Zum Inhalt springen

Waren (Müritz)

Protest gegen rechtsextreme Kundgebung

Von

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Artikel teilen

Zur Kundgebung der Neue Stärke Partei (NSP) fanden sich unter anderem der in Waren ansässige Bundesvorsitzende Christoph Thews, Emanuel T. und Marc Drexler vom Landesverband MV ein.

Die anwesenden Teilnehmer der NSP-Kundgebung – darunter Christoph Thews (2. von rechts), Emanuel T. (3. von rechts), Marc Drexler (4. von rechts), Christian Worch (5. von rechts) und Dirk C. (1. von links)

Neben Drexler sprach als Gast der Neonazi Christian Worch, Bundesvorsitzender der rechtsextremen Kleinstpartei Die Rechte.

Was die Lautstärke ihrer Redebeiträge betraf, so mussten sich die Rechtsextremen anstrengen. Sie wurden immer wieder durch die Rufe und Gesänge der Gegendemonstrant:innen übertönt. Diese hatten sich in einer durch die anwesende Polizei festgelegten Entfernung aufgestellt und forderten wiederholt das Verschwinden der Rechtsextremen. Die Organisator:innen zeigten sich erfreut über die Zahl der Teilnehmer:innen. Man habe nicht mit so vielen Anwesenden gerechnet.

Die Gegendemonstrant:innen verschafften sich laut Aufmerksamkeit und übertönten oftmals die Worte der Rechtsextremen am Denkmal.

Beide Veranstaltungen endeten gut anderhalb Stunden nach Beginn. Die Rechtsextremen posierten zum Abschluss vor dem Denkmal, wo sie einen Kranz und eine rote Flagge hinlegten. Letztere erinnerte mutmaßlich an eine rote Hakenkreuzflagge – im mittigen Kreis standen statt eines Symbols die Worte „Zensiert nach § 86a“. In diesem Paragraf des Strafgesetzbuches ist das Strafmaß für die Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen geregelt.

Die vier teilnehmenden Frauen der NSP-Kundgebung bringen den Kranz und die Flagge zum Denkmal. Unter ihnen, rechts an der Flagge, Michelle E.

MV braucht mehr als nur eine Zeitung pro Region. Holt euch ein KATAPULT-MV-Abo!

Autor:innen

Neueste Artikel

15.04.2024

Rückkehr in die Demokratie

Seit Jahren nimmt die politisch motivierte Kriminalität von rechts in MV zu, während gleichzeitig rechte Parteien mehr und mehr Zuspruch erfahren. Rechtsextremistische Strukturen, Parteien und Untergrundorganisationen sind im Land fest verankert. Umso wichtiger ist die Rolle von Aufklärungs- und Beratungsangeboten. Dazu gehört auch die Ausstiegsbegleitung Jump. Das Angebot des CJD Nord unterstützt Menschen, die sich aus rechten Strukturen lösen möchten. Die Nachfrage ist groß – die Prozesse individuell und langwierig.

12.04.2024

Wie lukrativ ist er wirklich?

Erst musste die Kreuzfahrtbranche einen Tiefschlag durch Corona hinnehmen, dann wirkte sich der russische Angriffskrieg negativ auf Anlauf- und Passagierzahlen in der Ostsee aus. Vom Vor-Corona-Niveau ist noch keine Rede. Dennoch gelten Kreuzfahrten in MV weiterhin als wichtiger Wirtschaftsfaktor. Trotz ihres ökologischen Fußabdrucks und der Frage, wie sehr die angelaufenen Städte tatsächlich profitieren.

12.04.2024

Umstrittene Betriebsgenehmigung sorgt für weiteren Protest

Das Unternehmen Deutsche Regas hat vom Umweltministerium einen Genehmigungsbescheid für den Betrieb des umstrittenen Flüssiggasterminals im Hafen von Mukran auf Rügen erhalten. Während der Bescheid einige Auflagen vorsieht, geht der Protest gegen die LNG-Infrastruktur auf der Insel weiter.