also haben wir gefragt, wer welche abzugeben hat, und die Kuscheltiere in Kitas eingesammelt, um sie dann hier als Gewinne anzubieten“, erklärt die Projektmanagerin. Das habe sowohl die Kitas als auch die Eltern gefreut. Und dann war noch die Zusammenarbeit mit einem Senior:innenheim, dessen Bewohner:innen Lust hatten, die gebrauchten Kuscheltiere zu reparieren. Nachhaltige Mehrgenerationenkreislaufwirtschaft.

„Nach uns der Humus“
Ein paar ihrer angestoßenen Vorschläge, die im letzten Jahr auf dem Achterdeck gesammelt wurden, seien bereits langsam auf die Großveranstaltung „übergeschwappt“, berichtet Drews. So findet zum ersten Mal während der Hanse Sail ein gesonderter Regionalmarkt am Kröpeliner Tor statt. Zusätzlich laufen zwei weitere Pilotprojekte über Strive, ergänzt Ballhöfer. Zum einen wurden neue Mülltrennstationen entwickelt und aufgestellt, die von wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen der Hochschule Wismar betreut und untersucht werden. Die normierten Aufsätze für Mülltonnen werden auf dem Achterdeck und der Haedgehalbinsel getestet und gemeinsam mit der Stadtreinigung ausgewertet. Die Aufsätze passen auf jede gebräuchliche Mülltonne und sind sowohl farblich als auch durch Beschriftungen und Piktogramme klar voneinander zu unterscheiden. Auf diese Weise soll die Mülltrennung vereinfacht und den Dienstleister:innen der Stadtreinigung das Entleeren der Tonnen erleichtert werden. Etwa alle sechs Stunden würden die Mülltrennstationen überprüft, so Mathis Schreier von der Hochschule Wismar. Man erhoffe sich durch effektive Mülltrennung weniger Müllverbrennung beziehungsweise eine ressourcenschonendere Verwertung des angefallenen Abfalls.
Zum anderen kommen auf dem Regionalmarkt am Kröpeliner Tor erstmals Trockentoiletten zum Einsatz. Damit soll dem erheblichen Wasserverbrauch durch die sanitären Anlagen der Großveranstaltung eine Alternative entgegengesetzt werden. Zakaria Zaitouni betreut die aufgereihten Trockenlatrinen, erklärt die hygienischen Vorteile und den geschlossenen Ressourcenkreislauf. Auf vielen Festivals seien diese bereits gängig, die meisten Menschen aus dem ländlichen Raum mit dem Prinzip ohnehin vertraut. Dieses Pilotprojekt wird ebenfalls anhand qualitativer Besucher:innenbefragungen ausgewertet – geplant sei, im kommenden Jahr ebenfalls Trockentoiletten am Stadthafen zu platzieren. Auch hier soll der Spaß nicht fehlen: Nach Benutzung können die Leute mit Kronkorken abstimmen, ob sie die Trockentoilette wieder benutzen würden, es gibt jede Menge Informationsmaterial und Aufkleber.

Frischer Wind
„Nachhaltigkeit ist auf der Hanse Sail immer noch ein Thema, das zwar einen Platz bekommt, aber nicht überall mitgedacht wird“, fasst Janika Ballhöfer zusammen. Es brauche zwar viel Geduld, aber langfristig sei das Ziel klar: Veränderungen anzustoßen und umzusetzen. Von der kleinen Testfläche, wo nachhaltigere Ideen ausprobiert werden, die dann großflächiger auf andere Veranstaltungen in Rostock ausgeweitet werden können, bis hin zum nachhaltigen Tourismus. „Öffentliche Events können ein wichtiger Schlüssel sein, um Menschen zu erreichen und mitzunehmen – durch Kulturarbeit, Kreativsein, Ausprobieren und Spaßhaben.“ Mit diesem Wissensaustausch und der Zusammenarbeit mit den Festivalorganisator:innen, den öffentlichen Dienstleistern und den Besucher:innen hoffen die Akteur:innen rund um das Achterdeck, die Hanse Sail auch im kommenden Jahr wieder etwas nachhaltiger zu gestalten.
Noch mehr Barrierefreiheit sowie ein Awarenesskonzept stehen bereits auf dem Wunschzettel. Zumindest vonseiten der Tourismuszentrale wurde bestätigt, dass in der Nachbesprechung geprüft werden soll, inwieweit das Thema Awareness im kommenden Jahr fest im Sicherheitskonzept verankert werden kann.
Vor dem Hintergrund, dass die Hanse Sail bundesweit bekannt und beliebt ist, sieht Nachhaltigkeitsmanagerin Mila Zarkh zwischen all dem Rummel sowohl den Mehrwert des Events für die Region als auch den Einfluss der Nachhaltigkeitspilot:innen. Sie hoffe, dass die Akteur:innen insbesondere mit den Pilotprojekten „einen thematischen Kontrapunkt setzen können zu dem, was man ansonsten politisch von MV so mitbekommt“. Der spürbare Rechtsruck und der zunehmend rauer werdende Ton in Bezug auf Minderheiten bereiteten ihr Sorgen. Sie sei überzeugt, dass nachhaltigere Ideen auf einer Großveranstaltung mit einem so positiven Ruf die Chance hätten, dem etwas entgegenzusetzen. Denn: „MV ist so viel mehr und Rostock eine so weltoffene Stadt und ich möchte, dass das weiterhin sichtbar bleibt.“
Transparenzhinweis: Die Titelgrafik zum Artikel wurde auf unserer Website am 08.10.25 aktualisiert. Da es sich hier um eine Hochrechnung handelt und keine tatsächliche Bilanz, haben wir die entsprechende Formulierung abgeändert.
- Landtag MV (Hg.): Umweltpreis des Landtags vergeben, auf: landtag-mv.de (2.7.2025). ↩︎

