Zum Inhalt springen

Anke Lübbert

Artikel (8)

Keimzelle der Demokratie, leicht verkümmert

„Die Kreisgebietsreform hat auch die gewählten Mitglieder der Kreistage entmachtet.“ Wir wollten diese Aussage von Helmut Klüter, emeritierter Professor der Universität Greifswald, überprüfen und haben mit Mitgliedern der Kreistage Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte gesprochen.

Vor dem Streik

Zwei Tage vor den Wahlen ruft Fridays for Future unter dem Motto „Alle für das Klima“ zum globalen Klimastreik auf. An elf Orten in Meck-Vorp finden Demos statt. Aber wer steckt eigentlich hinter der Bewegung? Und ist es in MV schwieriger, sich zu organisieren, als anderswo? Rostock und Waren: Die größte und die (vermutlich) kleinste FFF-Ortsgruppe MVs im Porträt.

Demo für alle

Dem Aufruf des Bündnisses #Unteilbar MV folgten am Samstag rund 1.000 Menschen nach Rostock, um kurz vor den Wahlen für eine solidarische und nachhaltige Zukunft zu demonstrieren.

Unter Klimafreunden

Über den Klimawandel diskutierten elf Tage vor den Wahlen die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten von Meck-Vorp bei einer Podiumsdiskussion in der Scheune Bollewick. Dazu eingeladen hatten die Stiftung Akademie Nachhaltige Entwicklung (ANE) MV und die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, RENN.nord.

„Die Kreisgebietsreform verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz“

Helmut Klüter ist emeritierter Professor für Regionale Geographie an der Universität Greifswald. Er sagt, dass die Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern anfällig macht für Politikverdrossenheit, Extremismus und antidemokratische Strömungen. Dass sie viele Menschen grundgesetzwidrig benachteiligt. Und er hat ein paar Vorschläge, wie man die Mängel der Reform abpuffern könnte.

Gleiches Recht, ungleiche Rechnung

Hort ist in Meck-Vorp nicht für alle kostenlos. Eltern behinderter Kinder, die Integrationshelfer für die Nachmittagsbetreuung in den Schulen im Landkreis Vorpommern-Greifswald brauchen, müssen seit diesem Schuljahr ihr Vermögen offenlegen. Wenn sie „zu viel“ verdienen, sollen sie sich an den Kosten der Integrationshelferinnen beteiligen, ohne die ihr Kind den Hort nicht besuchen kann. Für alle anderen Kinder ist der Hortbesuch kostenfrei.

Hier fehlt nicht nur eine Brücke

Seit über siebzig Jahren rostet die ehemalige Hubbrücke Karnin vor sich hin. Würde die Eisenbahnbrücke wiederaufgebaut, könnte die Verbindung zwischen Berlin und Usedom künftig 90 Minuten schneller sein. Bis es so weit ist, bleibt die Brückenruine ein Symbol für das nicht eingelöste Versprechen der Verkehrswende.

Alle wollen hier weg hin?

2020 ist Mecklenburg-Vorpommern gewachsen. Obwohl hier mehr Menschen sterben, als geboren werden. 12.581 Menschen sind dazugekommen. Freiwillig. Das liegt auch, aber nicht nur an Corona.