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Hafenausbau Swinemünde

Usedoms Gemeinden reichen gemeinsame Beschwerde ein

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Es soll ein Auftrag an die Landesregierung sein, verfasst von den 21 Bürgermeister:innen der Insel Usedom: Gemeinsam haben sie in der vergangenen Woche ihre Befürchtungen zum geplanten Containerhafen in Swinemünde (Świnoujście) eingereicht. Derzeit liegt der sogenannte Espoo-Bericht, also die Umweltverträglichkeitsprüfung von polnischer Seite, dort zur Einsicht aus. Bis Freitag können Einwände eingereicht werden.

Einen zweiten Einwand mit der Bitte um weitere Akteneinsicht hat das Ostseebad Heringsdorf selbst eingereicht, erzählt Bürgermeisterin Laura Isabelle Marisken (parteilos). Die Akten seien bereits angekommen und werden derzeit durchgegangen. Nach Ende der Beschwerdefrist folgen dann Konsultationen, in denen alle Einwände diskutiert werden.

Heringsdorf erhofft sich, wie auch die anderen Gemeinden, mit ihren Beschwerden den Bau des Großprojektes doch noch verhindern zu können. Mit dem gemeinsamen Schreiben wollen sie einmal mehr die Landesregierung auffordern, sich selbst zu positionieren. Ob das noch passiert, ist allerdings unklar. Usedoms Gemeinden hoffen darauf, sagt Marisken. Denn Fakt sei: Wenn die derzeit noch einsehbare Umweltverträglichkeitsprüfung vom Land abgesegnet wird, kann eine Baugenehmigung beantragt werden.

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Fußnoten

  1. Telefonat am 21.2.2023.

Autor:innen

Redaktionsleitung bei KATAPULT MV.

Ist in Greifswald geboren, hat in Augsburg studiert und zog für den Lokaljournalismus wieder zurück nach Meck-Vorp.

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