Die Grafik zeigt ein zerstörtes Plakat den Lauf gegen Rechts in Boizenburg. Alle 22 Plakate, die die Veranstaltung beworben hatten, wurden zerstört. Es wird außerdem eine Organisatorin von Boizenburg gegen Rechts zitiert. Sie sagt "Jetzt machen wir es erst recht!"
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Initiative „Boizenburg gegen Rechts“

„Lauf gegen Rechts“ findet trotz zerstörter Plakate statt

Dieses Wochenende findet zum dritten Mal der „Lauf gegen Rechts“ in Boizenburg statt. Doch diesmal wurden im Vorfeld alle Plakate der Organisator:innen zerstört. Ans Aufgeben denken die Organisator:innen trotzdem nicht.
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Ende März bewarb die Initiative Boizenburg gegen Rechts ihren „Lauf gegen Rechts“ mit 22 großen Plakaten überall im Stadtgebiet. Ziel sei es gewesen, die Einwohner:innen der Kleinstadt ganz analog über die Veranstaltung zu informieren, erklärt Tanja, eine Sprecherin der Initiative.1 Bereits zum dritten Mal organisieren sie den Lauf, bei dem eine niedrigschwellige Vernetzung und spaßiger Aktivismus im Fokus stehen.

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„Wir gehen von einer geplanten Aktion aus“

Wenige Tage nach dem Aufhängen erreichten die Organisator:innen jedoch die ersten Nachrichten über verschwundene Plakate. „Letzte Woche Mittwoch bin ich dann einmal alle Standorte abgefahren und habe gemerkt, dass alle Plakate zerstört oder gestohlen wurden“, erinnert sich die Aktivistin. Sie habe daraufhin Anzeige erstattet. Die Polizeiinspektion Ludwigslust bestätigt das. Aktuell ermittelt der Staatsschutz, so ein Sprecher.2 Tanja ist sich sicher: Es war nicht der Wind, der die Plakate heruntergeweht hat. „Wir gehen von einer geplanten Aktion aus.“

Für die Initiative ist das doppelt schade, sagt sie. Einerseits sei ein Schaden von 360 Euro entstanden. Andererseits wollten sie die Plakate im nächsten Jahr mit neuem Datum versehen und wieder verwenden. Auch gehe ihnen jetzt wichtige Werbung verloren. „Wir haben nun kleinere A4-Plakate aufgehängt und hoffen, dass sie halten“, so Tanja.

Solidarität auch aus anderen Bundesländern

Ans Aufgeben denken sie deshalb aber nicht. Der Lauf soll am Wochenende wie geplant stattfinden. Im letzten Jahr nahmen rund 60 Personen daran teil. Laufgruppen aus Hamburg und Lübeck haben ihr Kommen bereits angekündigt. Nachdem die Initiative die Vorfälle veröffentlicht hatte, sei ihnen viel Solidarität entgegengebracht worden, erzählt Tanja. „Wir denken uns: Jetzt machen wir es erst recht!“ Die Zerstörung zeige, wie notwendig deutliche Zeichen gegen Rechts auch in Boizenburg seien.

Wie bereits in den Jahren zuvor gibt es ein Sicherheitskonzept für den Lauf. Die Route wird im Vorfeld nicht veröffentlicht und es wird Ordner:innen an der Strecke geben. Die Veranstaltung findet außerdem in enger Absprache mit der Polizei statt. Die freudige Stimmung soll davon aber nicht getrübt werden, versichert Tanja: „Wir freuen uns auf das Wochenende und jede:n der:die kommt!“

  1. Telefonat mit Tanja am 14.4.2026. ↩︎
  2. E-Mail von Felix Zgonine, Pressestelle Polizeipräsidium Rostock, vom 15.4.2026. ↩︎

Autor:in

  • Porträt von Lilly Biedermann Redakteurin Katapult MV in Greifswald

    Redakteurin in Greifswald

    Geboren und aufgewachsen in Sachsen. Ist zum Studieren vom tiefen Osten in den kalten Osten nach Greifswald gezogen.

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