Die Grafik zeigt, welche Traditionsschiffe ihren Heimathafen in Mecklenburg-Vorpommern haben. In Wismar sind es die „Wissemara“, „Atalanta“ und „Marlen“, in Rostock die „Santa Barbara Anna“, in Lauterbach die „Ernestine“, in Greifswald die „Lovis“, die „Greif“ und die „Vorpommern“, in Wolgast die „Nobile“ und in Ueckermünde die „Ucra“.
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Traditionsschiffe auf der Hanse Sail

Maritime Geschichte bewahren

Nirgendwo lassen sich so viele traditionelle Schiffe beobachten wie dieser Tage in Rostock. Es ist Hanse Sail. Doch nicht jedes Schiff, das alt aussieht, ist auch ein echtes Traditionsschiff. Zehn davon haben ihren Heimathafen noch in MV und werden dort von Ehrenamtlichen erhalten. So beispielsweise „Wissemara“, „Atalanta“ und „Marlen“ in Wismar. Deren Eigner konnten sich erst im vergangenen Jahr über eine Bundesförderung freuen. Fördermittel gingen darüber hinaus an Kulturstätten in Altentreptow, Rostock, Dömitz und Kloster.
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407.500 Euro aus dem Programm KulturInvest gingen im vergangenen Herbst nach Wismar. Mit dem Geld beteiligt sich der Bund an der Restaurierung und Modernisierung dreier Traditionsschiffe. Die Poeler Kogge Wissemara, der Lotsenschoner Atalanta und der DDR-Fischkutter Marlen bedürfen aufgrund von Verschleiß- und Verfallserscheinungen einer Überholung.1

Die Grafik zeigt drei Kategorien alter Schiffe zum Verwechseln – Traditionssegler, Traditionsschiffe und Museumsschiffe.

Weitere Millionen für Kulturstätten in MV

Doch nicht nur die Schiffseigner konnten sich über eine Förderung aus dem Programm freuen. Mit über 3,7 Millionen Euro ging die größte Summe in MV nach Altentreptow. Das Geld sollte die Sanierung des alten Mühlenspeichers finanzieren helfen. Dort sollen archäologische Funde einer bronzezeitlichen Schlacht im Tollensetal ausgestellt werden.2
In Rostock kamen über 1,6 Millionen Euro der Petrikirche zugute. Neben dem Einbau moderner Veranstaltungstechnik und neuer barrierefreier Zugänge wurden sie in eine zweite Fluchttreppe im Turm und die Wiederherstellung des historischen Geläuts investiert.3
In Dömitz (Ludwigslust-Parchim) freute man sich über mehr als 2,2 Millionen Euro. Damit könne der Erhalt des Kommandantenhauses, eines Teils der Festung Dömitz, weiter vorangetrieben werden. Fundamentarbeiten, Maßnahmen an Mauerwerk, Fachwerkwänden und Holzbalkendecken und die Behebung von Schäden an Dachstühlen waren nur einige der Arbeiten, die realisiert werden können.3
Der restliche Teil der zehn Millionen Euro für MV floss auf die Insel Hiddensee. Er sollte die denkmalgerechte Sanierung und Modernisierung des dortigen Gerhart-Hauptmann-Hauses in Kloster unterstützen.4

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Für die Onlineversion wurde er aktualisiert.

  1. Junge, Frank: Bund fördert Traditionsschiffe in Wismar, auf: frank-junge.de (25.9.2024). ↩︎
  2. @StadtAltentreptow: Beitrag vom 25.9.2024, 17:44 Uhr, auf: facebook.com. ↩︎
  3. @katrin.zschau: Beitrag vom 25.9.2024, auf: instagram.com. ↩︎
  4. Landkreis Ludwigslust-Parchim (Hg.): Erster Baustein zum Erhalt der Festung Dömitz, auf: kreis-lup.de (26.9.2024). ↩︎
  5. @gruenclaudia: Beitrag vom 25.9.2024, auf: instagram.com. ↩︎

Autor:innen

  • Redakteurin und Betriebsrätin in Greifswald

    Geboren in Berlin, aufgewachsen in Berlin und Brandenburg. Tauschte zum Studieren freiwillig Metropole gegen Metropölchen.

  • Redakteur in Rostock

    An der Küste MVs aufgewachsen und wieder angekommen; feiert Wind- und Wetterfeste, wie sie fallen. Dazwischen Anthropologe und Kulturaktivist.

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