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Gedenken an die syrische Revolution

Graffitti gegen das Vergessen

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Zwei Tage lang haben sie an dem Werk mitgearbeitet: Bashar Alhmedy zusammen mit weiteren Syrer:innen, die derzeit in Rostock leben. Die Hauptarbeit aber habe der Künstler Mohammed Hamdun getan, sagt Bashar: „Wir anderen haben da eher mitgeholfen.“

60 Meter lang ist das Bild am Peter-Weiss-Haus. Es fällt auf – Passanten bleiben stehen und fragen. Schon gestern hat die Gruppe viele Flyer verteilt und die Hintergründe der Aktion erklärt. Beschriftungen am Graffito sollen zusätzlich informieren.

Elf Jahre syrische Revolution

Das Wandbild soll an den Jahrestag der syrischen Revolution erinnern, die vor elf Jahren begann, erzählt Bashar. Viele wüssten das gar nicht mehr. Zu lange her, nicht mehr im Fokus. Mit der Kunstaktion wollen sie darauf aufmerksam machen, dass dort noch immer für Demokratie gekämpft wird. Und sie wollen zugleich eine Verbindung zum Krieg in der Ukraine herstellen. Denn auch in Syrien hat Putin seit 2015 eingegriffen, hat Städte bombardieren lassen, Zivilist:innen getötet.

Foto: Bashar Alhmedy

In die Kämpfen in der Ukraine seien derzeit auch syrische Söldner involviert, heißt es von der Initiative Pro Bleiberecht. Der Westen habe jahrelang die Augen verschlossen und damit Putins Großmachtfantasien gedeihen lassen. Aktivist:innen setzen sich bis heute in Syrien und im Exil für die Demokratisierung des Landes ein.

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