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OB-Wahl Rostock

Kandidierende stehen fest

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OB-Wahl in Rostock: Von 21 Wahlvorschlägen wurden 17 angenommen, 2 zurückgewiesen und 2 auf eigenen Wunsch zurückgezogen. Die Verteilung ist durch verschieden farbige Rathäuser von Rostock symbolisiert.

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Der Wahlausschuss entschied am Donnerstag über die sieben in seiner ersten Sitzung zurückgestellten Wahlvorschläge. Zwei von ihnen wurden nicht zugelassen:

Stefan Treichel

Einer von ihnen ist Einzelbewerber, Bürgerschaftsmitglied und Ex-AfD-Mann Stefan Treichel. In der ersten Sitzung veranlasste der Wahlausschuss eine Prüfung seiner persönlichen Eignung durch die Rechtsaufsichtsbehörde. Das Gremium hatte Zweifel an seinem Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Grund war eine Verurteilung Treichels Anfang September wegen Verherrlichung eines Angriffskrieges.

Die Rechtsaufsichtsbehörde hatte nach der Prüfung „berechtigte Zweifel an der künftigen Verfassungstreue“ von Treichel. So heißt es in der Zusammenfassung der Entscheidung, die der stellvertretende Wahlleiter Dirk Zierau verlas. Das eigentlich neunköpfige Gremium, das mit nur sechs Mitgliedern anwesend und dennoch beschlussfähig war, votierte daher einstimmig gegen die Zulassung von Treichel als OB-Kandidat.


Andreas Kurtz

Auch der Einzelbewerber Andreas Kurtz wurde nicht zur Kandidatur zugelassen. Grund waren weiterhin fehlende Unterlagen. So hatte er weder die notwendige Wählbarkeitsbescheinigung noch das amtsärztliche Gesundheitszeugnis nachgereicht. Daher wurde sein Wahlvorschlag ebenfalls einstimmig zurückgewiesen.


Die Einzelbewerberin Iris Drenkhahn, Bürgerschaftsmitglied und ehemaliges AfD-Mitglied, hatte ihren Wahlvorschlag auf eigenen Wunsch zurückgezogen.

Die Kandidatin der neu gegründeten Wählerinnengemeinschaft Deutsche Bietrinkerinnen Union, Rebecca Thoß, wurde vor der Abstimmung dazu befragt, ob sie – so sie denn gewählt werden würde – annehmen und sieben Jahre lang das Amt der Oberbürgermeisterin ausführen würde. Ihre Antwort: „Ich habe meine Bürgerinnenpflicht erkannt und würde die Wahl annehmen.“ So wurde einstimmig für ihren Wahlvorschlag gestimmt.


Außerdem wurden einstimmig zur OB-Wahl zugelassen:

  • Michael Meister (AfD), Landtagsabgeordneter, ehemaliger Tischler und Polizist
  • Matthias Bräuer (Einzelbewerber), gelernter Maler und Lackierer, ehemaliger selbständiger Bühnenbauer, trat bereits 2019 zur Wahl an
  • Alina Kreis (Einzelbewerberin)


Bereits als Kandidat:innen zugelassen waren:

  • Eva-Maria Kröger (Die Linke), Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende in der Rostocker Bürgerschaft
  • Carmen-Alina Botezatu (SPD), Leiterin des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes Rostock
  • Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen), Bundestagsabgeordnete und Koordinatorin der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus
  • Michael Ebert (Einzelbewerber, gestützt von CDU, FDP und UfR), Polizist
  • Jens Kaufmann (Einzelbewerber), Unternehmer
  • Robert Uhde (Einzelbewerber), Impfarzt und Eventmanager
  • Niels Burmeister (Einzelbewerber), Mitgeschäftsführer des Veranstaltungsortes Moya in Rostock
  • Jörg Kibellus (Einzelbewerber), Schornsteinfegermeister
  • Karol Langnickel (Einzelbewerber), Reinigungsunternehmer
  • Holger Luckstein (Einzelbewerber), Beamter
  • Kai Oppermann (Einzelbewerber), ehemaliger Vertriebler
  • Niklas Zimathis (Einzelbewerber), Lehramtsstudent
Geschlechterverteilung der Kandidierenden: 5 Frauen und 12 Männer. Dargestellt in einem Kreisdiagramm.

Am 13. November wählt die größte Stadt Meck-Vorps ihr neues Oberhaupt. Der vorherige OB Claus Ruhe Madsen (parteilos) war zurückgetreten, um Wirtschaftsminister von Schle-Holst zu werden. Erhält kein:e Kandidat:in mehr als die Hälfte der Stimmen, kommt es am 27. November zur Stichwahl.


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