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Anke Lübbert

Artikel (19)

Magda Nowak, Künstlerin und Aktivistin aus Polen, sitzt an einem Tisch und schnitzt. Ihr Gesicht sieht man nicht. Zitat: "Die polnische Regierung versucht die gesamte Zivilgesellschaft zu zerstören. Das macht mir große Angst."

„Noch haben wir eine Stimme!“

Magda Nowak setzt sich in Stettin (Szczecin) für LGBTQ*-Rechte, gegen die Kriminalisierung von Abtreibung und für den Klimaschutz ein. Sie sagt, dass man in Polen große persönliche Risiken eingehe, wenn man die Regierung kritisiert und sich engagiert. Außerdem sei Polen auf dem Weg in einen autokratischen Staat, sodass freie Meinungsäußerung gefährlich sein kann. Wie Magda Nowak wirklich heißt, will sie nicht veröffentlicht wissen. Sie hat Angst, dass die politische Entwicklung in ihrem Land weiter in diese Richtung geht und sie vielleicht keinen Studienplatz bekommt, wenn sie dieses Interview unter ihrem richtigen Namen gibt. Die 20-Jährige leistet derzeit einen Freiwilligendienst in Deutschland. Das Interview wurde im Frühsommer geführt.

„Die Klimaangst kann uns als Menschheit am Ende sogar retten“

Zunehmend leiden Menschen unter sogenannter Klimaangst. Es ist die Angst vor den Folgen, die die Klimakrise über kurz oder lang mit sich bringt, und ist bereits Bestandteil psychologischer Behandlungen. KATAPULT MV hat mit der Umweltpsychologin Susanne Nicolai aus Greifswald gesprochen, die mit einem neuen Buch unter anderem auf diese Auswirkungen aufmerksam machen will.
Ein Kutter liegt im Wasser.

Sea Punks: Gewissen trifft Abenteuerlust

Ein Projekt, initiiert von drei Brüdern, baut in Greifswald einen ehemaligen Fischkutter zum Rettungsschiff um, mit dem schon ab dem Sommer Flüchtende im Mittelmeer gerettet werden sollen. Ein Besuch vor Ort.

„Ich stufe das als gefährlich ein“

Konstanze Marx ist Professorin für Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Greifswald. Sie ist Expertin für Cybermobbing, Hass und Gewalt im Internet und in den Sozialen Medien. Im Interview spricht sie über die Bedrohungslage im Netz.

Hass und Drohungen gegen Politiker:innen in MV

Hassbotschaften und Gewaltaufrufe, vor allem in den Sozialen Medien, haben seit Beginn der Pandemie bundesweit zugenommen. Gerade Politiker:innen werden häufig bedroht und beschimpft. Auch in Mecklenburg-Vorpommern? KATAPULT MV hat bei der Landesregierung, Mitgliedern des Landtags und den Oberbürgermeistern der Städte Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Greifswald nachgefragt, ob und wie sehr sie von Hass- und Drohnachrichten betroffen sind.
Moose der Universität Greifswald als Kunstinstallation auf der Biennale in Venedig

Moos der Uni Greifswald in Venedig

Wenn in 18 Tagen in Venedig die Biennale beginnt, sind dort auch lebende Torfmoose der Uni Greifswald zu sehen. Christy Gast will damit auf die Rolle von Mooren für den Klimaschutz aufmerksam machen – und auf deren bedrohte Schönheit. KATAPULT MV hat mit der US-amerikanischen Aktions- und Installationskünstlerin gesprochen.

Größter Containerhafen der Ostsee geplant: Transnationale Umweltschäden befürchtet

Unmittelbar umgeben vom Natura-2000-Gebiet, einem europäischen Fauna-Flora-Habitat und Vogelschutzgebiet, soll ein Terminal entstehen, durch das Świnoujście zum größten Containerhafen der Ostsee werden würde. Das Problem: Nicht nur das Terminal, auch die Belastung für die Umwelt könnte gigantisch sein. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die für transnationale Projekte wie dieses vorgesehen ist, wurde bis jetzt nicht erstellt, EU-Recht ignoriert. Darum haben zwei Europaabgeordnete selbst eine in Auftrag gegeben. Was deutlich wird: Die Landesregierung von MV ist in der Defensive. Und die polnische Zivilgesellschaft steht unter massivem Druck der Regierung.

„Was mache ich hier eigentlich?“

Die ersten drei Kriegswochen hat Claudia Schmid im Südwesten der Ukraine verbracht. Sie hat Flüchtlingstransporte mitorganisiert, Hilfsgüter verladen und Menschen zugehört, deren Häuser bombardiert werden. Seit Anfang vergangener Woche ist sie zurück auf der Kooperative Hof Ulenkrug, bei Stubbendorf zwischen Gnoien und Dargun. Im Interview hat sie KATAPULT MV von ihren Erfahrungen berichtet.

Usedomer Eisenbahnfreunde fordern Schwesig zu Vermittlung auf

Ende März sollen die Vorplanungen für die Südanbindung Usedoms per Bahn beendet sein. Aber bereits jetzt ist klar, dass es für den Streckenabschnitt zwischen Heringsdorf und Swinemünde auf polnischer Seite andere Planungen gibt und er nicht mehr zur Verfügung steht. Ausgerechnet ein Schießplatz an der Grenze, geplant vom polnischen Verteidigungsministerium, könnte das Verkehrsprojekt nun verzögern – oder sogar verhindern.

„Uns rennt die Zeit davon“

Franziska Tanneberger, Leiterin des „Greifswald Moor Centrums“, sieht seit der Regierungsbildung in MV für den Klimaschutz kaum Fortschritt. Es brauche vor allem schnelle Schritte, um die flächendeckende Entwässerung der Moore zu beenden: Eine Informationskampagne über die Emissionen im Land, Umorientierung in der Wasserwirtschaft, eine Moorklimaschutzagentur – und endlich ein Landesklimaschutzgesetz. Im Interview mit KATAPULT MV richtet sie einen dringenden Appell an die Landesregierung.

Betreuungsschlüssel in MV deutschlandweit am schlechtesten

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Erzieher:innen im Schnitt neun Kleinkinder betreuen. Bei den Überdreijährigen sind es sogar doppelt so viele. Diese Verhältnisse sind zwar günstiger und haben hierzulande Tradition, doch sie gehen vor allem zulasten von ohnehin benachteiligten Kindern.

Keimzelle der Demokratie, leicht verkümmert

„Die Kreisgebietsreform hat auch die gewählten Mitglieder der Kreistage entmachtet.“ Wir wollten diese Aussage von Helmut Klüter, emeritierter Professor der Universität Greifswald, überprüfen und haben mit Mitgliedern der Kreistage Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte gesprochen.

Vor dem Streik

Zwei Tage vor den Wahlen ruft Fridays for Future unter dem Motto „Alle für das Klima“ zum globalen Klimastreik auf. An elf Orten in Meck-Vorp finden Demos statt. Aber wer steckt eigentlich hinter der Bewegung? Und ist es in MV schwieriger, sich zu organisieren, als anderswo? Rostock und Waren: Die größte und die (vermutlich) kleinste FFF-Ortsgruppe MVs im Porträt.

Demo für alle

Dem Aufruf des Bündnisses #Unteilbar MV folgten am Samstag rund 1.000 Menschen nach Rostock, um kurz vor den Wahlen für eine solidarische und nachhaltige Zukunft zu demonstrieren.

Unter Klimafreunden

Über den Klimawandel diskutierten elf Tage vor den Wahlen die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten von Meck-Vorp bei einer Podiumsdiskussion in der Scheune Bollewick. Dazu eingeladen hatten die Stiftung Akademie Nachhaltige Entwicklung (ANE) MV und die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien, RENN.nord.

„Die Kreisgebietsreform verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz“

Helmut Klüter ist emeritierter Professor für Regionale Geographie an der Universität Greifswald. Er sagt, dass die Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommern anfällig macht für Politikverdrossenheit, Extremismus und antidemokratische Strömungen. Dass sie viele Menschen grundgesetzwidrig benachteiligt. Und er hat ein paar Vorschläge, wie man die Mängel der Reform abpuffern könnte.

Gleiches Recht, ungleiche Rechnung

Hort ist in Meck-Vorp nicht für alle kostenlos. Eltern behinderter Kinder, die Integrationshelfer für die Nachmittagsbetreuung in den Schulen im Landkreis Vorpommern-Greifswald brauchen, müssen seit diesem Schuljahr ihr Vermögen offenlegen. Wenn sie „zu viel“ verdienen, sollen sie sich an den Kosten der Integrationshelferinnen beteiligen, ohne die ihr Kind den Hort nicht besuchen kann. Für alle anderen Kinder ist der Hortbesuch kostenfrei.

Hier fehlt nicht nur eine Brücke

Seit über siebzig Jahren rostet die ehemalige Hubbrücke Karnin vor sich hin. Würde die Eisenbahnbrücke wiederaufgebaut, könnte die Verbindung zwischen Berlin und Usedom künftig 90 Minuten schneller sein. Bis es so weit ist, bleibt die Brückenruine ein Symbol für das nicht eingelöste Versprechen der Verkehrswende.

Alle wollen hier weg hin?

2020 ist Mecklenburg-Vorpommern gewachsen. Obwohl hier mehr Menschen sterben, als geboren werden. 12.581 Menschen sind dazugekommen. Freiwillig. Das liegt auch, aber nicht nur an Corona.