Auf der Kachel ist oben eine leere STraße zu sehen mit der Aufschrift "keiner da...", hier hätte heute eigentlich die AfD-Jugend einen Infostand vor einer Rostocker Berufsschule aufstellen wollen. Auf dem unteren Bild sieht man die Gegenkundgebung, die dennoch stattfand, mit der Überschrift ... außer der Gegenkundgebung.
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Rostock: Mobilisierung gegen Infostand der AfD-Jugend vor Berufsschule 

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Die rechtsextreme Jugendorganisation der AfD, Generation Deutschland, kündigte gegen Ende dieser Woche Infostände vor zwei Rostocker Berufsschulen an. Einer davon war heute vor der BS Technik in Rostock-Bramow geplant. Dazu gab es eine kurzfristig organisierte Gegenkundgebung. Die AfD-Jugend hingegen tauchte nicht auf. 

In den Sozialen Medien hatte die Rostocker Gruppierung der Generation Deutschland angekündigt, am heutigen Freitag sowie am kommenden Montag mit Infoständen vor zwei lokalen Berufsschulen zu sein. Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierte das Aktionsbündnis Rostock Nazifrei eine Gegenkundgebung. Die öffentlichen Ankündigungen der AfD-Jugendorganisation verschwanden daraufhin aus dem Netz. 

MVs Berufsschulen bekommen zu wenig Aufmerksamkeit

Etwa zwanzig engagierte Bürger:innen versammelten sich dennoch vor der Berufsschule, um Präsenz zu zeigen. Der zuständige Polizeibeamte gab heute Mittag vor der BS Technik bekannt, dass die AfD-Jugend kurzfristig ihren Infostand abgesagt hatte und somit gar nicht erst erschien. Ob der angekündigte Infostand der Generation Deutschland an der Beruflichen Schule für Dienstleistung und Gewerbe in Dierkow am Montag nach wie vor angemeldet ist und stattfindet, ist bisher nicht bekannt. Die Ankündigung auf der Instagram-Seite der Generation Deutschland wurde ebenfalls gelöscht. 

Die Azubi Initiative MV hatte auf die Aktion der rechtsextremen Jugendgruppierung aufmerksam gemacht. Sprecher:innen der Initiative verwiesen auf die landesweite Situation an Berufsschulen, der zu wenig politische Aufmerksamkeit zuteil werde. Rechte Gruppen würden diese Vernachlässigung nutzen und gezielt auf die jungen Erwachsenen zugehen.

Mit Blick auf die Landtagswahl im September wollte KATAPULT MV eigene Daten zum Wahlverhalten von Berufsschüler:innen in MV erheben. Die Umfrage sollte an alle Berufsschulen in öffentlicher und freier Trägerschaft im Land gehen, bedarf jedoch einer Genehmigung vom zuständigen Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern. Dies erteilte uns ohne Angabe von Gründen eine Absage.1 

  1. E-Mail vom Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung MV vom 18.6.2026. ↩︎

Autor:in

  • Redakteur in Rostock

    An der Küste MVs aufgewachsen und wieder angekommen; feiert Wind- und Wetterfeste, wie sie fallen. Dazwischen Anthropologe und Kulturaktivist.

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