Ab 14 Uhr sind am Samstag Vorträge, Livemusik, Stände verschiedener Initiativen, ein Büfett und abends eine Karaokeparty geplant. So möchte der Verein Rostock hilft seinen zehnten Geburtstag feiern, wie Vereinsmitglied Julius Rutzin berichtet. Die Ehrenamtlichen schauen jedoch neben aller Freude derzeit eher skeptisch in die Zukunft: „Wir machen uns sehr große Sorgen wegen des Rechtsrucks“, so Rutzin. Immerhin seien sie auch auf Förderung angewiesen. Es sei aber unklar, ob und in welchem Maße der Verein in den nächsten Jahren überhaupt Unterstützung bekommen kann.1
Nichtsdestotrotz engagieren sich seine Mitglieder weiter für Integration und Gleichberechtigung und gegen Rassismus. Dafür arbeiten sie nicht nur im Rahmen von Projekten mit anderen Initiativen zusammen – Mitte August endete zum Beispiel ein Sportangebot für geflüchtete Frauen in Gemeinschaftsunterkünften. Dem Verein ist auch politische Bildung, zum Beispiel mittels Abendvorträgen, ein zentrales Anliegen, wie Rutzin betont. Darüber hinaus gibt es dauerhafte Angebote wie das Newcomercafé. Dort finden Interessierte zum Beispiel donnerstags das Sprachcafé, können mittwochs Forro tanzen oder sonntags Spiele spielen. Auch eine Rechtsberatung für Geflüchtete wird angeboten, die allerdings derzeit pausiert. Wer eine eigene Idee umsetzen möchte, kann einfach dienstags zum offenen Plenum vorbeischauen, so Rutzin. Dafür müsse man auch kein Vereinsmitglied sein.
Mehr zum Engagement von Rostock hilft:
- MV steht für Menschlichkeit und Vielfalt
- Zwischen Chaos und Containern
- Spendenbereitschaft geht zurück, Bedarf nicht
- Rostock hilft mit Unterkünften
- Zwei für Hunderte

- Telefonat mit Julius Rutzin am 19.8.2025. ↩︎

