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Louise Blöß

Redakteurin bei KATAPULT MV.

Artikel (130)

Ausbau erneuerbarer Energien lässt Strompreis steigen

Die sogenannten Netzentgelte sind zum 1. Januar bundesweit gestiegen. Besonders stark betroffen ist Mecklenburg-Vorpommern. Und das, obwohl die erneuerbaren Energiequellen Strom eigentlich günstiger machen.

Lehrer:innen sind „Goldstaub“

Zukünftig sollen die Einstellungsverfahren für neue Lehrkräfte in MV deutlich schneller gehen. Statt nach bis zu sechs Monaten könnten Bewerber:innen dann schon nach sechs Wochen mit einer Rückmeldung rechnen. Mit diesem Schritt will die Landesregierung gegen den auch in MV bereits herrschenden Lehrer:innenmangel vorgehen. Bildungsministerin Simone Oldenburg (Die Linke) bezeichnete Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal in diesem Zusammenhang als „Goldstaub“.

Bürger stellt Stadt Loitz Ultimatum

Am Dienstag übergab ein Bürger in einer Ausschusssitzung der Stadt Loitz einen Brief. Er sieht die öffentliche Sicherheit und Ordnung durch Migrant:innen gefährdet und fordert die Stadt auf, tätig zu werden. Andernfalls wolle man selbst handeln. Die Stadt hat bereits reagiert und eine der Forderungen umgesetzt. Man sei im Gespräch mit dem Mann und nehme die Situation ernst. Klar sei aber auch, dass die geforderten Maßnahmen nicht alle realistisch sind. Hintergrund des Briefes sind vermutete Übergriffe von Menschen mit Migrationshintergrund auf Kinder, für die es jedoch keine Anhaltspunkte gibt.

Der Hügel soll bleiben

Am Dienstag wurden im Bauausschuss der Hansestadt die Ergebnisse einer Befragung zur Zukunft des Deponieberges vorgestellt. Nach dem Willen der Befragten soll die ehemalige Abfalldeponie nördlich des Museumshafens sowohl als Hügel erhalten bleiben als auch öffentlich zugänglich werden. Als mögliche Nachnutzungen schnitten vor allem Picknickplätze und Ruhepunkte mit Blick in die Landschaft besonders gut ab. Unter weiterer Beteiligung der Öffentlichkeit und der jetzigen Nutzer:innen soll nun bis 2028 ein Konzept erarbeitet werden.

Eine „reine Willensfrage“

Bratwurst, Schnitzel oder Kartoffelpuffer mit Zucker und Zimt. Alles Speisen, die wohl in jeder Generation zahlreiche Anhänger:innen finden. Und gerade von Kindern gern gegessen werden. Doch sollte es in einer Kita jede Woche solche Angebote geben? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt klar nein. Einmal die Woche Fleisch und Fisch und ansonsten ausgewogene pflanzliche Ernährung, lautet die Empfehlung. Doch sind manche Kindertageseinrichtungen in MV von dieser Idealvorstellung noch weit entfernt. Beteiligte, die daran etwas ändern möchten, haben es meist schwer. Der Wille und das Engagement von Eltern, Kitas, Trägern und Caterern sind entscheidend.

Laut, dreckig und von Scholz abgenickt

Bundeskanzler Scholz, MVs Ministerpräsidentin Schwesig und ihr Umweltminister Till Backhaus haben am 14. Januar den Genehmigungsbescheid für das LNG-Terminal an deren Geschäftsführer übergeben. Mehr als 300 Menschen wehren sich dagegen – aus verschiedenen Gründen.

Impfangebote enden bald

Die Kommunen im Land ziehen Konsequenzen aus der nachlassenden Nachfrage nach Covid-Impfungen. Nach und nach werden in den kommenden Monaten überall die Impfangebote zurückgefahren und eingestellt. Die Verantwortlichen argumentieren mit den unverhältnismäßig hohen Kosten. Mit der Einstellung der Angebote gehen die sogenannten ergänzenden Impfstrukturen dann vollständig in die Regelversorgung über.

Wärmeinseln und Leuchttürme für den Notfall

Für einen möglichen Ausfall der Energieversorgung haben die Landkreise und kreisfreien Städte in MV sogenannte Kommunikationsleuchttürme und Wärmeinseln eingerichtet. Bei längeren Strom- oder Heizungsausfällen können Bürger:innen sich hier sowohl aufwärmen als auch beispielsweise Notrufe absetzen. Obwohl etwa eine Gasmangellage in diesem Winter als unwahrscheinlich gilt, wollen die Gemeinden vorbereitet sein.

Von wegen Hamburg und Sachsen

Altona und Kemnitz gibt es auch in MV – gleich nahe Eldena und Eldena.

Wie alltäglich Rassismus eigentlich ist

Er ist noch überall. Vor allem im Alltag: Rassismus. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Erhebung zweier Vereine und der Hochschule Neubrandenburg, in der das Erleben von Rassismus in Mecklenburg-Vorpommern aus einer neuen Perspektive aufgearbeitet wird. Fazit: Es fehlt nach wie vor an Einsicht und Verantwortung.

Anhörung voraussichtlich im Februar

Seit dem 1. Januar darf das Klinikum Neubrandenburg keine Schwangeren mehr aufnehmen, bei deren Kindern mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm gerechnet wird. Dagegen regte sich Widerstand. Eine Petition sammelte über 100.000 Unterschriften und erreichte so eine Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages. Die Hoffnung auf eine Änderung ist dennoch gering.

Wird langsam eng hier

Immer weniger Menschen ziehen aus Meck-Vorp weg. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes zogen 2021 insgesamt 31.989 Menschen fort, fünf Jahre zuvor waren es dagegen noch 46.961 gewesen.

Hoch hinaus geht anders

Schwerin und Schwerin – einmal in Meck, einmal in Brandenburg – sind nicht nur aufgrund des Namens verwechslungsgefährdet. Auch ihre Lage am Schweriner See und die Höhe der zu stürmenden Gipfel lassen keine große Unterscheidung zu.

Silvester hat begonnen

Gestern startete offiziell der Feuerwerksverkauf. Für manche hieß das auch gleich: Feuer frei. Dabei ist der 31. erst morgen. Unterdessen stellen sich Leitstellen und Einsatzkräfte auf die Hauptkampfnacht des Jahres ein. Die Politik mahnt mit Blick auf die überlasteten Notaufnahmen zu besonnenem Umgang mit Feuerwerk und Böllern.
Säulendiagramm. Arbeitslose Ukrainer:innen in Meck-Vorp 2022: Juni (3.890), Juli (5.740), August (5.850), September (5.500) und Oktober (4.900).

„Wir machen das gut in Vorpommern“

Mit der Flucht Tausender Ukrainer:innen nach MV sahen Unternehmen eine Chance, Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. Obwohl der Arbeitsmarkteinstieg für diese Geflüchteten grundsätzlich problemlos möglich ist, offenbaren sich sowohl für sie als auch für die Unternehmen noch Hürden. Zum Beispiel beim zentralen Thema Spracherwerb. Erst die Hälfte der Geflüchteten in MV hat bisher einen Platz in einem Integrationskurs bekommen. Acht Monate nach Beginn des Angriffskrieges ist erst eine „überschaubare Zahl“ in den Arbeitsmarkt integriert, zudem arbeiten viele in Jobs, für die sie eigentlich überqualifiziert sind. In Vorpommern-Greifswald versucht ein Projekt seit dem Sommer nun die Hürden, aber auch vorhandene Informationsdefizite auf beiden Seiten abzubauen.

Gründerszene im Aufwind – trotz Insolvenzen

In MVs Start-up-Szene herrscht derzeit beste Stimmung. Es sei „Bewegung drin“, meinen Expert:innen mit Blick auf die Entwicklung. Auch aufgrund der Corona-Pandemie. Allein 13 Unternehmen wurden im ersten Halbjahr gegründet. Dennoch gab es in den vergangenen Monaten auch schlechte Nachrichten, etwa von der (vorübergehenden) Insolvenz der Greifswalder Anwaltsvermittlungsplattform „Advocado“ oder der Schließung des Rostocker Unverpacktladens „Green Goldie“.
Porträt von Steffen Fleßa, Professor an der Universität Greifswald und stellvertretender Vorsitzender der Expertenkommission zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in MV. Zitat: “Die Integration von kleinen Krankenhäusern ist absolut richtig.”

Drei Fragen – drei Antworten … mit Steffen Fleßa

Mit der Zusammenlegung der Krankenhäuser Crivitz, Hagenow und Ludwigslust zu den LUP-Kliniken fällt in Meck-Vorp erneut ein Schlaglicht auf den Handlungsbedarf für bessere medizinische Versorgung. Wir sprachen mit dem Gesundheitsökonomen Professor Steffen Fleßa von der Universität Greifswald, stellvertretender Vorsitzender der Expertenkommission zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in MV, über die Integration der drei Kliniken, die politische „Aufklärungs“-Aufgabe bei der Weiterentwicklung der Versorgungsangebote und das Aufbrechen althergebrachter Strukturen.

Greifswalds ultimative Eisbahn

Während es auf den Weihnachtsmärkten in Neubrandenburg, Stralsund und Wismar in diesem Jahr aufgrund der hohen Energiekosten keine Eisbahn gibt, kann eine solche dieser Tage in Greifswald kostenlos berutscht werden. So hat sich die Straße zwischen der Brandteich- und der Verlängerten Scharnhorststraße durch Schnee, Kälte und den Einsatz unzähliger Füße und Fahrräder in eine glatte Piste verwandelt.

Mit uns kann mans ja machen

Die Mieten in MV sind am stärksten gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im dritten Quartal 2022 um 10,3 Prozent. Das geht aus Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Laut IW hängt die Entwicklung einerseits mit der Inflation zusammen – Vermieter:innen versuchen diese mit höheren Mieteinnahmen auszugleichen. Andererseits schauen sich derzeit besonders viele Menschen auf dem Wohnungsmarkt um.

Widerstand von Umweltverbänden und Initiativen

Ab dem 1. Dezember sollte das LNG-Terminal in Lubmin eigentlich von Flüssiggastankern angelaufen werden. Aufgrund fehlender Genehmigungen verschob das Unternehmen Deutsche ReGas jedoch die Inbetriebnahme. Auf wann, ist unklar, ein Termin noch im Dezember aber angepeilt. Gegen Errichtung und Betrieb der Anlage konnten bis Ende November Einwendungen beim zuständigen Landesamt eingereicht werden. Die Kritik am Projekt ist groß. So bemängeln etwa Umweltverbände und Bürgerinitiativen die Vorgehensweise des Unternehmens, von Landesregierung und zuständiger Behörde. Neben unzureichender Beteiligung und einer fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung kritisieren sie auch das Tempo des Verfahrens. Ein Überblick.

Offene Fragen bei geplanter Zusammenlegung

Anfang November kündigte der Landrat von Ludwigslust-Parchim die Zusammenlegung der Krankenhäuser in Hagenow, Ludwigslust und Crivitz unter dem Dach der neu zu schaffenden LUP-Kliniken an. Der Landkreis verspricht sich davon nicht nur eine bessere Versorgung, sondern auch finanzielle Einsparungen, etwa durch die Zusammenlegung der Verwaltungen und die Spezialisierung der Angebote. Dazu tagt in dieser Woche erstmals ein eigens gebildeter Beirat. Nur ein Indiz dafür, wie viele Fragen noch zu beantworten sind.

Wie Asbest in der Wand

Bilder wie die aus Rostock-Lichtenhagen sollten längst der Vergangenheit angehören. Genauso wie die rassistischen Motive von damals. Tun sie aber nicht. Boizenburg, Rostock und Wismar – an jedem dieser Orte erlebten Menschen im vergangenen Jahr rassistische Gewalt. 42 Angriffe waren es laut der Opferberatung Lobbi MV im Jahr 2021. Doch die Dunkelziffer ist vermutlich wesentlich höher. Viele Betroffene suchen keine Hilfe, erstatten keine Anzeige. Auch, weil es gegenüber Polizei und Justiz oft an Vertrauen mangelt. Die tatsächliche Dimension von Rassismuserfahrungen in MV ist bisher kaum erfasst.

Vorpommern-Greifswald weiterhin ohne Biotonne

Der Kreistag hat gestern den Antrag von Grünen und Tierschutzpartei, die Einführung der Biotonne im Landkreis zu prüfen, abgelehnt. Die Grünen zeigten sich von der Entscheidung enttäuscht und warfen der CDU-Fraktion Ideologie vor. Wie gestern im Kreistag mehrfach betont wurde, sollte mit dem Antrag nicht direkt die Einführung, sondern zunächst eine Prüfung der Umsetzbarkeit auf den Weg gebracht werden. Mitglieder der CDU-Fraktion wiesen darauf hin, dass die Weitergabe des zu Kompost verarbeiteten Biomülls schon jetzt als problematisch einzuordnen sei und daher eine weitere Diskussion keinen Sinn ergebe.

Neuer Versuch für die Biotonne

Seit Monaten möchten Grüne und Tierschutzpartei im Kreistag über die Einführung der Biotonne abstimmen lassen. Vorpommern-Greifswald ist bisher der einzige Landkreis in MV, der ein solches Entsorgungsangebot nicht hat. Während der Landkreis mit fehlender Nachfrage, zu vielen Fehlwürfen und alternativen Entsorgungsmöglichkeiten argumentiert, verweisen die Grünen auf die Weiterverwertung zu Biogas und Kompost. Nachdem der Umweltausschuss bereits dagegen stimmte, die Einführung der Biotonne zu prüfen, scheint ein anderes Ergebnis im Kreistag eher unwahrscheinlich.

Die wirklich wenigsten stehen im Landkreis Rostock

Zweimal haben wir es angekündigt, dreimal wurden wir eines besseren belehrt. Doch jetzt steht fest: Der Landkreis Rostock hat offiziell die wenigsten stationären Blitzer. Vier Stück listet der Landkreis selbst.

„Global Dream“ geht an Disney

Wie der Medienkonzern gestern mitteilte, hat das zu drei Vierteln fertige Kreuzfahrtschiff „Global Dream“ eine Zukunft. Für Disney Cruise Line soll es ab 2025 neue Ziele außerhalb der Vereinigten Staaten ansteuern. Ein Verkaufspreis wurde nicht bekannt.

Tatverdächtiger festgenommen

Ein 32-jähriger Feuerwehrmann wird beschuldigt, am Abend des 19. Oktober die Unterkunft für ukrainische Geflüchtete in Groß Strömkendorf in Brand gesetzt zu haben. Nach Auskunft der Schweriner Staatsanwaltschaft befindet sich der Mann bereits in Untersuchungshaft. Neben schwerer Brandstiftung des zur Geflüchtetenunterkunft umfunktionierten ehemaligen Hotels werden dem Verdächtigen noch drei weitere Brandstiftungen zur Last gelegt. Ermittlungen wegen 15 weiterer Brände laufen aktuell noch.

LUP vom ersten Platz verdrängt

Pfuscht der Landkreis Rostock jetzt nicht noch dazwischen, geht Platz 1 für die wenigsten stationären Blitzer an Nordwestmecklenburg. Nur fünf an der Zahl listet der Landkreis auf Anfrage von KATAPULT MV.

Inflation in Meck-Vorp bei fast 11 Prozent

Waren und Dienstleistungen bleiben auch in unserem Bundesland unverändert teuer. Im Vergleich zum Oktober 2021 müssen die Bürger:innen 10,9 Prozent mehr Geld ausgeben.

Rügen mit mehr stationären Blitzern als LUP

Auf Rügen gibt es mehr stationäre Blitzer als im ganzen Landkreis Ludwigslust-Parchim zusammen. Aber auch insgesamt führt Vorpommern-Rügen die Liste der Blitzer-reichsten Landkreise in Meck-Vorp an. 22 stationäre Anlagen listet der Landkreis selbst.

Termin am ehemaligen Teerhafen abgesagt

Eigentlich sollte am 16. November auf Einladung der Bürgerinitiative „Lebenswertes Rügen“ ein Vor-Ort-Termin am ehemaligen Teerhafen auf dem Bug stattfinden. Damit sollte auf die seit Jahrzehnten dort stattfindende Umweltverschmutzung durch Teer aufmerksam gemacht werden. Doch wie jetzt bekannt wurde, haben sowohl der Staatssekretär für Vorpommern, Heiko Miraß, als auch die Bundestagsabgeordnete Anna Kassautzki (beide SPD) ihr Kommen wieder abgesagt. Nach Aussage von Miraß, sei ein neuer Termin in Planung. Wann genau dieser allerdings stattfinden kann, sei noch offen.

Platz 1 für LUP!

Ludwigslust-Parchim führt die Liste der Landkreise mit den wenigsten stationären Blitzern an – bisher. Auf der Karte dargestellt sind die Messanlagen, die der Landkreis selbst listet. In LUP sind es acht. Das sind zwar nicht alle Blitzer, aber eigentlich kann auch gerne überall nach der vorgegebenen Geschwindigkeit gefahren werden.

Überraschung! Es blitzt auch in MSE

Wie versprochen: Hier aus dem nächsten Landkreis die stationären Blitzer. Auf der Karte dargestellt sind die Messanlagen, die der Landkreis selbst listet. Das sind zwar nicht alle Blitzer, aber eigentlich kann auch gerne überall nach der vorgegebenen Geschwindigkeit gefahren werden.

Einer mehr in Vorp

In Zirchow auf Usedom gibt es einen neuen festen Blitzer. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist es mittlerweile der 13.

Doch keine Geflüchtetenunterkunft in Greifswalder Kita

Eine ehemalige Kita in Greifswald sollte eigentlich zu einer Geflüchtetenunterkunft umgebaut werden. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat nun auf Empfehlung des Landes das Projekt eingestellt. Grund seien die zu erwartenden hohen Kosten. Kritik an dieser Entscheidung kommt nun vom Greifswalder Oberbürgermeister Stefan Fassbinder.

Neue Anlage in Rostock-Laage

Emissionsfreier Wasserstoff für LKW, Busse und PKW: In Rostock-Laage hat eine neue Wasserstofftankstelle eröffnet. Es ist die dritte ihrer Art in Meck-Vorp, diesmal aber auch für Schwerlastfahrzeuge.

„Die einzigen, die einen verstehen“

Seit März 2021 gibt es in MV eine Selbsthilfegruppe für von Endometriose Betroffene, in Rostock und Stralsund finden regelmäßige Treffen statt. Mit einer Veranstaltung zum heutigen Endometriose-Tag möchte die Gruppe nun über die Erkrankung informieren. Denn immer noch wissen viele Frauen nicht, dass sie überhaupt von Endometriose betroffen sind, oder kennen die Krankheit gar nicht. Dabei hat nach Einschätzung von Expert:innen jede zehnte Frau Endometriose. Auf der Suche nach der Ursache ihrer oft heftig auftretenden Schmerzen stoßen viele Betroffene jedoch sowohl auf großes Unverständnis als auch auf fehlendes Wissen bei Ärzt:innen. Mut machen und Kraft spenden – während des Diagnoseprozesses und danach – können Selbsthilfegruppen.

Regionales Berufliches Bildungszentrum Müritz gewinnt

Der Deutsche Schulpreis geht in diesem Jahr nach MV: Gewonnen hat den von zwei Stiftungen vergebenen Hauptpreis von 100.000 Euro das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz in Waren.

Kein Fehlverhalten von Badrow festgestellt

Wie das Innenministerium heute bekanntgab, wird es gegen den Stralsunder Oberbürgermeister kein Disziplinarverfahren geben. Für die Einleitung eines solchen Verfahrens müssten ausreichende Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen die Dienstpflichten vorliegen. Das sei hier nicht der Fall.

Kinder-Lebens-Lauf für mehr Aufmerksamkeit

Mit einem Spenden- und Informationslauf durch ganz Deutschland will der Bundesverband Kinderhospiz auf regionale Angebote aufmerksam machen. In MV wurden bisher die Hospiz- und Pflegedienste in Schwerin, Greifswald und Usedom angelaufen. Heute ist Mirow dran, bevor es dann weiter Richtung Brandenburg geht. Jede:r kann als Zeichen der Unterstützung ein Stück mitlaufen oder -fahren.

Till Backhaus amtiert in Deutschland am längsten

Seit 1998 ist der SPD-Politiker Mitglied der mecklenburg-vorpommerschen Landesregierung und seit Beginn auch für das Landwirtschaftsressort zuständig. Diese 24 Jahre Amtszeit kann kein anderes Regierungsmitglied aus Deutschland überbieten. Am nächsten heran kommt CSU-Minister Joachim Herrmann aus Bayern, der seit 15 Jahren der bayerischen Landesregierung angehört und seit seiner Berufung 2007 das dortige Innenressort verantwortet.

Nicht alle Kühe zum Verzehr geeignet

3,4 Prozent der geschlachteten Kühe sind nicht zum Verzehr geeignet. 2021 wurden in Meck-Vorp insgesamt 48.664 Kühe geschlachtet. Untersuchungen ergaben, dass sich das Fleisch von 1.666 Tieren nicht für den Verzehr eignete. Die Hauptgründe dafür waren an den Tieren festgestellte multiple Abszesse – Eiteransammlungen im Gewebe – und Geruchs-, Konsistenz- und Farbabweichungen beim Fleisch.

Deutschlands größte Solarthermieanlage in Greifswald eingeweiht

Die Greifswalder Stadtwerke haben heute ihre neue Solarthermieanlage eingeweiht. Künftig wird die durch die Sonnenkollektoren gewonnene Wärme ins Fernwärmenetz eingespeist. Zur Eröffnung der Anlage kam neben Ministerpräsidentin Schwesig auch der parlamentarische Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, Michael Kellner. Beide bezeichneten die Stadtwerke als Vorreiter der Energiewende.

Angepasster Corona-Impfstoff auch in Schwerin verfügbar

Wie die Landeshauptstadt mitteilte, können sich heute ab 12 Uhr am Impfstützpunkt die ersten Menschen mit dem auf Omikron angepassten Corona-Impfstoff impfen lassen. Auch in den Landkreisen Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald, Rostock sowie der Stadt Rostock steht der Impfstoff bereits zur Verfügung.

Parteien aus der Mitte senden Signal an die Bundespolitik

Die Energiepolitik war Hauptthema auf der gestrigen 18. Sitzung des Kreistages Vorpommern-Greifswald. Dabei gab es parteiübergreifende Zusammenarbeit: eine gemeinsame Bitte an die Landes- und Bundesregierung um mehr finanzielle Unterstützung. Auf der Tagesordnung standen daneben auch die geforderte Öffnung von Nord Stream 2, die Abfallwirtschaft im Landkreis und neue Abstimmungsgeräte für die Mitglieder.

Quantität über Qualität?

Seit 2019 ist MV das einzige Bundesland, in dem Informatikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler durchgängig ab Jahrgangsstufe 5 verbindlich ist. Das ist ein guter Ansatz, aber damit einhergehen müssten eine entsprechende Ausstattung der Schulen und die Qualität des Unterrichts, betont unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Das ist nicht überall der Fall.

Inflation in Meck-Vorp bei 7,8 Prozent

Im Vergleich zum August 2021 mussten die Menschen in unserem Bundesland für Waren und Dienstleistungen im vergangenen Monat im Schnitt knapp acht Prozent mehr ausgeben.

Mehr Vernetzung von Forschung und Pflege nötig

Mit einer Gesundheits- und Pflegefachtagung versucht der Landkreis Vorpommern-Greifswald Wissenschaft und Unternehmen aus Medizin und Pflege besser zusammenzubringen. Mittlerweile seit zehn Jahren. Das Fazit: Vor allem der Fachkräftemangel und finanzielle Engpässe sind präsenter denn je.

Eine Perspektive, die Zeit braucht

Seit Ende Februar kamen aufgrund des Krieges gegen die Ukraine knapp 17.000 Menschen nach MV. Zum großen Teil Frauen, zumeist überdurchschnittlich hoch qualifiziert. Da keimt in mancher Branche die Frage, ob die Geflüchteten nicht Antwort auf den Fachkräftemangel sein könnten. Gerade im Gesundheitswesen, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, fehlen Arbeitskräfte. Für viele Geflüchtete steht aktuell erst mal die humanitäre Hilfe im Vordergrund. Die wenigen, die Interesse an einem Job im Gesundheitsbereich haben, müssen sich auf einen langwierigen Prozess einstellen.

Impfzentren und mobile Teams „auf jeden Fall aufrechterhalten“

Auf die Frage, ob die festen Impfzentren und mobilen Impfteams in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin gebraucht werden, gab die zuständige Ministerin heute eine deutliche Antwort. Das von der Landesregierung beauftragte Expertentrio von Universität und Universitätsmedizin Greifswald empfahl nachdrücklich, diese Strukturen bis 2023 aufrechtzuerhalten. Dem möchte das Gesundheitsministerium folgen und das Angebot bis April 2023 verlängern. Gesundheitsministerin Drese geht von Kosten in Höhe von zwölf Millionen Euro aus.