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Louise Blöß

Redakteurin bei KATAPULT MV.

Artikel (94)

„Die einzigen, die einen verstehen“

Seit März 2021 gibt es in MV eine Selbsthilfegruppe für von Endometriose Betroffene, in Rostock und Stralsund finden regelmäßige Treffen statt. Mit einer Veranstaltung zum heutigen Endometriose-Tag möchte die Gruppe nun über die Erkrankung informieren. Denn immer noch wissen viele Frauen nicht, dass sie überhaupt von Endometriose betroffen sind, oder kennen die Krankheit gar nicht. Dabei hat nach Einschätzung von Expert:innen jede zehnte Frau Endometriose. Auf der Suche nach der Ursache ihrer oft heftig auftretenden Schmerzen stoßen viele Betroffene jedoch sowohl auf großes Unverständnis als auch auf fehlendes Wissen bei Ärzt:innen. Mut machen und Kraft spenden – während des Diagnoseprozesses und danach – können Selbsthilfegruppen.

Regionales Berufliches Bildungszentrum Müritz gewinnt

Der Deutsche Schulpreis geht in diesem Jahr nach MV: Gewonnen hat den von zwei Stiftungen vergebenen Hauptpreis von 100.000 Euro das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz in Waren.

Kein Fehlverhalten von Badrow festgestellt

Wie das Innenministerium heute bekanntgab, wird es gegen den Stralsunder Oberbürgermeister kein Disziplinarverfahren geben. Für die Einleitung eines solchen Verfahrens müssten ausreichende Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen die Dienstpflichten vorliegen. Das sei hier nicht der Fall.

Kinder-Lebens-Lauf für mehr Aufmerksamkeit

Mit einem Spenden- und Informationslauf durch ganz Deutschland will der Bundesverband Kinderhospiz auf regionale Angebote aufmerksam machen. In MV wurden bisher die Hospiz- und Pflegedienste in Schwerin, Greifswald und Usedom angelaufen. Heute ist Mirow dran, bevor es dann weiter Richtung Brandenburg geht. Jede:r kann als Zeichen der Unterstützung ein Stück mitlaufen oder -fahren.

Till Backhaus amtiert in Deutschland am längsten

Seit 1998 ist der SPD-Politiker Mitglied der mecklenburg-vorpommerschen Landesregierung und seit Beginn auch für das Landwirtschaftsressort zuständig. Diese 24 Jahre Amtszeit kann kein anderes Regierungsmitglied aus Deutschland überbieten. Am nächsten heran kommt CSU-Minister Joachim Herrmann aus Bayern, der seit 15 Jahren der bayerischen Landesregierung angehört und seit seiner Berufung 2007 das dortige Innenressort verantwortet.

Nicht alle Kühe zum Verzehr geeignet

3,4 Prozent der geschlachteten Kühe sind nicht zum Verzehr geeignet. 2021 wurden in Meck-Vorp insgesamt 48.664 Kühe geschlachtet. Untersuchungen ergaben, dass sich das Fleisch von 1.666 Tieren nicht für den Verzehr eignete. Die Hauptgründe dafür waren an den Tieren festgestellte multiple Abszesse – Eiteransammlungen im Gewebe – und Geruchs-, Konsistenz- und Farbabweichungen beim Fleisch.

Deutschlands größte Solarthermieanlage in Greifswald eingeweiht

Die Greifswalder Stadtwerke haben heute ihre neue Solarthermieanlage eingeweiht. Künftig wird die durch die Sonnenkollektoren gewonnene Wärme ins Fernwärmenetz eingespeist. Zur Eröffnung der Anlage kam neben Ministerpräsidentin Schwesig auch der parlamentarische Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, Michael Kellner. Beide bezeichneten die Stadtwerke als Vorreiter der Energiewende.

Angepasster Corona-Impfstoff auch in Schwerin verfügbar

Wie die Landeshauptstadt mitteilte, können sich heute ab 12 Uhr am Impfstützpunkt die ersten Menschen mit dem auf Omikron angepassten Corona-Impfstoff impfen lassen. Auch in den Landkreisen Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald, Rostock sowie der Stadt Rostock steht der Impfstoff bereits zur Verfügung.

Parteien aus der Mitte senden Signal an die Bundespolitik

Die Energiepolitik war Hauptthema auf der gestrigen 18. Sitzung des Kreistages Vorpommern-Greifswald. Dabei gab es parteiübergreifende Zusammenarbeit: eine gemeinsame Bitte an die Landes- und Bundesregierung um mehr finanzielle Unterstützung. Auf der Tagesordnung standen daneben auch die geforderte Öffnung von Nord Stream 2, die Abfallwirtschaft im Landkreis und neue Abstimmungsgeräte für die Mitglieder.

Quantität über Qualität?

Seit 2019 ist MV das einzige Bundesland, in dem Informatikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler durchgängig ab Jahrgangsstufe 5 verbindlich ist. Das ist ein guter Ansatz, aber damit einhergehen müssten eine entsprechende Ausstattung der Schulen und die Qualität des Unterrichts, betont unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Das ist nicht überall der Fall.

Inflation in Meck-Vorp bei 7,8 Prozent

Im Vergleich zum August 2021 mussten die Menschen in unserem Bundesland für Waren und Dienstleistungen im vergangenen Monat im Schnitt knapp acht Prozent mehr ausgeben.

Mehr Vernetzung von Forschung und Pflege nötig

Mit einer Gesundheits- und Pflegefachtagung versucht der Landkreis Vorpommern-Greifswald Wissenschaft und Unternehmen aus Medizin und Pflege besser zusammenzubringen. Mittlerweile seit zehn Jahren. Das Fazit: Vor allem der Fachkräftemangel und finanzielle Engpässe sind präsenter denn je.

Eine Perspektive, die Zeit braucht

Seit Ende Februar kamen aufgrund des Krieges gegen die Ukraine knapp 17.000 Menschen nach MV. Zum großen Teil Frauen, zumeist überdurchschnittlich hoch qualifiziert. Da keimt in mancher Branche die Frage, ob die Geflüchteten nicht Antwort auf den Fachkräftemangel sein könnten. Gerade im Gesundheitswesen, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, fehlen Arbeitskräfte. Für viele Geflüchtete steht aktuell erst mal die humanitäre Hilfe im Vordergrund. Die wenigen, die Interesse an einem Job im Gesundheitsbereich haben, müssen sich auf einen langwierigen Prozess einstellen.

Impfzentren und mobile Teams „auf jeden Fall aufrechterhalten“

Auf die Frage, ob die festen Impfzentren und mobilen Impfteams in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin gebraucht werden, gab die zuständige Ministerin heute eine deutliche Antwort. Das von der Landesregierung beauftragte Expertentrio von Universität und Universitätsmedizin Greifswald empfahl nachdrücklich, diese Strukturen bis 2023 aufrechtzuerhalten. Dem möchte das Gesundheitsministerium folgen und das Angebot bis April 2023 verlängern. Gesundheitsministerin Drese geht von Kosten in Höhe von zwölf Millionen Euro aus.

Watscheln und schwimmen über den Dächern der Stadt

Auf dem Dach des Ozeaneums leben zurzeit zehn Pinguine. Humboldt-Pinguine, um genau zu sein. Die sind eher klein und gemustert. Die Stralsunder sind aber nicht die einzigen Pinguine in MV, wohl aber die einzigen, die eine Dachterrasse bewohnen. Die Tiere in Rostock, Schwerin und Marlow leben in bodenständigeren Quartieren.

Bisher keine Auswirkungen aufs Stettiner Haff

Die Umweltkatastrophe in der Oder wird auch in Meck-Vorp mit Argusaugen beobachtet. Besonderes Objekt der Aufmerksamkeit ist dabei das Stettiner Haff, in das die Oder mündet. Bisher konnten dort keine Auswirkungen festgestellt werden. Während entlang der Oder bereits annähernd 300 Tonnen toter Fisch entnommen wurden, bleibt ein Fischsterben im Haff bislang aus. Die Frage nach der Ursache ist weiterhin offen.

Wenigstens einmal Spitze

Umgerechnet auf die Einwohner:innenzahl hat Meck-Vorp mit Abstand die höchsten Schulden. Hier ist die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben am größten, dreimal höher als Nordrhein-Westfalen.

Nein, Tanke

Besonders Benzin in MV zu tanken, ist im deutschlandweiten Vergleich mit am teuersten. Ein Auto mit Dieselkraftstoff wäre da schon besser – MV liegt hierbei zumindest im Mittelfeld.

MV ohne staatliche Antidiskriminierungsstelle

MV ist das einzige Bundesland, das bisher noch keine eigene Antidiskriminierungsstelle hat. Das geht aus dem Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hervor, der heute veröffentlicht wurde.
Abwanderung von Personal aus dem Gastgewerbe 2020 in MV (8.900) in den Verkauf (2.000), Büro und Verwaltung (1.000), Lebensmittelherstellung/-verabreitung (850), Reinigung (850), Verkehr und Logistik (630) und andere (3.570).

Massive Schritte gegen Arbeitskräftemangel gefordert

Tausende Beschäftigte sind in MV 2020 aus Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe abgewandert. Wie Zahlen der Bundesagentur für Arbeit belegen, war auch in unserem Bundesland der Verkauf die häufigste Zielbranche. Der Dehoga MV macht gesellschaftliche Entwicklungen, aber auch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie für den Weggang verantwortlich. Steuere man nicht schnell entschieden gegen, werde sich die Lage wohl noch weiter verschärfen. Die angekündigte Fachkräftestrategie der Landesregierung steht derweil noch aus. Aktuell wird mit der Fertigstellung Anfang 2023 gerechnet.

Nur noch 15 Bahnhöfe in Besitz der Deutschen Bahn

Während der DB im Jahr 1999 in MV noch 168 Empfangsgebäude gehörten, wurden bis Ende letzten Jahres 91 Prozent an Kommunen, Privatpersonen und Investoren verkauft. Laut Informationen von Allianz pro Bahn insgesamt 153.

Impfziel bisher noch nicht erreicht

Alle Landkreise und kreisfreien Städte mit Ausnahme Schwerins bleiben nach wie vor hinter dem offiziellen Impfziel der Bundesregierung von 80 % zurück. Während die Bundesweite Coronainzidenz wieder die 700er-Marke überschritten hat, findet sich Meck-Vorp als einstiges Vorzeigebundesland mit einer Inzidenz von 561,8 lediglich auf Platz vier im Bundesländervergleich.

Nur sieben mit eigenem Beinamen

Nicht alle finden ihr Glück in Berlin. Mit dem Wegzug aus Vorpommern ging es für Hans Falladas Romanfigur Johannes Pinneberg bergab. In MV sind zwei Bibliotheken nach dem Autor von „Kleiner Mann – was nun?“ benannt, eine in seiner Geburtstadt Greifswald, eine ganz im Süden des Landes in Feldberg. Oder vielmehr sind sie nach seinem Autorennamen benannt, denn geboren wurde der Schriftsteller als Rudolf Ditzen. Ob Pseudonym oder Geburtsname: Nur fünf weitere der insgesamt 82 hauptamtlich geführten Bibliotheken tragen überhaupt den Namen einer Persönlichkeit.
MV-Karte mit den Standorten von Reparaturcafés; Ludwigslust, Schwerin, Wismar, Rostock (2), Ribnitz-Damgarten, Stralsund, Greifswald, Gatschow und Neubrandenburg

„Dann ist es wenigstens wirklich Schrott“

Der defekte Staubsauger, die kaputte Kaffeemaschine oder die Waage, die kein Gewicht mehr anzeigt – normalerweise ist das Schicksal solcher Geräte bereits vorgezeichnet. Ab in die Tonne! Oder richtiger: auf den Sperrmüll oder zur Sammelstelle. Doch es geht auch erst mal anders. Seit einigen Jahren bieten in Mecklenburg-Vorpommern immer mehr Vereine und Initiativen eine Alternative: die Reparatur in sogenannten Reparaturcafés. Auf der Suche danach wird man:frau nicht nur in Rostock oder Greifswald fündig. Auch in Ribnitz-Damgarten und Gatschow reparieren ehrenamtliche Bastler:innen kaputte Habseligkeiten.

Schmerzen sind eben nicht „normal“

Rücken- und Unterleibsschmerzen, mit Ibuprofen durch den Tag, irgendwann die Ohnmacht. Etwa jede zehnte Frau in Deutschland leidet an Endometriose. Diagnostiziert wird diese bisher unheilbare Unterleibserkrankung im Schnitt erst nach sechs bis acht Jahren. Ein langer Leidensweg für die Betroffenen, die von Gynäkolog:innen oft nicht ernstgenommen werden. Spezialist:innen gibt es wenige. Gerade in MV.

Erhalt aller Grundschulen bis 2030

Alle Grundschulen von MV bleiben bis 2030 erhalten. Auch wenn landesweit insgesamt 26 Grundschulen formal zu wenig Schüler:innen haben, soll bis 2030 keine von ihnen geschlossen werden. So das Versprechen der Landesregierung.
Straßenkarte von Waren (Müritz) mit einen geplanten Wanderweg am Ufer eines Sees. Teile des Weges sind als geplant markiert, Teile als bereits gebaut.

Streit um Uferwanderweg

In Waren ist ein lange schwelender Konflikt neu entbrannt. Es geht um einen Uferabschnitt der Binnenmüritz. Während die einen zwischen Stadthafen und Kuhtränke gerne den bereits bestehenden Wanderweg ufernah sehen möchten, sprechen sich die anderen dagegen aus und fordern unter anderem einen Verkauf der Flächen an die Anwohner:innen. Wie es nun weitergeht, entscheidet sich in der Stadtvertreter:innensitzung am heutigen Mittwoch. Grüne und FDP haben zwei gegenteilige Beschlussanträge eingereicht.

Reaktionszeit der Staats- und Senatskanzleien

Warum wir manchmal so lange zu einem Thema recherchieren? Weil die Reaktionszeiten von Pressestellen recht unterschiedlich sind. Apropos: Wie lange brauchen die eigentlich so, um auf unsere Anfragen zu antworten?

MV, Sachsen und Berlin an der Spitze

Die meisten Social Media-Mitarbeitenden haben die Regierungschef:innen von MV, Berlin und Sachsen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat uns inspiriert, mal bundesweit nachzufragen.

Fête de la Musique in MV

In Rostock, Greifswald, Schwerin und Neustrelitz wird heute das Musikfest „Fête de la Musique“ gefeiert. Seit 1982 erklingt jedes Jahr am 21. Juni überall auf der Welt Musik. Unter dem Motto „Umsonst und draußen“ gibt es heute auch in MV zahlreiche Konzerte. Dabei gilt: kein Eintritt für die Gäste, kein Honorar für die Künstler:innen.

Keine Rotorblätter mehr aus Rostock

Bei einer Betriebsversammlung wurden die Angestellten des Rotorblattwerks des Herstellers Nordex heute über die endgültige Schließung ihres Standorts informiert. Ab Ende Juni werden damit an der Warnow keine Rotorblätter mehr gefertigt. Nach NDR-Informationen besteht für die Angestellten nun die Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln und eine Abfindung anzunehmen. Das zweite Nordex-Werk, welches Gondeln für Windräder fertigt, bleibt erhalten.

Rote Karte auch für MV

Was die CO₂-Bilanz ihrer Dienstwagen angeht, sieht es bei Spitzenpolitiker:innen schlecht aus. Deutschlandweit. Die Deutsche Umwelthilfe verteilt „Rote Karten“, und zwar an alle Landesregierungen. Im Ranking der Ministerpräsident:innen heimst dagegen nur Winfried Kretschmann die Auszeichnung fürs Fahren eines umweltfreundlichen Dienstwagens ein.

MV unverpackt

Produkte ohne Verpackung kaufen – das möchten immer mehr Menschen, auch in Meck-Vorp. Ihr Ziel: möglichst viel Müll und Lebensmittelabfälle vermeiden. Besonders gut klappt das in spezialisierten Unverpackt-Läden. In sechs Städten gibt es schon welche: vier in Meck und zwei in Vorp.

MV mit 24 Millionen Euro Schaden im Mittelfeld

Unwetterschäden haben auch hierzulande im vergangenen Jahr zugenommen. MV liegt im Bundesvergleich aber im unteren Mittelfeld.

Klimastiftung soll aufgelöst werden

Das Kabinett hat heute zusammen mit dem Stiftungsvorstand der umstrittenen Klimastiftung deren Auflösung vereinbart. Nach Abwicklung des Geschäftsbetriebs soll der Vorstand der Stiftung bis September zurücktreten. Die Klimaschutzprojekte der Stiftung sollen erhalten bleiben und in die Landesenergie- und Klimaschutzagentur MV übergehen. Den Mitarbeitenden soll ein Wechsel dorthin ermöglicht werden, um weiter an den Projekten arbeiten zu können. Der Stiftungsvorstand ist auch weiterhin der Ansicht, dass die Stiftung grundlegend nicht aufgelöst werden kann. Dennoch wolle man nun den Weg für die Landesregierung frei machen, so Erwin Sellering auf der heutigen Pressekonferenz.

Unfairer Wahlkampf in Bergen auf Rügen?

Am kommenden Sonntag wählt Bergen eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister. Schon im Vorfeld gab es Streitigkeiten um die Wahlwerbung und die Gleichberechtigung aller Kandidat:innen. Fünf von sechs haben sich nun zusammengeschlossen. Jahrelang schwelt zudem bereits ein Korruptionsverdacht im Rathaus.

Spendenbereitschaft geht zurück, Bedarf nicht

Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine haben sich auch in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Menschen solidarisch gezeigt. Etwa durch Geld- oder Sachspenden an Hilfsorganisationen und Initiativen. Mittlerweile ist der Krieg in der zehnten Woche, knapp 17.000 Geflüchtete sind in MV angekommen, die Spendenbereitschaft geht jedoch seit Wochen zurück. Dabei ist die Nachfrage weiterhin hoch, erklärt etwa „Rostock hilft“.

Ein Jahrhundertereignis für 419 Euro

„Kultur nach MV holen“ – so wirbt das Usedomer Musikfestival für das diesjährige Veranstaltungsprogramm. Unter anderem spielt das New York Philharmonic Orchestra drei Konzerte. „Ein Jahrhundertereignis“, heißt es von den Organisator:innen. Die Preise dafür haben es aber in sich: Das Konzert mit Violinistin Anne-Sophie Mutter kostet in der besten Preiskategorie 419 Euro! Zum Vergleich: Ein Konzert mit ihr und dem Royal Philharmonic Orchestra in der Hamburger Elbphilharmonie kann für nur 231 Euro auf dem besten Platz verfolgt werden.

Klima-Demo im Zeichen des Krieges

Zum Klimastreik am Freitag in Schwerin kamen mehr als 400 Menschen in den Alten Garten. Außer für mehr Klimaschutz und eine radikale Energiewende demonstrierten sie vor allem gegen die umstrittene Klimastiftung. Redner:innen und Demonstrant:innen forderten gleichermaßen die Auflösung der Stiftung. Parallel laufen Klagen der Deutschen Umwelthilfe.

Nicht ganz so späti

Der ein oder andere hat vielleicht gedacht, dass Rostock führt. Aber nein! Da gibt’s nur zwei. Die Landeshauptstadt bietet mit insgesamt acht Spätkaufmöglichkeiten die größte Auswahl. Mit Berlins Angebot können sie aber nicht mithalten: Schluss ist nämlich in der Woche schon um 24 Uhr, am Wochenende sogar noch früher!

Der alte in Parchim, ein neuer für Karrenzin

Am Sonntag wurde in Parchim und Karrenzin ein neuer Bürgermeister gewählt. Dirk Flörke (CDU) bleibt in Parchim im Amt. In Karrenzin hat sich Benjamin Lembke (Wählergemeinschaft „Zukunft für Karrenzin“) durchgesetzt. Beide deutlich vor ihren Konkurrent:innen.

Parchim und Karrenzin wählen

Am Sonntag stehen die nächsten Bürgermeisterwahlen an: gewählt wird in Parchim und Karrenzin. Während in Parchim Dirk Flörke (CDU) und Sebastian Langer (SPD) für das Hauptamt kandidieren, wählt Karrenzin zwischen Einzelbewerberin Claudia Kröger und Benjamin Lembke (Wählergemeinschaft „Zukunft für Karrenzin“) sein neues ehrenamtliches Oberhaupt.

Bisher drei von fünf zurückgetreten

Gegen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig häufen sich Rücktrittsforderungen. Sie selbst sieht dazu bisher keinen Grund. Alter, Gesundheit sowie eine Werftenkrise haben bislang dazu geführt, dass Ministerpräsidenten MVs zurückgetreten sind. Übrigens drei von insgesamt fünf.

Mehr Entscheidungsfreiheit für Kommunen gefordert

Tempolimit 30 – das möchten 134 Kommunen in Deutschland. Oder es zumindest selbstständig festlegen dürfen. Aber nicht in MV. Oder Thüringen. Oder Hamburg. Derzeit muss laut Straßenverkehrsordnung beispielsweise eine konkrete Gefährdung vorliegen, um eine Tempo 30-Begrenzung anordnen zu dürfen.

3G-Regel entfällt ab Donnerstag in weiteren Bereichen

Bei ihrer Kabinettssitzung am heutigen Vormittag hat sich die Landesregierung auf weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in MV verständigt. Ab Donnerstag fällt die 3G-Regelung nicht nur in der Gastronomie weg, sondern auch im Kultur-, Freizeit- und Sportbereich. Bei körpernahen Dienstleistungen soll sie dann ebenfalls nicht mehr gelten. An der derzeit geltenden Hotspotregelung soll weiterhin bis zum 27. April festgehalten werden.

Katzen kommen zum Schluss

Katzenschützer:innen in Vorpommern-Greifswald brauchen weiterhin Geduld. Nachdem der Kreistag 2020 den Landrat per Beschluss aufgefordert hatte, bis September 2021 eine Katzenschutzverordnung zu entwerfen, hat sich in der Sache nichts gerührt. Ein „Trauerspiel“, finden die Grünen im Kreistag, „eine elende Sauerei“ der Landesverband des Tierschutzbundes.

Mit Engagement gegen Rassismus, auch an der Schule

An der Berufsfachschule maxQ in Neubrandenburg organisierten Lehrkräfte und Schüler:innen gestern einen eigenen Projekttag zum Thema Demokratie und Toleranz. Es ging darum, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen und einen wertschätzenden Umgang mit Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Unter der Bezeichnung „Courage-Schulen“ werden diese Werte bereits an 54 Bildungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern gelebt. Schüler:innen und Pädagog:innen engagieren sich dort gemeinsam im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Freundschaft ja, Partnerschaft – noch nicht

In Mecklenburg-Vorpommern pflegen zahlreiche Städte und Gemeinden nationale und internationale Partnerschaften. USA, Polen oder Lettland – in viele Teile der Welt reichen die Verbindungen bereits. Mit der Ukraine gibt es jedoch noch keine Städtepartnerschaft. Freundschaften auf kommunaler Ebene allerdings sehr wohl. Und zwar drei: in Greifswald, Barth und Heringsdorf. Für die Beziehung zwischen Heringsdorf und der ukrainischen Gemeinde Koblewe ist die Partnerschaft bereits geplant.

„Mit voller Wucht getroffen“

Die Infektionszahlen in MVs Bevölkerung bewegen sich seit Wochen auf hohem Niveau. Auch in den Krankenhäusern im Bundesland schlägt sich diese Entwicklung immer stärker nieder. Vor allem beim Personal – durch vermehrte krankheitsbedingte Ausfälle von bis zu 30 Prozent. Die Lage ist extrem angespannt und wirkt sich bereits auf den Betrieb der Kliniken aus. Die Landesregierung will zur kurzfristigen Entlastung nun Auszubildende und Studierende einsetzen.

Globaler Klimastreik

Auch in MV!