Die Vereinigungen Jung & Stark und Deutsche Jugend voran (DJV) gelten nicht nur als rechtsextremistisch, sondern auch als gewaltbereit und aktionsorientiert. Die Mitglieder sind in Online-Gruppen organisiert,1 nehmen aber zum Beispiel auch an Demonstrationen teil. Laut Generalbundesanwalt sei in Rostock ein 28-Jähriger und im Landkreis Vorpommern-Greifswald ein 19-Jähriger von den Razzien betroffen. Ihnen wird die Mitgliedschaft in der DJV und die Rädelsführerschaft in eben dieser vorgeworfen.2
Insgesamt laufen die Durchsuchungen in mehreren Bundesländern gegen 36 Beschuldigte. Neben dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und, bei einem Großteil der Verdächtigen ebenfalls die Rädelsführerschaft kommen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen acht Beschuldigte hinzu. Nicht nur sollen sie zu Gewalttaten gegen politische Gegner:innen und vermeintlich Pädophile aufgerufen haben, es sei auch zu Übergriffen auf Personen gekommen. Die Betroffenen erlitten erhebliche Verletzungen.
Update: Die Razzien sind nach Angaben des Bundesanwaltschaft mittlerweile abgeschlossen. Zu den dabei in MV beschlagnahmten Objekten wollte eine Sprecherin sich nicht äußern. Ebenso wenig wolle man bestätigen oder verneinen, dass die Durchsuchung im Kreis Vorpommern-Greifswald in der Hansestadt Greifswald stattgefunden haben soll.
Transparenzhinweis: Der Artikel wurde am 7. Mai 2026 ergänzt und aktualisiert.
Weiterlesen: Die Letzte Verteidigungswelle und ihre Verbindungen in MV / Jugendjahre einer Naziclique
- Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (Hg.): Durchsuchungen bei mutmaßlichen Mitgliedern zweier rechtsextremistischer krimineller Vereinigungen („Jung & Stark“ und „Deutsche Jugend Voran“/„Neue Deutsche Welle“), auf: generalbundesanwalt.de (6.5.2026). ↩︎
- Telefonat mit der Pressestelle des Generalbundesanwalts am 7.5.2026. ↩︎

