535 Personen aus dem rechtsextremen Spektrum werden momentan von der Polizei gesucht. Insgesamt liegen gegen die Gesuchten 714 offene nationale Fahndungen vor. Das geht aus einer Kleinen Anfrage mehrerer Abgeordneter der Fraktion Die Linke im Bundestag hervor.1
Wie das Landeskriminalamt auf Nachfrage mitteilte, werden in MV Stand 7. November neun Rechtsextreme mit einem offenen Haftbefehl gesucht.2 Bei zwei der neun Gesuchten ist der Aufenthaltsort nicht bekannt. Sie sind entweder untergetaucht, haben keinen festen Wohnsitz oder waren an ihrer Meldeadresse nicht anzutreffen. Was eine Festnahme der sieben anderen Personen verhindert, beantwortete das LKA nicht.
Doch weshalb werden die neun Personen gesucht? Bei einer ist es eine politisch motivierte Straftat. Darunter fallen neben Gewaltdelikten und Sachbeschädigungen auch die Verbreitung von verfassungswidriger Propaganda, wie zum Beispiel durch Aufkleber oder Inhalte im Internet. Bei den anderen sind die Hintergründe unterschiedlich: Die Vorwürfe reichen von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz über Diebstahl und Körperverletzung bis hin zu Fahren ohne Fahrerlaubnis.
- Deutscher Bundestag (Hg.): Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Doris Achelwilm, Anne Mieke Bremer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke: Rechtsextremisten auf der Flucht, auf: dserver.bundestag.de (12.11.2025).
↩︎ - E-Mail der Pressestelle des Landeskriminalamts MV vom 24.11.2025. ↩︎

